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Anonymous distanziert sich von "Operation Facebook"

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facebookNachdem gestern die Meldung durch die Presse eilte, dass das Anonymous-Kollektiv einen Angriff auf Facebook plane, hat sich heute ein anderer Teil der Aktivisten von der Aktion deutlich distanziert. Die Ankündigung Facebook zu vernichten wurde zunächst über einen Twitter-Account mit nur einer einzigen Nachricht und einem YouTube-Account ohne andere Videos veröffentlicht. Von dort aus verbreite sich die Nachricht nach und nach, bis es schließlich von den Medien aufgenommen wurde. Da Anonymous keine feste Gruppe ist und in diesem Sinne auch keine offiziellen Sprecher, kann letztendlich nahezu jeder im Namen der Hacktivisten handeln und sprechen.

Ein scheinbar ebenfalls Anonymous nahestehender Twitter-Account versucht nun den möglichen Schaden zu begrenzen. Der Angriff wäre nicht der Stil der Gruppe und der andere Account lediglich ein Fake. Es gäbe wichtigere Dinge, um die man sich kümmern müsse. Der anonyme Sprecher betont, es sei nicht Anliegen von Anonymous die Kommunikationsmittel zu zerstören, die man selber nutze. In der Vergangenheit lief die Koordinierung von gemeinsamen Angriffen auch über Facebook. Was einerseits den Vorwurf, Facebook verkaufe seine Daten an Regierungen als Bedrohung für die Gruppe nachvollziehbar machen würde, andererseits aber auch den Möglichkeiten zur spontanen Organisation schaden würde. Nicht jeder, der sich zu Anonymous rechnet, hat offenbar ein Problem mit Facebook.

Im Laufe des Tages wurden die Nachrichten aber weniger sicher. So hieß es wenige Stunden nach dem Fälschungsvorwurf, dass die Aktion durchaus von "Anons" organisiert werde, aber nicht notwendigerweise jeder bei Anonymous diesem Vorhaben zustimme. Hier zeigt sich auch einmal mehr die Ambivalenz der Hackergruppe. Welche Moralvorstellungen die Gruppe leiten, welche Ziele in Angriff genommen werden und wofür man kämpft, das steht nicht fest, jeder kann im Namen der Gruppe handeln und dabei auch Zustimmung finden. Nachdem ursprünglich die Scientology-Sekte Ziel war, so wurden später Finanzdienstleister angegriffen, die Wikileaks-Spendenkonten gesperrt hatten oder Nutzerdaten von Sony gestohlen, was zu einem wochenlangen Ausfall des Playstation Networks führte.

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