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Jim Keller verlässt AMD

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AMD Logo 2013Auch bei Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern, kann der eine den Unterschied ausmachen. Jim Keller ist sicherlich ein solcher Mitarbeiter, der auch eher im Hintergrund wirkt und nicht allen bekannt ist. Erst kürzlich gab AMD bekannt, dass man mit einer Neustrukturierung und der Radeon Technologies Group hinsichtlich der GPU-Architekturen zurück zu alter Stärke möchte. Kopf der Radeon Technologies Group ist Raja Koduri.

Bei den Prozessoren ist die Entwicklung bei AMD sicherlich mit dem Namen Jim Keller verknüpft. Eben dieser Jim Keller verließ zum 18. September das Unternehmen, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Erst 2012 kehrte er zu von Apple zu AMD zurück und zeichnet sich seither maßgeblich für die Entwicklung der Zen-Architektur verantwortlich, die in der 2. Jahreshälfte 2016 erscheinen soll. Ob die Entwicklung bereits vollständig abgeschlossen ist oder ob Keller noch offene Baustellen lässt, kommuniziert AMD nicht.

Es ist nicht der erste Weggang von Jim Keller bei AMD. Die Athlon- und Athlon-64-Prozessoren bzw. K7- und K8-Architekturen wurden unter seiner Leitung entwickelt. Sie sorgen für die Hochphase in der Unternehmensgeschichte von AMD. Der Einfluss ist aber auch über AMD hinaus spürbar. Keller war an der Entwicklung der x86-64 Instruktionen beteiligt, die noch heute in allen x86-Architekturen verwendet werden. Bei Apple entwickelte er die A4- und A5-SoCs und legte damit sicherlich auch hier den Grundstein für die Entwicklung bis zum aktuellen A9 im iPhone 6S (Plus).

Um die Frage um die offene Entwicklung der Zen-Architektur zu beantworten: Üblicherweise sind die Entwicklungszyklen bei solchen Architekturen mit vier Jahren und mehr zu bemessen. Zen sollte also weitestgehend fertig entwickelt sein. Die Fertigung der Prozessoren ist ein anderes Thema, direkt daran beteiligt wäre Jim Keller aber ohnehin nicht gewesen. Der Verlust für AMD dürfte sich bei den Zen-Prozessoren also in Grenzen halten. Schon anders sieht dies sicherlich für alles aus, was nach Zen geplant war und ist. Laut AMD hat die aktuelle Roadmap aber noch immer Bestand.

Vorläufig soll Mark Papermaster die Leitung der CPU Architektur Gruppe übernehmen. AMD dürfte sich aber in der Suche nach einem Nachfolger befinden, allerdings kann AMD derzeit nicht derart kommunizieren, wie man gerne möchte. Grund hierfür ist das bald endende fiskalische 3. Quartal. In diesem Zeitraum dürfen bestimmte Aussagen nicht getätigt werden, die Einfluss auf den Börsenkurs haben könnten. Am 14. Oktober will AMD die Zahlen bekanntgeben und dann wird man sicherlich auch weitere Informationen zum Weggang von Jim Keller verkünden.

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