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Microsoft: Surface und Office boomen, Windows Phone ist irrelevant

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Microsoft2012Noch vor einem Jahr konnte Microsofts Quartalsbilanz recht einfach mit „Microsoft verkauft mehr Smartphones und Tablets“ zusammengefasst werden. Beide Bereiche spielten zwar keine große, aber immerhin eine wahrnehmbare Rolle. Im Laufe des vierten Quartals 2015, das für den Konzern das zweite Quartal des Fiskaljahres 2016 darstellt, hat sich aber einiges geändert. Nicht nur, dass sich die hohen Erwartungen an Windows 10 nicht erfüllt haben, auch das Geschäft mit Smartphones verlief alles andere als positiv.

Nach 10,5 Millionen abgesetzten Geräten zwischen Oktober und Dezember 2014 konnten im gleichen Zeitraum 2015 nur noch 4,5 Millionen ausgeliefert werden. Gleichzeitig wurden weltweit geschätzte 400 Millionen Smartphones abgesetzt, Microsofts Marktanteil läge damit bei gerade einmal 1,125 %. Einen Grund für den Absturz nennt Microsoft nicht. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die beiden neuen Modelle Lumia 950 und Lumia 950 XL erst im Laufe des Quartals verfügbar wurden und eine eventuell hohe Nachfrage deshalb keinen großen Einfluss auf die Zahlen hatte.

Allerdings verdichten sich auch die Gerüchte, dass die Führungsetage der Redmonder kein gesteigertes Interesse mehr an Smartphones hat. Das Lumia 650 als Hoffnungsträger für die Mittelklasse soll schon vor dem MWC gezeigt werden, die Lumia-Abteilung den Surface-kollegen zugeschlagen werden. Ob man dann gemeinsam am beinahe schon mythischen Surface Phone arbeiten wird, ist eines der aktuell größten Rätsel innerhalb der Branche. Marketing-Chef Chris Capossela wurde Ende Dezember zwar nicht konkret, deutete aber immerhin an, dass Apps wichtiger als neue Hardware wären. Dass Windows Phone respektive Windows 10 Mobile deshalb tot sind, wie The Verge es formuliert, darf aber stark bezweifelt werden. Denn trotz alledem konnte Microsoft das Quartal insgesamt zufriedenstellend abschließen.

Umsatz und Nettogewinn gingen zwar um etwa 10 und 15 % auf 23,796 und 4,998 Milliarden US-Dollar zurück, in den inzwischen für das Unternehmen wichtigen Bereichen Office 365 und Cloud wurden jedoch hohe Wachstumsraten erzielt. Währungsbereinigt stiegen die Umsätze mit dem Office-Abo um 70 %, die Zahl der privaten Abonnenten kletterte auf 20,6 Millionen. Zulegen konnten auch der Bereich Surface – plus 29 % – sowie das Werbegeschäft in Suchmaschinen; hier lag der Bruttozuwachs bei 21 %. Der Verkauf von Windows-Lizenzen an Hardware-Hersteller ging hingegen um 5 % zurück. Zwar betont man, dass man damit immer noch besser als der PC-Markt in Summe abschneiden würde, die erwartete schnelle Umstellung von älteren Windows-Versionen auf da aktuelle Windows 10 dürfte aber klar ausgebleiben sein. Ähnliches hatten Marktforscher bereits vor zwei Wochen verkündet.

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