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Apple macht weitere Schulden in Milliardenhöhe

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apple logoWie die Süddeutsche Zeitung am Nachmittag berichtet, hat sich Apple erneut am Kapitalmarkt Geld besorgt. Nachdem sich der US-Konzern bereits im letzten Jahr 17 Milliarden US-Dollar durch Anleihen geliehen hatte, nahm man jetzt mit dem Verkauf zusätzlicher Anleihen weitere 12 Milliarden US-Dollar ein – umgerechnet immerhin rund 8,7 Milliarden Euro.

Apple will das Geld dafür verwenden, um seinen Aktionären ein dickes Geschenk zu machen. Pro Aktie will Apple-Chef Tim Cook als Quartalsdividende 11,26 US-Dollar an seine Anteilseigner verteilen und gleichzeitig Aktien im Gesamtvolumen von 60 bis 90 Milliarden US-Dollar als sogenannten „Capital Return“ zurückkaufen. Das gab man in der vergangenen Woche im Rahmen der Bekanntgabe seiner neuesten Quartalszahlen bekannt. Insgesamt soll Apple hierfür rund 130 Milliarden US-Dollar flüssiges Geld benötigen.

An dieses will Apple nun zu einem Teil über die Anleihen-Verkäufe kommen, obwohl man inzwischen über 150 Milliarden US-Dollar an Barreserven verfügt. Für Apple ist die Aufnahme eines Kredites wohl billiger, als die Bargeldreserven aus dem Ausland anzuzapfen und drohende Steuern in Milliardenhöhe zu bezahlen. Die Tageszeitung nennt hier fällige Steuern in Höhe von 30 Prozent.

In Anbetracht der niedrigen Zinsen auf dem Geldmarkt ein wohl lohnenswerter Schritt für Apple.

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Kommentare (19)

#10
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Oberbootsmann
Beiträge: 787
"Pro Aktie will Apple-Chef Tim Cook als Quartalsdividende 11,26 US-Dollar an seine Anteilseigner verteilen"

Die Quartalsdividende wurde von 3,05$ auf 3,29$ heraufgesetzt, macht 11,3 Mrd.$ im Jahr.

"Insgesamt soll Apple hierfür rund 130 Milliarden US-Dollar flüssiges Geld benötigen."

Das schließt alle 14 Dividendenzahlungen von Mitte 2012 bis Ende 2015 ein, sowie das ebenfalls seit 2012 laufende Aktienrückkaufprogramm.
Dabei teilen sich die genannten 130 Mrd.$ in 40 Mrd.$ Dividende und 90 Mrd.$ Aktienrückkaufprogramm und ausstehend davon sind noch zwischen 60 und 65 Mrd.$.
Denen stehen Gewinne von ca. 75 Mrd.$ gegenüber - das ganze Programm verlangsamt also nur die Zunahme der (Netto-)Rücklagen...


"Doppelt fies, denn durch die Rückzahlungen der Kredite wird Apple auch in der Zukunft keine Gewinne in den VSA versteuern müssen"

Unsinn, gewinnmindernd sind die Zinszahlungen.
Die hätten bspw. die Steuern der letzten 12 Monate nicht einmal von 13,2 auf 13,1 Mrd.$ gesenkt.
#11
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Registriert seit: 20.10.2006
non paged area
Kapitän zur See
Beiträge: 3802
Ich zitiere mal Alec Empire vor einigen Jahren:

A: In den 80ern wurde mit Synthesizern nur Sc§3?5e gebaut.
B: Es muss einfach wieder mehr gewaltätiges Potenzial im Volk entstehen.
#12
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Registriert seit: 21.03.2005
Berlin
Rīgarider
Beiträge: 28886
Nette Kommentare, nur frage ich mich doch, wie man so etwas zukünftig ändern könnte.

Weltweiter Handelsraum? Will niemand, ist auch nicht realistisch.

(Straf)steuern wenn man billiges Geld im Ausland hortet? Auch nicht so klug, genau deswegen ist Apple in der Situation.

Apple verpflichten Gewinne immer in den USA zu versteuern? Da wird sich der deutsche Fiskus bedanken.

Auf die Politik schimpfen ist einfach, Lösungen finden eher nicht.
#13
Registriert seit: 02.07.2013

Banned
Beiträge: 888
@Berlinrider: Dem deutschen Fiskus wäre das scheißegal, weil Apple auch hier KEINE Steuern zahlt.
Eine einfache Lösung wäre eine Zerschlagung solcher Konzerne und zwar in die einzelnen Landesteile - dann bekommt jeder Staat den Anteil an Steuern, der ihm aufgrund des Standortes zusteht - Konzerne die das nicht wollen, steht es dann jederzeit frei, Steuern auch so zu zahlen.
Das ganze könnten wir zB auch als EU gemeinsam machen, auch gegen den Willen des Völkerrechtsbrechenden Staates USA.
Das ganze scheitert lediglich am Willen unserer Firmenvertreter (altdeutsch Volksvertreter).

Von daher kann ich mich nur dem Zitat das k3im gebracht hat anschließen, unsere Politiker verteidigen nur noch ihr korruptes System (egal welche Partei).
#14
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Registriert seit: 26.10.2011
Landkreis Oder-Spree
Bootsmann
Beiträge: 567
Das Grundproblem ist doch nicht die Regierung (die wir demokratisch gewählt haben) sondern meiner Meinung nach eher unser Verhältniss zum Geld.
Das ist doch der Mittelpunkt unseres Lebens, Geld machen. Quasi Die alles verbindende Religion. Aber das Geld selbst hat auch keine Schuld.
Nur wir, die nie genug kriegen, immer mehr wollen und ständig unzufrieden sind, mit dem was wir haben.
Mehr Geld bedeutet - besser. Wer viel verdient, hat es ,,geschafft''. Das ist allgemein gültig, von Buxdehude bis Kapstadt.
Aus dem System kommen wir nicht mehr raus. Wir sind das System.
#15
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Zitat RevoX81;22154434
Alles wird kontrolliert und reguliert...nur die Politiker nicht.


Doch wir Bürger ihr müsst halt andere Wählen, aber nein es wird immer die gleiche Partei gewählt.
#16
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10675
Zitat Rollensatz;22154385
beschwert euch doch nicht über die Unternehmen die keine/kaum Steuern zahlen, beschwert euch bei den Menschen die diese Verfahren erlauben. Und wer erlaubt das?

Die Politik! Sie schafft die Rahmenbedingungen für ein Unternehmen.

Lobbyarbeit in Verb. mit Politiker ist eine explosive Mischung.


Solange die Unternehmen über Lobbyisten die Politik in der Hand haben braucht man sich über die Politiker nicht beschweren. Die bräuchte man garnicht.. sollen sich die Unternehmen doch direkt Stimmrechte kaufen - per Auktion an den Höchstbietenden. Dann wäre das ganze wenigstens Transparent...
#17
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Registriert seit: 21.03.2005
Berlin
Rīgarider
Beiträge: 28886
Ich muss mich entschuldigen, anscheinend werden Antworten auf diese News gerade nicht mehr automatisch freigeschaltet. Dies ist keine Zensur unsererseits, wir haben anscheinend Probleme mit dem CMS oder der DB.

Zitat
Eine einfache Lösung wäre eine Zerschlagung solcher Konzerne und zwar in die einzelnen Landesteile


Also gibt es in Deutschland kein iPhone mehr, weil das von Apple USA kommt? Und kein Google Nexus? Und ... eigentlich fast gar nichts mehr.

Oder soll Apple Deutschland das iPhone von Apple USA kaufen? Sie könnten es für 700 Dollar kaufen und für 600 verkaufen. Steuern in Deutschland damit = Null. Man könnte natürlich eine Schutzsteuer erheben. Aber wärst du bereit nochmal 30% mehr als der Amerikaner zu zahlen?

Nebenbei bemerkt: Apple ist in Deutschland mit der "Apple Retail Germany GmbH" aktiv. Was willst du da zerschlagen?
#18
Registriert seit: 24.01.2010
Bielefeld
Stabsgefreiter
Beiträge: 303
Was hier schon wieder gequatscht wird von gewaltigtaetigen Potenzial im Volk soll entstehen und der ganze andere Quark. Ob irgendwann schon einmal irgendetwas mit Gewalt funktioniert hat. Nehmen wir mal Deutschland. Weimar Republik...hat nicht funktioniert. Warum? Gewalttätige Gruppen von links und von rechts haben solange drauf eingeprügelt bis nix mehr ging. Und dann kam der grosse Fuhrer... . Hat ja gut funktioniert, mit der Gewalt. Oder schauen wir uns mal den Kommunismus an. UdSSR, DDR etc. Funktionierte ja sogut das man seine Bürger einsperren musste. Und komme mir keiner mit NSA etc. Wenn man in der DDR mal etwas gegen die SpitzeSystem gesagt zum Nachbarn war man in Bautzen. Also labert nicht irgendeinen Schmarn! Schaltet eurer Hirn einmal ein und guck euch mal die Folgen von Gewalt und instabilen oder auch stabilen totalitären Regimen bzw Systemen an. Einfach mal in die Geschichte schauen. Oder mal nach Afrika Asien. In China knallen sie jedes Jahr mehrere Tausend Menschen ab
Dann verschachern sie die Organe. Nur ein Beispiel für eine andre Art System. Kotz, ich koennte mich aufregen.
#19
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Registriert seit: 01.07.2005
Taunus
Korvettenkapitän
Beiträge: 2517
Jetzt verteidigen die Apple-Jünger schon, wie sie als Bürger vom Propheten über den Tisch gezogen werden. :lol:
Ein einfacher Ansatz wäre, die Steuern abhängig vom Umsatz auf Basis des sog. Country-by-Country Reporting zu erheben. Aber Steuerexperten wie Apple, IKEA, Starbucks und wie die Schmarotzer alle heißen, werden das schon zu verhindern wissen.
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