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Meg Whitman ersetzt Léo Apotheker als CEO bei HP

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hp_neuGanz im Sinne der bisherigen Entwicklungen bei HP, ging es am Ende ganz schnell. Erst am Mittwoch machten Gerüchte die Runde, dass der glücklose Léo Apotheker als CEO von Hewlett-Packard abgelöst werden könnte. Am Donnerstag war es dann nach Börsenschluss soweit. Während Léo Apotheker von seinem Posten als CEO und Präsident zurück trat, wurde die seit acht Monaten im Verwaltungsrat von HP sitzende Meg Whitman als Nachfolgerin bestimmt.

Apotheker war nach einem, ebenfalls unrühmlichen, Abgang bei SAP - wo er angeblich kein Vertrauen mehr bei Kunden und Mitarbeitern genoss - im November 2010 zum CEO bei HP bestimmt worden. Dort ersetzte er Mark Hurd, der zwar geschäftlich erfolgreich war, jedoch über eine eigene Affäre stolperte. So wurden ihm von einer ehemaligen externen Mitarbeiterin sexuelle Belästigung und Geheimnisverrat angelastet. Diese Vorwürfe wurden außergerichtlich mit einem Vergleich beigelegt, jedoch warf ihm der Verwaltungsrat falsche Spesenabrechnungen für Essen mit eben jener Mitarbeiterin vor. Woraufhin Hurd zurück trat und zu Oracle ging.

Ende Februar 2011 musste HP verkünden, dass man die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen werde. Seit dem fiel der Aktienkurs stetig, bis er nach dem mittlerweile berüchtigten Strategiewechsel endgültig am Boden lag. Danach war HP auch nicht in der Lage das Vertrauen in diese neue Strategie herzustellen. Begleitet wurde Apothekers Abstieg mit einer enormen Kapitalvernichtung, nach dem der Kurs circa 50 % gegenüber seinem Höchststand im Februar verloren hat.

Um das Vertrauen der Märkte wieder herzustellen, setzt man nun auf die ehemalige eBay-Managerin Margaret C. Whitman - besser bekannt als Meg Whitman. Diese hatte in den zehn Jahren bei eBay aus einem Unternehmen mit 34 Mitarbeitern einen der größten Internetkonzerne gemacht. Im Jahr 2008 trat sie von ihrem Posten als CEO zurück und trat 2010 bei der Wahl zum Gouverneur von Kalifornien für die amerikanischen Demokraten an. Trotz 141 Millionen US-Dollar die sie in den Wahlkampf investierte, verlor sie gegen den republikanischen Kandidaten. Dieses Jahr trat sie dem Verwaltungsrat von HP bei.

Die Mitteilung von HP liest sich für Apotheker vernichtend. Auch wenn man "Léos" Bemühungen schätze, seien für den Posten des HP CEO nun zusätzliche Attribute nötig, um die Konzernstrategie umzusetzen. Whitman habe sowohl die "richtigen operativen und kommunikativen Fähigkeiten, als auch die Führungsqualitäten um eine verbesserte Leitung und finanzielle Performance abzuliefern". Nach acht Monaten im Verwaltungsrat habe sie ein "solides Verständnis der HP-Produkte und -Märkte".

Aus der Mitteilung wird aber auch deutlich, dass man nicht vor hat, den eingeschlagenen Kurs zu ändern. Diesen hatte Apotheker als CEO zwar zu vertreten, doch die Strategie wurde nicht von ihm alleine bestimmt. Scheinbar in der Hoffnung die Börse zu besänftigen, hat man hier ein Opfer gebracht, ohne aber an dem eingeschlagenen Kurs selbst Korrekturen vorzunehmen. Ob nun wieder Ruhe bei HP einkehrt, hängt auch ganz entscheidend vom HP-Verwaltungsrat ab, der immerhin schon den dritten Konzernchef in sechs Jahren verschlissen hat. Zudem muss die begonnene Strategie nun auch richtige Konturen annehmen, um die Finanzmärkte zu überzeugen. Der gestern im Zuge der Gerüchte um zehn Prozent gestiegen Aktienkurs fiel im Laufe des Tages wieder fast auf das Ausgangsniveau zurück.

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 05.11.2007
Neckar-Odenwald Kreis
Kapitän zur See
Beiträge: 3289
Und wie viel Geld steckt der liebe Apotheker noch zusätzlich als Abfindung ein? Wird ja bestimmt nicht umsonst gegangen worden sein.

Mal schauen, welche Firma er als nächstes kaputt macht.
#2
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Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1044
HP hat sich selbst kaputt gemacht. Ich frage mich, wer auf die Ochsenidee gekommen ist, die PC-Sparte rauszukicken - als Marktführer! Dell wird sich freuen. Aber es scheint so, als wenn so langsam alles gemächlich den Bach runtergeht. Bei AMD haut ein leitender Ingenieur ab, NV bekommt seinen Desktop-Bereich nicht mehr in den Griff, die Bulli-CPUs scheinen noch 3/4 Prototypen zu sein... und oben drauf kommt ne fette Kaufkrafteinbuße dank der findigen Geldverbrennungsmaschinerie unserer Börsianer.
Nur Intel scheint es gut zu gehen... und Apple.

Mir wäre es lieber, wenn der CPU und GPU-Markt von Innovationen und konkurrenzfähigen Produkten durchzogen ist, aber wenn das so weiter geht, kippen bald ein paar führende Firmen aus den Latschen und dann gibts n Monopol von Intel. :-(
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