1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Allgemein
  6. >
  7. Wirtschaft
  8. >
  9. Google News stellt in Spanien aufgrund von Gebühren den Dienst ein

Google News stellt in Spanien aufgrund von Gebühren den Dienst ein

Veröffentlicht am: von

ParagraphDas Leistungsschutzrecht begleitet uns schon eine Weile seit Inkrafttreten des dazugehörigen Gesetzes im Sommer. Inzwischen haben die unter der VG-Media vereinten Verlage eingesehen, dass selbst nach einem Jahr Säbelrasseln, der Bitte nach Aufschub der Umsetzung bei Google sowie der Erkenntnis, dass dieser Kampf wohl so nicht zu gewinnen ist, das System hinter dem Leistungsschutzrecht neu überdacht werden muss, da sonst ernsthafte Konsequenzen für die Online-Auftritte drohen. Doch dieser Kampf wird uns in Deutschland wohl noch etwas begleiten, denn anstatt ihre Fehler einzugestehen, sucht die VG-Media nach Umwegen, beispielsweise über das Kartellrecht, um die eigenen Interessen - seien sie auch noch zu absurd - durchzusetzen.

In Belgien mussten die Verlage dies bereits schmerzhaft erfahren, denn nach einer ähnlichen Umsetzung wie dem Leistungsschutzrecht schaltete Google seinen News-Dienst kurzerhand ab. Nach nur kurzer Zeit zogen die Verlage ihre Forderungen daraufhin zurück und Google führte alle Online-Auftritte wieder in der gewohnten Form. Auch der Springer-Verlag hat bereits Zahlen veröffentlicht, die auf einen deutlichen Einbruch bei den Suchanfragen hindeuten, wenn Google ernst macht. Daher auch der Ansatz über das Kartellamt durch die VG-Media. Doch das Kartellamt sieht derzeit keinen Handlungsgrund.

Auch in Spanien haben die Verlage ein Gesetz erwirkt, welches Betreibern von Suchmaschinen eine Gebühr abverlangt, die an die Verlage und Autoren gezahlt werden müssen. Ab dem 1. Januar 2015 sollte dieses in Kraft treten. Zum 16. Dezember hat Google nun angekündigt, den News-Dienst einzustellen - analog zum Vorgehen in Belgien. Die Regelung betrifft aber auch hier nicht die normale Suche, sondern ausschließlich den News-Aggregator Google-News. Der drastische Schritte Seitens Google erklärt sich dadurch, dass die Regelung der Vergütung bereits ab dem ersten Wort greift. In Deutschland gibt es eine Regelung, die zumindest Textausschnitte komplette Überschriften erlaubt, ohne dass das Leistungsschutzrecht greifen würde.

Google bietet den Verlagen Autoren in Spanien derzeit an, sie weiterhin in einen News-Index aufzunehmen. Viele nehmen das Angebot offenbar auch dankbar an, denn über die Suche und solche News-Indizes werden den News und Artikeln zahlreiche Leser zugespült, die sonst vielleicht nicht den Weg dorthin gefunden hätten. Die Durchsetzung des Gesetztes ist ähnlich der Methode zum Leistungsschutzrecht in Deutschland. Kleine Interessensgruppen wirken einen derartigen Druck auf die Politik aus, dass offenkundig wenig erfolgreiche und sinnvolle Gesetze dennoch den Weg durch die Instanzen finden, dann aber letztendlich an der Praxis scheitern. Keine Regierung wird Google vorschreiben können, seinen News-Dienst weiter zu betreiben, wenn Gebühren anfallen; egal ob damit eine Drohung der Zerschlagung oder Kartellrechtsfragen einher gehen.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Robert-Koch-Institut: Neues Informations-Dashboard zum Coronavirus

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORONA-VIRUS

    In der heutigen Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts hat der Präsident Prof. Lothar H. Wieler ein neues Informations-Dashboard zur übersichtlichen Darstellung der Datenlange angekündigt. Dieses Dashboard ist seit heute morgen online und kann unter http://www.esri.de/corona... [mehr]

  • Nach Share-Online ist nun auch Openload vom Netz

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/OPENLOAD

    Verletzung von Urheberrechten sind kein Kavalierdelikt und das Verbreiten von geschütztem Material wird zum Teil mit hohen Strafen belegt. In den vergangenen Jahren haben vor allem Filehoster zur Verteilung von urheberrechtlich geschützten Inhalten beigetragen, doch mit Share-Online.biz konnte... [mehr]

  • Bilder zeigen Vernichtung von Retouren im Amazon-Lager in Winsen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMAZON

    Seit einigen Monaten tauchen immer wieder Berichte auf, dass große Online-Händler zurückgeschickte Waren vernichten. Dies sei teilweise günstiger als den Zustand zu prüfen und die Produkte wieder zum Verkauf anzubieten. Laut dem neusten Bericht von Greenpeace soll vor allem Amazon große... [mehr]

  • Mehrwertsteuersenkung: Alle Infos zu den Plänen von Saturn, Media Markt und...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDIA_MARKT

    Offiziell gilt die Mehrwertsteuersenkung aufgrund der Corona-Pandemie erst ab dem 1. Juli und endet am 31. Dezember 2020. Allerdings gibt der Lebensmitteldiscounter Lidl die verringerte MwSt. schon jetzt an seine Kunden weiter. Das hat den Stein ins Rollen gebracht und immer mehr Unternehmen... [mehr]

  • Saturn und Mediamarkt feiern "Black Weekend"

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDIA_MARKT

    Seit Freitagmorgen ist auch im Mediamarkt bzw. im Saturn das große "Black Weekend" gestartet. Sowohl in den Märkten vor Ort als auch im Onlineshop erwartet die Schnäppchenjäger noch bis Sonntag, den 1. Dezember eine Vielzahl von reduzierten Artikeln.  Im Mediamarkt lässt sich unter... [mehr]

  • Möglicher Skandal beim Apple-Zulieferer Foxconn

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/IPHONE_11_TEASER

    Wie jetzt einem Bericht von Taiwan News zu entnehmen ist, sollen Foxconn-Manager rund drei Jahre lang illegal iPhones hergestellt und vertrieben haben. Besagte Geräte wurden mit Komponenten produziert, die als Ausschuss galten und nicht der normalen Produktion zugeführt wurden. Insgesamt... [mehr]