> > > > Bericht: Telekom erwägt Verkauf von T-Online.de an Axel Springer

Bericht: Telekom erwägt Verkauf von T-Online.de an Axel Springer

Veröffentlicht am: von

t-onlineNach Informationen der WirtschaftsWoche soll sich die Deutsche Telekom von ihrem Nachrichtenportal T-Online.de trennen wollen und über einen Verkauf an den Medienkonzern Axel Springer nachdenken. Das Portal erreichte laut IVW im November 2014 fast 375 Millionen Visits und zählt damit zu den größten Webseiten im deutschsprachigen Internet – vor dem Online-Marktplatz eBay.de oder den beiden Nachrichtenriesen Bild.de und Spiegel Online, die es im gleichen Zeitraum auf rund 294 bzw. 200 Millionen Visits brachten.

Wie die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen erfahren haben will, soll es bereits Gespräche zwischen Spitzenmanagern beider Unternehmen gegeben haben, die sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium befinden sollen. Auf Anfrage wollten sich beide Konzerne nicht äußern. Telekom-Chef Timotheus Höttges aber soll das Portal verkaufen wollen. Ob die Deutsche Telekom damit das gesamte Angebot von T-Online.de abstoßen wird, sei noch nicht endgültig entschieden. Die E-Mail-Konten von T-Online dürfte die Telekom vermutlich behalten wollen, gehören sie doch zu den meist genutzten Postfächern in Deutschland.

Dass ausgerechnet Axel Springer Interesse am Kauf von T-Online.de erwägt, ist nicht überraschend. Das Medienhaus hatte sich in den letzten Jahren vom einstigen Verlagsriesen zu einem echten Medienkonzern entwickelt, der inzwischen mehr als die Hälfte seines Umsatzes digital erwirtschaftet. Bereits im Juli 2013 trennte sich das Haus von zahlreichen, durchaus sehr umsatzträchtigen Printtiteln im Wert von fast einer Milliarde Euro. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres setzte Springer mehr als 1,3 Milliarden Euro mit Werbung um.

Dreiviertel davon entfielen auf digitale Aktivitäten wie das Rubrikengeschäft und die Vermarktung von Online-Werbung – mit T-Online.de käme ein weiteres reichweiten-starkes und vor allem profitables Portal hinzu, das mit redaktionellen Inhalten von „Bild“ und „Welt“ beliefert werden könnte, was die Nummer 1 und 3 der reichweiten-stärksten Portale miteinander verbinden würde, weshalb das Bundeskartellamt die Übernahme vermutlich gründlich überprüfen würde. Die Wettbewerbsbehörde hatte Axel Springer vor etwa zehn Jahren die Übernahme der TV-Gruppe ProSiebenSat.1 Media wegen drohender Übermacht im Werbegeschäft untersagt.

Nach Informationen von Der Spiegel erwirtschafte T-Online.de einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro und einen ein- bis zweistelligen Millionengewinn. Günstig dürfte eine Übernahme des Portals deswegen nicht werden.

Social Links

Kommentare (7)

#1
customavatars/avatar121653_1.gif
Registriert seit: 19.10.2009
NRW
Lesertest-Fluraufsicht
Beiträge: 5547
Und dann steht da genau soviel scheiße wie auf N24, die sich ja auch aufkaufen gelassen haben.
#2
customavatars/avatar154752_1.gif
Registriert seit: 04.05.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1928
Bei Spiegelonline kommt der Chefredakteur ja auch von BILD. Das hatte einen nicht gerade kleinen Einfluss auf die Nachrichtenauswahl. Nach meiner persönlichen Meinung versuchen die national konservativen Kräfte die "Hoheit" über die viel besuchten und gelesenen Nachrichtenquellen zu bekommen.
#3
Registriert seit: 25.01.2013

Oberbootsmann
Beiträge: 782
https://www.youtube.com/watch?v=tAPu3OnOSnE

sehr interessant , sollte sich jeder mal anschauen - seriöser geht es leider nicht sonst wäre das video nicht mehr aufzufinden
#4
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3643
Erst jammern wegen Werbebriefe und dann solche Umsätze ?
Srsly?
#5
Registriert seit: 18.12.2014
Wolfsburg
Gefreiter
Beiträge: 38
Telekom.....
#6
customavatars/avatar19237_1.gif
Registriert seit: 09.02.2005

Hauptgefreiter
Beiträge: 233
Häh, großer als eBay?? Verstehe ich nicht! Ist nicht der einzige Grund "t-online.de" zu besuchen sich für den Mail-Service (und andere Dienste) einzuloggen? Das wäre auch ein Grund für die vielen visits. Aber wer schaut sich denn bitte da die "Nachrichten" an? Ich meine je nach Mailanbieter werden "yahoo.de" oder "gmx.net" sich auch häufig besucht, aber das muss ja nicht heißen, dass auch nur ein visit von 20 den News gewidmet ist. Aber naja soll Springer mal ruhig ordentlich Geld dafür ausgeben, vielleicht profitiert ja unser Netz davon ;).
#7
Registriert seit: 24.11.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 4476
Was passiert dann u.a. mit dem Kundencenter? Wird dann wohl nur noch auf Telekom zur Verfügung stehen.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AMD-Grafikkarten-Hersteller VTX3D verschwindet vom Markt

Logo von VTX3D

Vor allem für AMD-Partner sind schwere Zeiten angebrochen: Während der gesamte PC-Markt mit einer weltweit schwächelnden Nachfrage zu kämpfen hat, haben es die ersten Polaris-Grafikkarten gegen NVIDIAs Pascal-Modelle nicht leicht. Zwar kann die Radeon RX 480 leistungsmäßig durchaus mit der... [mehr]

Lohnt das Mining für den Privatanwender noch?

Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

Bestimmte Grafikkartenmodelle sind schlecht verfügbar und einige Hersteller präsentieren sogar spezielle Mining-Modelle – bestes Anzeichen dafür, dass eine neue Mining-Welle anrollt. Ethereum basiert wie Bitcoins auf einer Blockchain-Technologie. Ethereum ist aber keine reine Kryptowährung,... [mehr]

Bitcoin droht der Hard Fork – Ethereum weiter auf niedrigem Kurs

Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

Bereits in der vergangenen Woche deuteten sich einige Änderungen bei den Kryptowährungen an. Nach einem wochenlangen Hoch brach der Kurs des Ether auf weit unter 200 US-Dollar ein. Die Gründe dafür sind nicht immer ersichtlich. Oftmals gibt es auch Wechselwirkungen zwischen den einzelnen... [mehr]

AMD mit guten Quartalszahlen – Vega und Naples für Q2 bestätigt (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD

AMD hat die ersten Quartalszahlen veröffentlicht, die nach dem Verkaufsstart der RYZEN-Prozessoren zusammengestellt wurden. Darin zeichnet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg beim Umsatz aus, muss bisher aber noch auf Gewinne verzichten. Weitaus wichtiger aber ist, dass AMD in seinen... [mehr]

O2: Wer bei der Hotline nicht anruft, wird mit Datenvolumen belohnt (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/O2_LOGO

O2 war in den letzten Monaten aufgrund seiner schlecht erreichbaren Hotline immer wieder in der Kritik. Kunden mussten teilweise stundenlang in der Warteschleife warten, bis sich am anderen Ende der Leitung ein Mitarbeiter meldete. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Kapazitäten... [mehr]

Amazon Drive mit unbegrenztem Speicherplatz kostet 70 Euro im Jahr

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/AMAZON

Amazon bietet ab sofort seinen Speicherdienst Drive mit unbegrenztem Speicherplatz für 70 Euro im Jahr an. Dabei kann der Kunde unbegrenzt viele Daten auf den Cloud-Service hochladen und muss auf keine Begrenzung achten. Das Angebot kann laut Amazon für drei Monate kostenlos getestet werden –... [mehr]