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Googles künstliche Intelligenz lernt Starcraft II

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Mit dem Sieg einer künstlichen Intelligenz über einen Profi-Go-Spieler wurde eine neue Ebene in diesem Bereich erreicht. Besonders beeindruckend für alle Beobachter war dabei, auf welche Art und Weise Googles künstliche Intelligenz DeepMind den Go-Spieler besiegt hat. Ähnlich wie im Schach gibt es bei Go bestimmte Spielzüge, die sich über die Jahre etabliert haben. DeepMind ging aber unorthodoxe Wege und überraschte seinen menschlichen Konkurrenzen damit.

Google will nun zusammen mit Blizzard eine Künstliche-Intelligenz-API für Starcraft II veröffentlichen. Ziel ist es eine Spielintelligenz aufzubauen. Das Deep-Learning-Netzwerk soll dabei aus eigenen Spielen lernen, aber auch auf solche von menschlichen Gegnern zurückgreifen. Blizzard stellt daher eine Schnittstelle zur Verfügung, die eine Datenbank mit zahlreichen Spielen der Vergangenheit beinhaltet. Auch dieser Ansatz ist bereits durch die Go-Spiele bekannt. DeepMind setzte hier zwei Deep-Learning-Netzwerke ein: Eines, welches sich selbst trainierte und eines, welches aus alten Spielen lernte.

Ein weiterer Teil der Schnittstelle ist der Zugriff auf Kartenausschnitte aus dem Spiel heraus und ein Rückkanal für die Übertragung von Steuerbefehlen. Bereitgestellt werden soll die API im ersten Quartal 2017. Laut Google und Blizzard handelt es sich aber nur um einen ersten Schritt, an den noch keine allzu hohen Erwartungen gestellt werden sollten.

Die Herausforderungen bei Starcraft II seien im Vergleich zu Brettspielen weitaus größer. Spiele wie Schach und Go spielen sich auf einem fest definierten Spielfeld ab. Die Bewegungen und Züge sind in gewisser Weise vorgegeben. Partien in Starcraft II sind aber weitaus komplizierter, da die Karte zunächst einmal erkundschaftet werden muss, um den eigenen Bewegungsspielraum zu kennen. Strategien müssen auch weiträumiger geplant werden, um bestimmte Einheiten bauen zu können, mit denen beispielsweise auf Einheiten des Gegners reagiert werden kann. In gewisser Weise ist dies auch bei Go der Fall, die Ebenen der Freiheit des Spielers sind aber noch einmal weitaus größer und machen es damit komplizierter.

Sowohl Google wie auch Blizzard erhoffen sich durch eine Starcraft-II-KI Erkenntnisse in gewissen Bereichen. Google will natürlich die eigene KI weiter entwickeln. Blizzard erhofft sich Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Spiele und das Balancing zu erlangen. Bisher ist dies nur durch manuelle Tests möglich, was tausende an Spielstunden verlangt. Bei den KIs könnte man einfach hunderte oder gar tausende Spiele gleichzeitig ablaufen lassen.

Wie ein solches Spiel aussehen könnte, hat Google in einem Video veröffentlicht. Darin ist erkennen, auf Basis welcher Parameter die KI bestimmte Entscheidungen fällt. Ob und wann es auch zu Showmatches zwischen der KI und Profispielern kommen wird, muss sich aber nach der Veröffentlichung der KI und den ersten Erfahrungen damit noch zeigen. Früher oder später wird aber auch diese Bastion fallen. Google setzt eigens entwickelte Hardware ein, um seine eigenen Deep-Learning-Netzwerke zu trainieren.

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Kommentare (15)

#6
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Fregattenkapitän
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Zitat derfahnder;25048779
In dem Video sieht man direkt einen Micro Fehler.
Die Probe, die die Assimilatoren baut, fährt mit abgebauten Mineralien. Nach dem Bauen fährt sie wieder zu den Minerals, wo sie dann endlich merkt, dass sie ja abgeben kann.

Dann sind die Assimilatoren fertig und werden nicht genutzt (wozu dann früher bauen?)

Und ich dachte schon dass da ernsthafte Konkurrenz entsteht...
Wobei so dürften vor 25 Jahren auch die Schachspieler geredet haben...


Diese KIs werden nicht von irgendjemanden programmiert. Da steckt oft ein neuronales Netz dahinter, das selbstständig lernt das Spiel zu spielen. Anfangs bekommt es natürlich gar nichts auf die Reihe. Aber je öfter es spielt, desto besser wird es. Das hier ist sicherlich nur ne Zwischenstufe.
#7
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Registriert seit: 06.12.2009

Kapitän zur See
Beiträge: 3977
Ist auf jeden Fall eine Interessante Entwicklung...
#8
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Baden Württemberg
Kapitän zur See
Beiträge: 3118
Zitat TheBigG;25048808
In dem Spiel dürfte es eher leichter sein für den Computer zu gewinnen. In 1-2 Jahren dürfte eigentlich kein Mensch mehr in der Lage sein die KI in SC2 zu schlagen.


Weil das Google so will?

Das hätte Blizzard auch selber regeln können, wenn sie ihre K.I. nur straff und UNFAIR genug programmiert hätten...
In-Game K.I. ist ja aber meistens eh unfairer als eine K.I. die von extern auf das Spiel zugreift. (zB überblickt die ingame K.I. meistens immer das gesamte Schlachtfeld)
#9
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Kapitänleutnant
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Mensch gegen Maschine...ich hoffe die Kiste findet keine endlösung :fresse:
#10
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1589
Zitat Kommando;25048873
Ich hoffe nur die Herren haben aus Terminator gelernt. ;)

Die stellen mit ihrer Tochterfirma Boston Dynamics ja auch Kampfroboter her, das passt doch wie *rsch auf Deckel.
#11
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€Uropäische Union - Bairischer Sprachraum
Kapitän zur See
Beiträge: 3484
Zitat REDFROG;25049714
Das hätte Blizzard auch selber regeln können, wenn sie ihre K.I. nur straff und UNFAIR genug programmiert hätten...
In-Game K.I. ist ja aber meistens eh unfairer als eine K.I. die von extern auf das Spiel zugreift. (zB überblickt die ingame K.I. meistens immer das gesamte Schlachtfeld)

Gibt es schon seit geraumer Zeit in StarCraft2.
Schon mal gegen die KI auf "Extrem" gespielt?
Ich habe Profispieler auf ihren Livestreams gesehen, die gegen diese KI verloren haben.
Der höchste Schwierigkeitsgrad ist übrigens "Cheater 3 (Extrem)", da habe ich auch schon welche resignieren sehen, die immer in der Großmeisterliga spielen und die größten Turniere gewonnen haben.
#12
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Registriert seit: 21.01.2010
Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1662
Zitat fax668;25050039
Die stellen mit ihrer Tochterfirma Boston Dynamics ja auch Kampfroboter her, das passt doch wie *rsch auf Deckel.


Gibt auch schon die Firma Cyberdyne die Roboter baut... xD
#13
customavatars/avatar207000_1.gif
Registriert seit: 21.05.2014
Freiburg, Baden-Württemberg
Leutnant zur See
Beiträge: 1059
Warum bringt man einer Maschine strategische Kriegsführung bei? Das ist zwar nur ein Spiel aber das strategische Wissen kann auch auf andere Scenarien verwendet werden.
#14
Registriert seit: 27.12.2006
NRW
Leutnant zur See
Beiträge: 1279
Interessant. Aber eigentlich ziemlicher Quatsch. Immerhin kann eine KI wunderbar cheaten. Das geht in jedem Spiel. Die KI überblickt das gesamte Spielfeld, kann hunderte Aktionen gleichzeitig durchführen und vieles im Vorraus berechnen.
Der Mensch hat da keine Chance.
#15
Registriert seit: 30.12.2008

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 459
Zitat junkb00ster;25052646
Interessant. Aber eigentlich ziemlicher Quatsch. Immerhin kann eine KI wunderbar cheaten. Das geht in jedem Spiel. Die KI überblickt das gesamte Spielfeld, kann hunderte Aktionen gleichzeitig durchführen und vieles im Vorraus berechnen.
Der Mensch hat da keine Chance.


Primär geht es hier um das neuronale Netz hinter der API. Es ist ein rießen Unterschied ob die KI "alles weiß", oder nur auf das reagieren kann was sie sieht und aus ihren Fehlern lernen muss (mehr oder weniger menschlich eben).
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