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Microsoft und Qualcomm angeblich an Chipentwickler AMD interessiert

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AMD Logo 2013Wie wohl allgemein bekannt, ist der kleine Chipentwickler aus Sunnyvale, CA finanziell nicht in der besten Situation. Während der operative Gewinn häufig gerade so über der Null kratzt, war die Gesamtbilanz in den roten Zahlen. AMD hat aktuell einen Marktwert von ca. 2 Milliarden US-Dollar, was das Unternehmen für einen Brancheninternen sowie –externen Übernahmekandidaten sehr interessant macht. Und genau so soll es nun gekommen sein: Sowohl der ARM-Chipentwickler Qualcomm als auch der Soft- und Hardwaregigant Microsoft aus Redmond sollen Interesse an AMD haben.

lisa su

AMD-CEO Dr. Lisa Su

AMD ist eigentlich für ein so kleines Unternehmen auf recht vielen Feldern unterwegs. Zum Hauptgeschäftsfeld mausert sich aktuell die Semi-Custom-Sparte, der auch die SoCs der PlayStation 4 sowie Xbox One entsprungen sind. Die reine Retail- und Server-CPU-Sparte wird immer kleiner, da Intel aktuell im margenträchtigen High-Performance-Segment die Nase vorne hat. Zusätzlich dazu gibt es bei AMD noch eine halbwegs erfolgreiche Grafiksparte, ehemals ATi, sowie einen Zweig, der Prozessoren mit ARM-Architektur entwickelt. Kürzlich erst wurde mit der AMD Radeon R9 Fury X das Gegenstück zu NVIDIAs High-End-Riege vorgestellt. Ob allgemein mit der R300-Serie wieder zuvor verlorene Marktanteile zurückerobert werden können, muss sich erst noch zeigen.

Bei der Mittelklasse scheitert es häufig an den OEMs, da die APUs eigentlich ein gutes Gesamtprodukt bieten. Allerdings werden die gut durchdachten Prozessoren oft in unvorteilhaften Konfigurationen angeboten, sodass das Gesamtprodukt nicht mehr so attraktiv für den Käufer erscheint. In einem gängigen Preisvergleich gibt es beispielsweise mehr Konfigurationen mit einem Intel Core i3 der Haswell-Generation als mit AMD Prozessoren.

Bereits vor einigen Jahren ging ein Teil AMDs an Qualcomm: Die damals noch Imageon genannte Grafiksparte für mobile Geräte. Aus dieser gehen die heutigen Adreno-Grafikeinheiten hervor (Anagramm zu Radeon). Aber egal wer AMD übernimmt, mit der Übernahme würde ein neuer Geldfluss kommen und im klassischen PC-Markt stünde Intel wieder ein finanziell stärkerer Gegner entgegen.

Übrigens würden die x86-Lizenzen bei einer Übernahme, auch wenn es im Vertrag so steht, nicht erlöschen. Da das gesamte Konstrukt nämlich ein Cross-Licensing-Abkommen ist, würde Intel gleichzeitig die Lizenz an vielen anderen Technologien verlieren, die heute aus x86-Prozessoren nicht mehr wegzudenken sind: Allen voran AMD64.

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