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Mark Zuckerberg wird Vater und spendet 99 % seiner Facebook-Aktien

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facebook 2015 2Im August kündigte Mark Zuckerberg die Schwangerschaft seiner Frau Priscilla Chan an und gab bekannt, dass sie in den vergangenen Jahren bereits drei Fehlgeburten gehabt habe. Nun hat es endlich geklappt. Der 31-Jähre verkündete in einem 2.200 Wörter langen offenen Brief auf Facebook die Geburt seiner Tochter Max. Zuckerberg und Priscilla lernten sich vor zwölf Jahren auf einer Party an der Elite-Universität Harvard kennen und heirateten direkt nach dem milliardenschweren Börsengang von Facebook im Mai 2012. Nun will der Facebook-Chef eine Auszeit von zwei Monaten nehmen.

Der Brief ist allerdings nicht nur an die Öffentlichkeit gerichtet, sondern auch an das neue Familienmitglied. „Liebe Max, deiner Mutter und mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, welche Hoffnung du uns für die Zukunft geben wirst. Dein neues Leben ist voller Versprechen, und wir hoffen, dass du glücklich und gesund sein wirst, damit du es vollständig genießen kannst. Du hast uns bereits einen Grund gegeben, um über die Welt zu reflektieren in der du lebst. Wie alle Eltern wollen wir, dass du in einer besseren Welt aufwachsen wirst als wir es heute tun.“ So beginnt Zuckerberg seinen offenen Brief. Zuckerberg und Chan wollen hier ihren Teil dazu beitragen und gründeten deswegen eine Stiftung.

facebook chef ist vater geworden k
Die frisch gebackenen Eltern: Mark Zuckerberg und Ehefrau Priscilla Chan

Mit der „Chan Zuckerberg Initiative“ wollen die frischgebackenen Eltern sich um eine bessere Bildung kümmern und gleichzeitig den Kampf gegen Krankheiten stärken. Im Fokus stehen der Kampf gegen Armut und Hunger. Hierfür wird Zuckerberg 99 % seiner Facebook-Aktien spenden, die fast das gesamte Vermögen des Gründers ausmachen. Zuckerberg hält rund 420 Millionen Aktien – beim aktuellen Börsenkurs von fast 110 US-Dollar entspricht dies einem Wert von über 45 Milliarden US-Dollar. Die Aktien sollen allerdings nicht auf einmal in die neu gegründete Stiftung fließen. In einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC kündigte man an, in den kommenden drei Jahren Aktien im Wert von jeweils maximal einer Milliarde abzustoßen. Die Mehrheit der Stimmrechte werde Zuckerberg aber auch in „absehbarer Zukunft“ behalten. Nach dem Börsengang hält der Facebook-Gründer rund 15 %, die Aktien haben jedoch ein zehn Mal größeres Stimmrecht als die von gewöhnlichen Anteilseignern.

Damit schließen Zuckerberg und Chan endgültig zu den vermögenden Prominenten auf, die in der Vergangenheit einen Großteil ihres Vermögen für gute Zwecke spendeten. In den vergangenen Jahren hatten im Rahmen der „The Giving Pledge“-Kampagne US-Milliardäre wie Warren Buffet, Bill Gates, George Lucas und Michael Bloomberg einen Großteil ihres Vermögens gespendet. Für Zuckerberg und Chan ist die Stiftung jedoch nicht die erste Spende. Schon in den vergangenen Jahren wurden mehrere Millionen Facebook-Aktien für wohltätige Einrichtungen gespendet. Auch das Schulsystem im US-Bundesstaat New Jersey hatte man mit 100 Millionen US-Dollar unterstützt.

Der Post auf Facebook wurde bereits über 150.000 Mal geteilt und zählt mehr als 950.000 Likes. Zu Wort gemeldet hatten sich in den Kommentaren unter anderem Melinda Gates, Sheryl Sandberg, Shakira oder Arianna Huffington.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 24.03.2008
Heidelberg
Moderator
A glorious mess!
Beiträge: 4845
Schöne Aktion. Wenn ich soviel Kohle hätte, würde ich das ebenfalls so handhaben ;)
#2
Registriert seit: 17.09.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 378
@Brainorg,

das ist keine schöne Aktion sondern ein weiterer schäbiger Schritt in den Neofeudalismus.

Wer mit seinem Geld etwas gutes tun will soll es tun, gerade das passiert hier aber erstmal nicht. Durch den Transfer in eine Stiftung werden der Allgemeinheit, hier den US Bürgern, Steuern auf anfallende Gewinnne vorenthalten. Mit diesen Steuern wird grundsätzlich bereits Gutes getan und zwar nach einer demokratischen Verteilung.
Er enthält der Allgemeinheit ihren Anteil vor, was ist daran gut? Was die Stiftung dann wirklich tut steht auf einem anderen Blatt, das ist aber bei weitem nicht immer so Positiv wie dargestellt. Dazu, wie hier ja angerissen, die Mehrheit der Stimmrechte behält er, wie natürlich auch die Stiftung, es ist also keine echte Spende, es ist ein Steuersparmodell.
#3
Registriert seit: 26.04.2015

Bootsmann
Beiträge: 698
Da muss ich Havac recht geben, hier wird dann mit dem Geld nur das gemacht, was ein gewisser Herr Zuckerberg für richtig und wichtig hält und das so etwas nicht unbedingt im Interesse der Allgemeinheit ist, ist hier fast schon eher die Regel als die Ausnahme.
Gerade das Thema Bildung ist sehr kritisch zu sehen, wenn hier von einer einzelnen Privatperson sehr viel Einflussnahme möglich ist. Wenn der Herr Zuckerberg (dies gilt auch für alle anderen), wirklich so sehr etwas gutes tun will, sollte er doch mal damit anfangen, seine Steuern zu zahlen (sowohl privat als auch geschäftlich - wie jeder von uns aus der Unter- und Mittelschicht) und DANN, von dem was übrig bleibt, seine Stiftung aufbauen (oder auch nicht, alleine mit den Steuern wäre schon genug Menschen geholfen - Aber dafür kann man sich ja nicht feiern lassen).

Darüber hinaus ist es bisher auch eine blose Ankündigung, ohne Rechtliche Verpflichtung, daran halten sich dann viele, sobald es aus den Medien raus ist auch gerne nicht mehr, weil gefeiert wurde man ja schon.

PS: Auch werden solche Stiftungen ganz gerne dazu benutzt, eigene politische Ziele umzusetzen (gerade wenn es dabei um "Bildung" geht).
#4
customavatars/avatar19026_1.gif
Registriert seit: 05.02.2005
^^ Blägg Forrescht ^^
Admiral
Beiträge: 25237
Mark Zuckerberg und seine Spende, die gar keine ist - manager magazin
#5
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3668
Lustig wie noch Leute glauben, aß es etwas geschenkt gibt.... .
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