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Audi R8 e-tron der zweiten Generation wird auf Anfrage gebaut

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audiElektromobilität spielt eine immer wichtigere Rolle und nachdem die deutschen Autobauer fast schon als abgehängt gelten, werden die Ambitionen scheinbar dennoch inzwischen ernst genommen. Bisher sieht es nicht so aus, als können die von der deutschen Bundesregierung gemachten Ziele, bis 2020 eine Million Elektroautos und bis 2030 sechs Millionen elektrisch betriebene Fahrzeuge auf den Straßen zu haben, eingehalten werden. Einige deutsche Autobauer versuchen sich zwar an günstigen Kleinwagen, aber bisher dürfen sich der VW XL1, e-Golf, e-up! oder BMW i3 und i8 aber nicht als Erfolg feiern lassen. Aktuell deutet alles zunächst einmal daraufhin, dass Hybrid-Fahrzeuge in der Oberklasse einen wichtigen Beitrag leisten können, wenngleich dieser nicht die ambitionierten Pläne der Autobauer und Bundesregierung abdecken.

Bei Audi spielt für ein vollständig elektrisch betriebenes Fahrzeug offenbar auch die Oberklasse eine weitaus wichtigere Rolle. In der kommenden Woche wird man auf dem Genfer Autosalon die zweite Generation des R8 vorstellen. Neben verschiedenen Verbrennungsmotoren, darunter ein V10 5.2 FSI mit 610 PS soll auch ein e-tron-Modell sein. Den R8 e-tron gab es auch schon bei der erste Generation, er soll in weiten Bereich aber verbessert und damit alltagstauglicher (vor allem in Form der Reichtweite und Ladezeiten) geworden sein.

2. Generation des Audi R8
Zweite Generation des Audi R8.

Die Elektromotoren des neuen R8 e-tron leisten 455 PS bei 920 Nm. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft er in 3,9 Sekunden. Damit ist er langsamer als das schnellste Modell mit Verbrennungsmotor (der V10 5.1 FSI erreicht die 100 km/h in 3,2) und auch der Tesla Model S P85D zeigt sich mit ebenfalls 3,2 deutlich spurtstärker, dennoch sind die Beschleunigungswerte beeindruckend. Bei einer Geschwindigkeit von 250 km/h wird er elektronisch abgeriegelt.

Große Fortschritte scheint man aber bei der Batterie gemacht zu haben, denn diese speichert 92 kWh und ist in unter zwei Stunden aufgeladen. An welcher Steckdose der R8 e-tron dazu aber angeschlossen werden muss, verrät Audi nicht. Dennoch sind die Entwicklungsschritte erkennbar, denn der Vorgänger schaffte es auf nur 49 kWh und auch das Tesla Model S kommt nur auf 85 kWh. Zudem kann der Audi R8 e-tron über ein Combined Charging System (CCS) sowohl an Gleichstrom- wie auch an Wechselstromquellen aufgeladen werden. Die Reichweite des neuen Audi R8 e-tron soll bis zu 450 km betragen, wobei hier natürlich die Fahrweise eine entscheidende Rolle spielt.

Die höhere Reichweite wird auch durch eine Reduzierung des Gewichts erreicht. So kommt das mit einem Verbrennungsmotor bestückte Modell auf ein Gewicht von 1.454 kg und auch der e-tron nur nur unwesentlich schwerer sein. Audi nennt an dieser Stelle nur eine höhere elektrische Dichte von 154 Wh/kg im Vergleich zu den 84 Wh/kg des Vorgängers.

Im Laufe des Jahres soll der neue Audi R8 e-tron zu bestellen sein. Gefertigt wird er auf Anfrage, einen Preis nennt Audi nicht.

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Kommentare (18)

#9
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Oberbootsmann
Beiträge: 843
Was ich mich bei diesen E-Autos immer wieder frage ist, was macht man damit im Winter.

Ich würde mal wetten wenn man so ein Ding mit Strom heizen oder auch Sommer bei über 30° eine Klimaanlage betreiben will das dann von der Reichweite nicht mehr wirklich viel übrig bleibt.

Denn solche Geräte benötigen richtig viel Energie, erst recht eine Heizung.
#10
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 30669
Zitat hellsfoul;23228991
Warum schreibt eigentlich immer jeder Redakteur, dass die deutschen Autobauer die E-Mobilität verschlafen haben?


ZDFzoom: Fährt Auto-Deutschland vor die Wand?
#11
Registriert seit: 24.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 239
Zitat Crystexs;23229127
Was ich mich bei diesen E-Autos immer wieder frage ist, was macht man damit im Winter.

Ich würde mal wetten wenn man so ein Ding mit Strom heizen oder auch Sommer bei über 30° eine Klimaanlage betreiben will das dann von der Reichweite nicht mehr wirklich viel übrig bleibt.

Denn solche Geräte benötigen richtig viel Energie, erst recht eine Heizung.


Akku-Kapazität: 92kWh, also zum Beispiel einen 1000W Verbraucher 92 Stunden lang betreiben.
Klima / Heizung wird aber wohl eher unter den 1000W liegen, macht also nicht soooo viel prozentual.
#12
Registriert seit: 26.01.2013

Obergefreiter
Beiträge: 92
Vielleicht könnte man ja das Dach und die Motorhaube mit Solarzellen ausbauen... aber nicht das noch einer auf die Idee kommt das teil müsste nie an die Steckdose...

@hellsfoul

Ich stimme dir bis auf einen Satz völlig zu
"Geforscht wurde im Hintergrund natürlich fleissig" oder kann man das vertuscht nennen ? Wenn das erste Elektroauto schon 130 Jahre alt ist dann fragt man sich was haben die solange gemacht ?


Vergleichen wir z.b eine Uhr von vor 130 Jahren mit einer Modernen Digital Uhr... bis auf die Form gibt es keine ähnlichkeit.
Ein Fernseher gab es damals auch noch nicht , heute hat jeder eine und viele sogar in 3D.
Und vom Mondflug hat damals wahrscheinlich jeder irgendwie geträumt , aber die möglichkeit auf dem Mond Fussball zu spielen gibt es wahrscheinlich erst seit kurzem...

Aber auf die Idee zu kommen Elektromotoren mit eine Batterie zu koppeln ? ja , du muss man schon einen IQ von 300 haben, oder einfach nur sehr Naiv sein zu glauben das dort geforscht wird. (damit sprech ich dich nicht persönlich an hellsoul , es geht um die denkweise welche ich öfters höre)
#13
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Leutnant zur See
Beiträge: 1051
Lithium-Ionen-Akkus gibt es erst seit den 90ern. Vorher war die Energiedichte von Akkus völlig unbrauchbar für Autos.
Und selbst nach drei Dekaden Forschung und Entwicklung mit einem fortlaufenden Anstieg der Energiedichte braucht man heute immer noch Lithium-Ionen-Akkus mit mehreren Hundert Kg Gewicht, um eine halbwegs anständige Reichweite zu erreichen - zu einem entsprechend hohen Preis.
Das "Problem" ist einfach, daß Benzin und Diesel eine sehr hohe Energiedichte haben - 50 Kg Sprit sind aber höchstens eine handvoll Prozentanteile am Gesamtgewicht eines Autos.

Man braucht also tatsächlich keinen IQ von 300 zu haben, um zu erkennen, wieso das mit den Elektroautos bisher nichts geworden ist: Flüssige Brennstoffe zu benutzen hat das Auto schlicht viel mobiler gemacht.
#14
Registriert seit: 17.12.2011

Flottillenadmiral
Beiträge: 4362
Zitat hellsfoul;23228991
Warum schreibt eigentlich immer jeder Redakteur, dass die deutschen Autobauer die E-Mobilität verschlafen haben?
Ich denke nur an einen Vergleichstest zwischen Toyota Hybrid unf Golf Diesel. Komisch, der Golf war sparsamer. Also warum brauch ich dann den ganzen Schnickschnack?

Der Diesel ist zumindest schmutziger als der Hybrid, das auszugleichen kostet Geld. Dazu spielt Diesel außerhalb von Europa eine recht kleine Rolle.
Zitat

Eventuell sollte man sich ja doch lieber mal ans Brennstoffzellenauto wagen. Hier hat man nämlich nicht das Problem, stundenlang aufs Laden warten zu müssen. Zudem könnten wir dann nicht benötigten Windstrom gleich für die Wasserstoffproduktion nutzen.

Ziemlich blödsinnig aus Strom Wasserstoff herzustellen um dann daraus Strom herzustellen, also entweder man nimmt weiter Hubkolben oder Wankelmotoren mit Wasserstoff und spart sich die erneute Umwandlung zu Strom oder man nimmt Batterien.


Zitat
[COLOR=#000000][FONT=Verdana]nzwischen hat sich schon was getan. Aber Elektroautos sind halt nur für eine begrenzte Zielgruppe attraktiv: Nämlich Leute in der Stadt mit großem Geldbeutel.[/FONT][/COLOR]

Die Preise werden schon noch sinken, auch das Auto war am Anfang nicht für die Masse verfügbar.
Und ein Tesla schafft seine angegebenen Kilometer, wie man in mehreren Test lesen konnte und dazu fahren die meisten Deutsche im Alltag nicht weiter als die Reichweite eines E Autos ist.
#15
Registriert seit: 26.01.2013

Obergefreiter
Beiträge: 92
https://www.youtube.com/watch?v=9r1W_kbJ7Zo#t=168

oder man kauft einfach das Patent der Glühbirnen die ewig Leuchten und lässt es in der Schublade verschwinden... so ähnlich sieht es nämlich auch bei den Akkus aus , entweder man kann einfach nur Glauben das die Lobby damit nichts zu tun hat und alles nur Blödsinn ist oder man denkt etwas kritischer, genau wie die Freie Energie verschwindet alles was kein Geld einbringt in der Schublade.
#16
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Registriert seit: 23.01.2012
Dromund Kaas
Kapitän zur See
Beiträge: 3636
Man könnte auch mit E Autos genug Geld verdienen.
#17
Registriert seit: 17.12.2011

Flottillenadmiral
Beiträge: 4362
Zitat turbocor3;23232501


oder man kauft einfach das Patent der Glühbirnen die ewig Leuchten und lässt es in der Schublade verschwinden... so ähnlich sieht es nämlich auch bei den Akkus aus

Dann müsste so ein Patent aber öffentlich sein und da sowas nicht bekannt ist, wird es sowas kaum geben.
#18
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Es geht also auch anders ;-)
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