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Tim Cook: Apple Pay schon jetzt ein Erfolg, die Apple Watch muss täglich geladen werden

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apple logoKaum eine Diskussionsplattform mit IT-Bezug wird derart beachtet wie die D Conferences, die mittlerweile unter dem Titel WSJD stattfindet. Entsprechend hochkarätig ist die Liste an Teilnehmern, mit Apple-Chef Tim Cook hatte dabei eine der wohl wichtigsten Figuren in der vergangenen Nacht die Gelegenheit, Stellung zu beziehen.

Apple Pay ist schon jetzt ein Erfolg

Viel Neues war jedoch nicht zu erfahren, dafür ging er jedoch auf einige bekannte Neuheiten ein - so unter anderem auf Apple Pay. Das seit einigen Tagen in den USA verfügbare Bezahlsystem ist Cook zufolge bereits jetzt das erfolgreichste seiner Art - trotz einiger Probleme zum Start. Laut den Partnern MasterCard und Visa hätte es kein Konkurrent geschafft, so schnell so viele Nutzer zu gewinnen. Allein nach den ersten 72 Stunden hätten sich mehr als eine Millionen Menschen für den Dienst angemeldet. Vermutlich auch, weil einige teilnehmende Banken den Start mit Rabattaktionen und Gutscheinen begleiten.

Angesprochen auf das Verhalten einiger Supermarkt- und Drogerieketten, die Apple Pay nicht unterstützen wollen, verwies Cook auf die Kundenbindung. Langfristig betrachtet würden nur die Händler erfolgreich sein, die Rücksicht auf die Bedürfnisse ihrer Kunden nehmen würden. Seiner Meinung nach würde jedoch kein anderes mobiles Bezahlsystem derart viel Komfort und Sicherheit wie Apple Pay bieten. Der Apple-Chef verwies dabei erneut indirekt auf Google: „Wir wollen nicht wissen was du kaufst, wir sammeln keine Daten, wir sind nicht Big Brother.

Die Apple Watch bietet wohl konkurrenzfähige Laufzeiten

Thema war aber auch die Apple Watch. Noch immer sind zahlreiche Fragen zur ersten Smartwatch aus Cupertino unbeantwortet, vor allem in Hinblick auf konkrete technische Details. Zumindest in Sachen Akkulaufzeit dürfte nun aber Klarheit herrschen. Denn Cook zufolge würden die Menschen die Uhr am Ende so häufig nutzen, dass täglich geladen werden müsse. Bedeutet im Umkehrschluss: Bei mäßiger Nutzung dürfte die Laufzeit bei eineinhalb bis zwei Tagen und damit auf dem Niveau der wichtigsten Konkurrenten liegen.

Erfrischend direkt ging der Manager auf die Frage nach dem Aus des iPod Classic ein. Fans hatten das Ende des Players, der in seiner ersten Fassung bereits 2007 auf den Markt kam, kritisiert, Cook zufolge habe man aber gar keine anderen Möglichkeit als das Einstellen der Produktion gehabt. Denn es sei schlicht nicht mehr möglich gewesen, einige für die Herstellung erforderliche Komponenten zu beschaffen. Gleichzeitig wäre eine neue Version jedoch nicht wirtschaftlich gewesen. Ein Blick auf die iPod-Verkaufszahlen der vergangenen Monate belegt dies.

Kommt der Apple-Fernseher doch noch?

Am Ende nicht fehlen durfte die Frage nach den TV-Ambitionen des Unternehmens. Zwar ist es mittlerweile um den eigenen Fernseher ruhig geworden, doch in regelmäßigen Abständen tauchen noch immer Gerüchte rund um ein neues Produkt in diesem Bereich auf. Cook selbst blieb nebulös und beschrieb das Streaming von Filmen und Serien als die Zukunft. Er verwies dabei auf den US-Markt, auf dem immer mehr Zuschauer auf die klassischen Kabel-Anbieter verzichten würden. Entsprechend könnte es in absehbarer Zeit einige Veränderungen geben. Ob Apple dies für den Start eines neuen Produktes nutzen würde, ließ Cook offen, seiner Formulierung zufolge dürfte aber zumindest eine neue Version der Settop-Box Apple TV zu erwarten sein.