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Sharp statt Samsung: Apple will 1,3 Milliarden Dollar in Displayfabrik investieren

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apple_logoDas Verhältnis zwischen Samsung und Apple ist ohne jede Frage angespannt. In den Bereichen Smartphones und Tablets liefert man sich einen erbitterten Kampf um Marktanteile. Dabei greift man auch zu härteren Bandagen, in dem man sich gegenseitig verklagt, den Verkauf des Konkurrenzprodukts versucht zu verhindern und scheinbar auch fragwürdigen Mittel nutzt, um den Konkurrenten einzubremsen. Jedoch ist Samsung auch Lieferant für viele Bauteile in Apples Produkte und Apple einer der wichtigsten Kunden für Displays, Speicherchips und Prozessoren von Samsung. Derzeit können die Kalifornier nicht ohne die Koreaner und auch für Samsung würde ein erheblicher Teil seines Geschäfts wegbrechen. Um sich aus der Abhängigkeit zu lösen, scheint Apple nun im Bereich der Displays bei der Konkurrenz von Sharp zu investieren.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Apple 1,3 Milliarden US-Dollar in eine derzeit stillstehende Displayfabrik von Sharp im japanischen Kameyama investieren wolle. Bisher hatte man dort kleinere LCD-Fernseher hergestellt, welche aber aufgrund eines Überangebots unter einem enormen Preisdruck stehen und damit nicht mit Gewinn herzustellen waren. Dagegen ist der immer noch boomende Smartphone- und Tabletmarkt sehr profitabel. Die Fabrik selbst wird Anfang 2012 wieder anfangen Displays herzustellen und dabei vor allem für Apple produzieren. Angesichts der kolportierten Verschiebung des iPad 3, aufgrund des noch nicht zu einem angemessenen Preis von Sharp verfügbaren Displays, ist zumindest ein stärkeres Engagement von Apple auch nicht völlig überraschend. Den koreanischen Konkurrenten LG und Samsung hat man dagegen eine noch nicht ausreichende Qualität attestiert.

Ein kompletter Verlust von Apple als wichtigsten Kunden würde Samsung einigermaßen hart treffen. Apple hingegen hat mit über 70 Milliarden US-Dollar an verfügbare Vermögen genügend Optionen um sich langfristig von Samsung lösen zu können. So hoffen auch die Chiphersteller Elpida und Toshiba auf mehr Aufträge von Apple, sollten sich die Beziehungen zu Samsung weiter verschlechtern. Der Streit um das Galaxy Tab von Samsung hat bereits einiges an Porzellan zerbrochen. Ob es soweit kommt ist derzeit allerdings noch Spekulation und zumindest für die kommende Gerätegeneration wird Apple wohl nicht auf Samsung verzichten können.

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