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Pebble muss ein Viertel seiner Belegschaft entlassen

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pebbleDas Startup Pebble schaffte 2012 einen kometenhaften Aufstieg durch seine Kickstarter-Kampagne zur ersten Smartwatch des Unternehmens. Das Interesse war enorm und es kamen über 10 Millionen US-Dollar zusammen. Laut CEO Eric Migicovsky konnte man anschließend noch ca. 26 Millionen US-Dollar an Geldern durch weitere Investoren sammeln. Mittlerweile hat Pebble unterschiedliche Smartwatches wie die Pebble Time Round, Time Steel oder schlichtweg Steel veröffentlicht.

Allerdings scheint der große, wirtschaftliche Erfolg auszubleiben: In einem Interview mit den Kollegen von Tech Insider hat Migicovsky bestätigt, dass Pebble 40 Mitarbeiter entlassen muss – das entspricht ca. einem Viertel der aktuellen Belegschaft. Verantwortlich macht Migicovsky wenig überraschend aber nicht das eigene Management oder das Produktangebot Pebbles, sondern ein schlechtes Investitionsklima im Silicon Valley.

pebble get fit

Pebble wolle den Fokus in Zukunft stärker auf die Gesundheits- und Fitness-Anwendungen seiner Wearables legen. Man habe festgestellt, dass diese beiden Aspekte für das Gros der Kunden am interessantesten seien. Viel verspricht man sich auch vom anstehenden Verkauf der hauseigenen Smartwatches in Indien. Dort bietet man die Pebble-Wearables ab April in Kooperation mit Amazon an. Trotzdem sind die Entlassungen natürlich ein Zeichen dafür, dass es bei Pebble Probleme gibt. Vielleicht entdecken wir hier auch eine allgemeine Krise des Wearable-Marktes, der aktuell immer noch seinen Fokus finden muss. So hat Apple beispielsweise auch in der letzten Keynote vom Montag Preissenkungen für seine Apple Watch angekündigt, während Fitbit sich mit der missglückten Vorstellung seines Blaze in die Nesseln setzte. Der Hybrid aus Smartwatch und Fitnesstracker kam weder bei Testern noch Analysten gut an. Als Konsequenz ergab sich ein spürbarer Sturz des Aktienkurses.

Laut CEO Migicovsky wolle Pebble allen Unkenrufen zum Trotz jedoch am Ball bleiben: „Pebble will auf lange Sicht am Markt mitspielen. Wir haben eine Vorstellung davon, wohin uns die Wearables innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre führen werden. Und wir bleiben dadurch auf Erfolgskurs.“ Doch die Worte des Pebble-Chefs stehen natürlich im Gegensatz zu den Entlassungen und dürften vor allem den ehemaligen Mitarbeitern wenig Trost spenden. Im Gegensatz zu Apple deckt Pebble dabei das Einstiegs-Segment für Smartwatches ab. Durch Verzicht auf ein Betriebssystem wie Android Wear sind allerdings auch keine großen App-Erweiterungen möglich. Dazu kommt, dass Smartwatches zwar eine Zeit lang als „Next Big Thing“ galten, mittlerweile aber durch den Hype um Virtual Reality in den Hintergrund gerückt wurden. Vielen Kunden haben die Wearables noch zu wenige Funktionen: etwa Telefonieren ohne Kopplung zum Smartphone. Daher gelten Smartwatches allgemein eher als nette, aber eben optionale Erweiterung eines Smartphones, aber noch nicht als Must-Have.

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