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IAA: Audi und Porsche zeigen neue Elektrofahrzeug-Konzepte

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iaa 2015Die Internationale Automobil Ausstellung wird in den kommenden Tagen in Frankfurt ihre Tore öffnen. Einmal mehr nutzen die Hersteller die Chance ihre Ansprüche am Markt der Elektromobilität zu unterstreichen. Gerade den deutschen Automobilkonzernen wird hier eine gewisse Schläfrigkeit nachgesagt, während Hersteller wie Toyota aus Japan und Tesla in den USA hier bereits ihre Absatzmärkte gefunden haben - wenngleich auf noch immer vergleichsweise niedrigem Niveau.

Die zahlreichen Neuvorstellungen mit Hybrid-Motoren wollen wir dabei zunächst einmal nicht weiter beachten und konzentrieren uns auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge. Audi präsentierte auf der Volkswagen-Pressekonferenz das e-tron Quattro Concept. Dabei handelt es sich um einen rein elektrischen SUV, der von Audi als eine Art Benchmark im aktuellen Entwicklungsprozess gesehen wird. Im Frühjahr präsentierte man den Audi R8 e-tron, dessen Reichweite bei 450 km liegen soll. Die Elektromotoren des R8 e-tron leisten 455 PS bei 920 Nm. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft er in 3,9 Sekunden.

Bildergalerie - Audi e-tron Quattro Concept
Bildergalerie - Audi e-tron Quattro Concept

Das e-tron Quattro Concept soll auf bis zu 500 km kommen. Angetrieben wird es von drei Elektromotoren mit einer Leistung von 370 kW / 500 PS, die besonders effizient arbeiten sollen. Zur Effizienz gehören auch eine OLED-Beleuchtung sowie ein Kühlsystem, das auch hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Klimaanlage neue Maßstäbe setzen soll. Die Kühlung der Akkus sowie die Heizung und Klimaanlage sind nach dem Antrieb die größten Verbraucher in solch einem Fahrzeug.

Weitere Details zum e-tron Quattro Concept gibt es noch nicht. Die eigene Pressekonferenz wird aber ebenfalls heute stattfinden und vielleicht werden dann weitere technische Details bekannt. Unwahrscheinlich ist, dass das e-tron Quattro Concept in dieser Form auf den Markt kommen wird. 2018 will Audi aber mit solchen Modellen aufwarten können.

Porsche Mission E

Unter dem Mutterkonzern Volkswagen zeigte auch Porsche auf der Pressekonferenz seine rein elektrische Konzeptstudie Mission E. Auch bei Porsche sind Hybrid-Antriebe keine Neuheit, aber natürlich noch immer eine Seltenheit. Das Konzept Mission E will den Weg in die Zukunft bei Porsche bereiten.

Die Leistungsdaten sprechen sicherlich für sich: Porsche verspricht eine Leistung von 600 PS und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter 3,5 s. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeriegelt. Selbst bei sportlicher Fahrweise, wobei dieser Begriff sicherlich sehr dehnbar ist, soll das Konzept Mission E eine Reichweite von 500 km vorweisen können.

Bildergalerie - Porsche Mission E
Bildergalerie - Porsche Mission E

Offenbar möchte Porsche den Viersitzer in ähnlicher Form auch auf den Markt bringen. Ein konkretes Modell oder eine anderweitige Ankündigung gibt es aber noch nicht. Der Preis für die Topausstattung soll bei weit über 100.000 Euro liegen. Leistungsdaten und Preis lassen sich also durchaus mit einem Tesla Model S P85D mit 700 PS vergleichen. Auch beim Lademechanismus möchte Porsche aufgeschlossen haben. So sollen 80 Prozent des Akkus in 15 Minuten aufgeladen werden, wenn das Porsche Turbo Charging-System verwendet wird. Hier ist bei einer Spannung von 800 V durchaus eine Parallele zu den Tesla Supercharger zu finden.

Neben dem rein elektrischen Antrieb strotzt Porsches Mission E von weiteren Features. Dazu gehören zahlreiche Displays, eine OLED-Beleuchtung und ein Eye-Tracking, das erkennen soll, ob der Fahrer Verkehrshinweise wahrgenommen hat oder nicht. Eine weitere Sensorik soll erkennen, in welchem Gemütszustand sich der Fahrer befindet. Zusammen mit der Fahrstrecke bzw. dem Streckenprofil, der Geschwindigkeit und den Beschleunigungskräften lässt sich daraus ein interessantes Profil erstellen.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10724
Während andere schon am Markt teilnehmen bringen Audi und Co eine Studie nach der anderen.
Die sollten lieber sehen, dass sie einen A4 oder A3 marktkreif hinbekommen, statt sich mit Conceptautos aufzuhalten.
#2
Registriert seit: 15.09.2009

Leutnant zur See
Beiträge: 1153
Es gab doch einen elektro R8.

Warum müssen die Kisten immer so hässlich und Öko aussehen?
#3
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Registriert seit: 05.04.2010
MEK
Stabsgefreiter
Beiträge: 288
Von der Optik mal abgesehen sind das doch dauernd nur dicke Luxuskarossen die mit Elektro angeboten werden, ist bei Tesla ja nicht anders.
Ein reines Elektrofahrzeug das sich die breite Masse leisten kann und zudem auch alltagstauglich ist wäre mal sinnvoll (und damit meine ich nicht solche Krücken wie den Renault Twizy).
Zudem sollten alle Hersteller so langsam mal an einheitlichen Standards arbeiten, anstatt wieder solche proprietären Lösungen wie das Porsche Turbo Charging-System zu entwickeln. Ich seh es schon vor mir... 2030 haben wir dann zwar vielleicht mal vernünftige E-Autos, dafür aber dann Ladestationen mit drölfzig verschiedenen Super-Mega-Hyper-Turbo-Chargern, weil jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht.
#4
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11131
Zitat san3011w;23866439
dafür aber dann Ladestationen mit drölfzig verschiedenen Super-Mega-Hyper-Turbo-Chargern, weil jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht.

Schön wärs.. von den großen (deutschen Hersteller) hat bisher meines Wissens nach noch keiner ordentlich Millionen in die Hand genommen um ein Netz aus Ladestationen einzurichten. Das im Umsatz-Vergleich winzige Tesla ist ja Vorreiter.

Das ist das größte Problem das zur Zeit herrscht...

Tesla hat Mittelkalsse Fahrzeuge für 2017 in Plannung.. mal sehen.
#5
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3079
Na immerhin hat Tesla seine Patente lizenzkostenfrei für jeden veröffentlich, der Elektroautos bauen möchte. Jeder Hersteller der Welt darf ungefragt Supercharger-kompatible Ladesysteme in seine Autos verbauen, oder eigene Ladestationen entwickeln, die auch Tesla-Fahrzeuge laden können.

Bedeutet natürlich nicht zwangsläufig, dass man mit kompatiblem Anschluss einfach zum nächsten Supercharger fahren kann. Momentan muss man mit seinem Model S oder X nur parken und den Nüschel reinhängen, aber das liegt daran, dass die Supercharger-Nutzung explizit im Preis des Fahrzeugs enthalten ist. Mit dem günstigeren Model 3 wird das vielleicht nicht mehr so sein, und auch Konkurrenzunternehmen brauchen wohl entweder ein Abkommen mit Tesla, oder aber die Supercharger bekommen ein Bezahlsystem an den Säulen.
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