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Weniger Surface und Xbox: Auch Microsoft leidet unter schwachem PC-Mark

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Microsoft2012Der schwächelnde PC-Markt bereitet nicht nur den Hardware-Herstellern sorgen, auch Software-Anbieter müssen Rückgänge hinnehmen. Microsoft ist da keine Ausnahme, wie die Bilanz für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2017 zeigt. Durch einen anderen Trend fällt das Ergebnis unter dem Strich aber dennoch positiv aus.

Zwischen Oktober und Dezember 2016 - Microsofts Geschäftsjahr weicht vom Kalenderjahr ab - konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 1 % von 23,8 auf knapp 24,1 Milliarden US-Dollar gesteigert werden.

Mit mehr als 10 % konnte dabei der Bereich Productivity and Business Processes das größte Wachstum der drei Microsoft-Sparten für sich verbuchen. Intelligent Cloud wuchs um 8 %, More Personal Computing schrumpfte hingegen um knapp 6 %.

Auf Produkte übertragen bedeutet dies: Office-Lösungen für Unternehmen und ähnliches verkaufte sich deutlich besser als vor einem Jahr und auch der Ausbau der Cloud-Aktivitäten rund um die Azure-Plattform hat sich bezahlt gemacht. Im Gegenzug schwächelte der Consumer-Bereich, der einen großen Teil der Sparte More Personal Computing ausmacht. Als Grund hierfür nennt Microsoft einen drastischen Umsatzrückgang im Bereich Windows Phone sowie den Verkauf der Feature-Phone-Aktivitäten, aber auch ein leichtes Minus bei den Xbox- und Surface-Verkäufen - in beiden Fällen wird ein Rückgang um 3 % genannt. Zuwächse bei Windows-OEM-Lizenzen (+5%) sowie höhere Einnahmen mit Werbung innerhalb von Bing (+10 %) konnten dies nicht ausgleichen.

Ein gänzlich anderes Bild zeigt sich jedoch beim Blick auf das operative Ergebnis. Das kletterte um rund 2 % auf 6,2 Milliarden US-Dollar, zu verdanken ist das Plus aber ausgerechnet dem Bereich More Personal Computing. Hier konnte der Überschuss um ein Drittel auf 2,5 Milliarden US-Dollar gesteigert werden, Intelligent Cloud und Productivity and Business Processes konnten hingegen 7 und 1 % weniger beitragen. Letztere Sparte litt unter der erst Anfang Dezember abgeschlossenen Übernahme von LinkedIn, die das operative Ergebnis mit einem Minus von 201 Millionen US-Dollar belastete.

Netto verdiente Microsoft 5,2 Milliarden US-Dollar, gut 3 % mehr als vor einem Jahr.

Das Unternehmen selbst bezeichnete in Person von CEO Satya Nadella die schnellere Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz über alle Dienste und Produkte hinweg als den wichtigsten Wachstumsfaktor für die Zukunft. Ein Beispiel hierfür dürfte der geplante Einsatz von Cortana in einer ganzen Reihe von Produktkategorien sein.