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BMW produziert nicht genügend Hybrid-Fahrzeuge

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bmwAuf einer Pressekonferenz hat sich BMW erstmals ausführlicher zu den Verkaufszahlen seiner Hybrid-Fahrzeuge i3 und i8 geäußert. Auch wenn die deutsche Politik ambitionierte Ziele für die Elektromobilität verkündet hat und die Industrie diese weit verfehlt, hält man bei BMW an den selbstgesteckten Zielen fest. Besonders stark scheint dabei die Nachfrage nach dem i3 zu sein, der sich in Ländern wie Norwegen und dem US-Bundesstaat Kalifornien aufgrund staatlicher Förderprojekte besonders gut verkauft. Teilweise werden hier die Steuern komplett erlassen, was den Preis der Fahrzeuge deutlich attraktiver macht.

BMW i8
BMW i8

Seit der ersten Auslieferung im Sommer 2014 hat BMW 1.741 i8 ausgeliefert. Aufgrund der Nachfrage habe man die Produktionskapazitäten verdoppelt und könne aktuell 20 Autos pro Tag im Werk in Leipzig fertigen. Aktuell reiche aber auch dies nicht aus und so ist die Wartezeit inzwischen auf 4,5 Monate angewachsen. Alleine schon aufgrund des Preises verkauft sich der i3 deutlich besser, spricht aber auch eine andere Zielgruppe an. 16.052 BMW i3 wurden bisher ausgeliefert und eine Großzahl eben in starke Märkte wie Norwegen, die USA und China.

Der Vergleich zur Konkurrenz stellt sich wie folgt dar: Tesla konnte im vergangenen Jahr 35.000 Model S an den Mann bringen und zur gleichen Zeit verkaufte Chevy 19.000 Volt, der in Deutschland als Opel Ampera geführt wird. Die asiatischen Autobauer sind gewohnt stark und so konnte Nissan alleine 30.000 Modelle seines Leaf verkaufen.

BMW i8
BMW i8

Um den Absatz weiter anzukurbeln sieht sich BMW natürlich primär selbst in der Pflicht und mit den beiden i-Modellen haben man bereits viel gelernt. Vor 2020 sollen aber keine neuen Elektrofahrzeuge erscheinen, allenfalls weitere Plug-in-Hybridableger für die klassische Modellpalette stellte man in Aussicht. Zusätzlichen Schwung erhofft sich BMW auch von der eigenen Mietflotte DriveNow. Diese startet in London und soll im Mai auf San Francisco ausgeweitet werden. Für den Juli stehen dann die deutschen Städte Berlin, Hamburg und München auf dem Plan.

Hintergrund zum Antrieb des BMW i8 und i3

BMW verwendet im BMW i8 einen sogenannten Hybrid-Antrieb. Dieser vereint einen Elektroantrieb mit einem Verbrennungsmotor. An der Vorderachse befindet sich der Elektromotor mit 96 kW (131 PS). Die Hinterachse wird dagegen von einem TwinPower Turbo 1,5-Liter-3-Zylinder-Benzinmotor mit 170 kW (231 PS) angetrieben und leistet ein Drehmoment von bis zu 320 Nm. Zusammen beschleunigen die beiden Motoren den BMW i8 in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. BMW gibt einen Verbrauch von nur 2,1 l auf 100 km - dies gilt aber sicherlich nur bei extrem bewusster Fahrweise. Der niedrige Verbrauch wird nicht nur durch den Antrieb erreicht, sondern auch durch die Verwendung von Karbon als Karosserie-Material und durch das aerodynamische Design. Die Gesamtreichweite wird von BMW mit bis zu 600 km angegeben.

BMW i8
BMW i8

Im Vergleich zum i8 verwendet der i3 nur Elektromotoren und kommt damit auf eine Leistung von 125 kW (170 PS) und ein Drehmoment von 250 Nm. Von 0 auf 60 km/h beschleunigt der BMW i3 in unter vier Sekunden, die 100 km/h sind in nur 7,2 Sekunden erreicht. BMW gibt eine Reichweite von bis zu 160 km an - per Reichweitenextender sollen bis zu 300 km möglich sein. Dabei handelt es sich wiederum um eine Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor. Dieser Reichweitenextender treibt das Fahrzeug nicht direkt an, sondern lädt die Batterien wieder auf.

Auch wenn ein BMW i8 bereits nicht mit der sonst üblichen Optik daher kommt, können auch hier noch weitere Veränderungen vorgenommen werden, wie NVIDIA auf der GPU Technology Conference zeigte. Dabei wurde ein i8 im Armaturenbrett angepasst und mit einem neuen Display-Steuermodul versehen. Eigene Erfahrungen mit dem BMW i3 konnten wir auf der letztjährigen CES in Las Vegas sammeln.

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