1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Allgemein
  6. >
  7. Wirtschaft
  8. >
  9. Google soll morgen mit eigenem Mobilfunkangebot in den USA starten (Update)

Google soll morgen mit eigenem Mobilfunkangebot in den USA starten (Update)

Veröffentlicht am: von

google fiBereits im Januar berichtete das Wall Street Journal, dass Google in den USA den Start eines eigenen Mobilfunkangebotes plane. Noch unklar aber war bisher, wie genau das Angebot aussehen werde und welche Geräte das Angebot werden nutzen können. Erneut hat das Wall Street Journal dazu einige Informationen. Bereits am 23. April, also morgen, will Google das entsprechende Angebot ankündigen.

Google wird dabei keine Hardware für den Aufbau des Mobilfunknetzes aufstellen. Vielmehr wird man ein virtueller Mobilfunkanbieter, der die bestehende Infrastruktur anderer Anbieter verwendet. Als Partner hat Google dazu offenbar T-Mobile und Sprint auserkoren. Allerdings wird das Angebot nicht gleich breit gestreut starten, sondern beschränkt sich alleine schon bei der Auswahl der Hardware auf das Nexus 6. Der Wechsel zwischen dem Mobilfunknetz von T-Mobile und Sprint erfolgt automatisch, je nachdem welches Netz gerade das bessere ist.

Weitestgehend unklar war und ist bisher noch, wie das Angebot an Tarifen aussehen wird. Laut dem WSJ versucht Google hier einen eigenen Ansatz und rechnet nur das Datenvolumen pro Monat ab. Genauer gesagt soll der Kunde auch nur das Datenvolumen bezahlen, das er auch wirklich verbraucht hat. Unklar ist dabei aber noch, in welchen Größeneinheiten und Volumenschritten die Abrechnung erfolgen soll. Damit möglichst alle Aktivitäten auch über das Datenvolumen und nicht die klassischen Telefonservices (Telefongespräche und SMS) laufen, routet Google (wenn die Verbindungsqualität dies zulässt) alle Anrufe und die Datennutzung über die eigenen Datenverbindung oder verfügbare WLAN-Netzwerke. Genaue Details zum Angebot stehen aber wie gesagt noch aus und werden zur morgigen Ankündigung seitens Google erwartet.

Ein Einstieg und ein solches Angebot von Google soll vermutlich vor allem dazu führen, dass die etablierten Mobilfunkanbieter aufgeweckt werden und der recht statischen Markt wiederbelebt wird. Auch Apple werden bereits seit Jahren entsprechende Ambitionen nachgesagt. Google versucht sich bei der Versorgung aber auch in einem eigenen Glasfasernetz, welches in einigen wenigen Städten in den USA verfügbar ist und auch eine Internetversorgung via Höhenballons steht in den Startlöchern.

Update:

Google hat das Projekt Fi nun offiziell angekündigt. Darin arbeitet man mit Sprint und T-Mobile zusammen, um den oben erwähnten Service anbieten zu können. Mit dem Projekt Fi will Google vor allem die Zusammenarbeit zwischen WLAN-Netzwerken und Mobilfunknetzwerken erproben und verbessern. Daher auch die enge Bindung an das Nexus 6 bzw. die darauf befindliche Software. Das eigene Betriebssystem muss ebenso abgestimmt werden, wie die Hardware oder die Dienste der Mobilfunkanbieter. Besonders wichtig ist dabei das Handover beim Wechsel zwischen den Netzen, egal ob nun zwischen LTE und LTE oder WLAN zu LTE und umgekehrt. In offenen WLAN-Hotspots stellt Google die Sicherheit der Daten über eine verschlüsselte Verbindung sicher. Die technischen Hintergründe erläutert Google auf seiner Produktseite.

Google Projekt Fi
Google Projekt Fi

Ebenfalls aufgehoben werden soll die Bindung der Telefonnummer an eine SIM-Karte oder ein Telefon. Die eigene Telefonnummer wird zukünftig an das Google-Konto gebunden und kann mit dem Account auch auf andere Geräte wechseln. Welche Möglichkeiten sich daraus ergeben und wo die Vorteile für den Benutzer liegen sollen, beschreibt Google ebenfalls auf seiner Produktseite.

Bei den Tarifen geht Google ebenfalls eigene Wege. Für 20 US-Dollar im Monat bekommt der Kunde alle Basis-Features wie Gespräche, SMS, WiFi-Tethering und ein optionales Roaming in 120 Ländern. Datendienste rechnet Google mit 10 US-Dollar pro GB ab. 1 GB kosten also 10 US-Dollar, 2 GB werden für 20 US-Dollar angeboten, 3 GB kosten 30 US-Dollar usw. Da sich der eigenen Datenverbrauch nicht immer abschätzen lässt, bezahlt man auch nur das Datenvolumen, das wirklich verbraucht wurde. Werden von 3 GB also nur 1,4 GB verwendet, bekommt der Kunde die 16 US-Dollar für das nicht genutzte Datenvolumen zurück. Auch zu den Tarifen hat Google eine eigene Produktseite erstellt.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Robert-Koch-Institut: Neues Informations-Dashboard zum Coronavirus

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORONA-VIRUS

    In der heutigen Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts hat der Präsident Prof. Lothar H. Wieler ein neues Informations-Dashboard zur übersichtlichen Darstellung der Datenlange angekündigt. Dieses Dashboard ist seit heute morgen online und kann unter http://www.esri.de/corona... [mehr]

  • Nach Share-Online ist nun auch Openload vom Netz

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/OPENLOAD

    Verletzung von Urheberrechten sind kein Kavalierdelikt und das Verbreiten von geschütztem Material wird zum Teil mit hohen Strafen belegt. In den vergangenen Jahren haben vor allem Filehoster zur Verteilung von urheberrechtlich geschützten Inhalten beigetragen, doch mit Share-Online.biz konnte... [mehr]

  • Bilder zeigen Vernichtung von Retouren im Amazon-Lager in Winsen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMAZON

    Seit einigen Monaten tauchen immer wieder Berichte auf, dass große Online-Händler zurückgeschickte Waren vernichten. Dies sei teilweise günstiger als den Zustand zu prüfen und die Produkte wieder zum Verkauf anzubieten. Laut dem neusten Bericht von Greenpeace soll vor allem Amazon große... [mehr]

  • Saturn und Mediamarkt feiern "Black Weekend"

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDIA_MARKT

    Seit Freitagmorgen ist auch im Mediamarkt bzw. im Saturn das große "Black Weekend" gestartet. Sowohl in den Märkten vor Ort als auch im Onlineshop erwartet die Schnäppchenjäger noch bis Sonntag, den 1. Dezember eine Vielzahl von reduzierten Artikeln.  Im Mediamarkt lässt sich unter... [mehr]

  • Mehrwertsteuersenkung: Alle Infos zu den Plänen von Saturn, Media Markt und...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDIA_MARKT

    Offiziell gilt die Mehrwertsteuersenkung aufgrund der Corona-Pandemie erst ab dem 1. Juli und endet am 31. Dezember 2020. Allerdings gibt der Lebensmitteldiscounter Lidl die verringerte MwSt. schon jetzt an seine Kunden weiter. Das hat den Stein ins Rollen gebracht und immer mehr Unternehmen... [mehr]

  • Möglicher Skandal beim Apple-Zulieferer Foxconn

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/IPHONE_11_TEASER

    Wie jetzt einem Bericht von Taiwan News zu entnehmen ist, sollen Foxconn-Manager rund drei Jahre lang illegal iPhones hergestellt und vertrieben haben. Besagte Geräte wurden mit Komponenten produziert, die als Ausschuss galten und nicht der normalen Produktion zugeführt wurden. Insgesamt... [mehr]