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CES Asia 2016: Drohnen, Autos, VR und AR dominieren

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ces asiaDie Aufteilung war bislang klar: Der Anfang des Jahres gehört der CES, der Sommer der Computex. Das passte auch aufgrund der unterschiedlichen Inhalte – in Las Vegas steht traditionell der Bereich Consumer Electronics im Fokus, in Taipeh eher Komponenten. Daran soll sich zumindest vorerst nichts ändern, eine Garantie für den Erfolg der Computex ist das aber nicht. Denn zum zweiten Mal versucht die hinter der CES stehende Consumer Technology Association sich an einem Ableger unmittelbar vor dem Konkurrenten.

Unternehmen aus dem Komponentenbereich fehlen auch bei der diesjährigen Ausgabe der CES Asia, doch so mancher Aussteller mit anderem Schwerpunkt spricht ganz offen davon, künftig eher nach Shanghai als nach Taipeh zu fliegen. Nicht nur, weil man damit dichter am wichtigen Markt China ist, sondern auch aufgrund der Trends, die die CTA scheinbar früher aufgreift. Deshalb verwundert es nicht, dass vor allem drei Bereiche dominieren: Autos, Drohnen und VR/AR.

Ersterer leidet anders als die CES in Las Vegas zwar unter fehlenden Neuheiten, dafür gewährten diverse Unternehmen einen vergleichsweise umfassenden Blick auf die Pläne für die kommenden Jahre in Bezug auf autonomes Fahren und die Mobilität der Zukunft. Ob nun BMW mit seinem Plan, dem Kunden auch abseits des eigenen PKWs das jeweils bestmögliche Fortbewegungsmittel anzubieten oder Mercedes-Benz mit der ausführlichen Darbietung des heute Möglichen.

Drohnen können mehr für weniger Geld

Weitaus dominanter war jedoch das Thema Drohnen. Gleich dutzende Unternehmen zeigten neue Modelle. Angefangen vom handtellergroßen Fluggerät für Einsteiger bis hin zu semiprofessionellen und professionellen Drohnen für jeden erdenklichen Einsatz. Unabhängig von der Zielgruppe ist vor allem die Preisentwicklung interessant. Diese kennt bei den neuen Modellen nur den Weg nach unten, im vergangenen Jahr noch im oberen Bereich angesiedelte Ausstattungen wurden in Shanghai nun bereits der Mittelklasse für umgerechnet 500 bis 800 Euro gezeigt.

Künftig bietet schon die untere Drohnen-Mittelklasse HD-Streaming und Flug-Assistenten
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Im Gegenzug bekommt man im Bereich knapp oberhalb von etwa 1.000 Euro nun deutlich mehr als nur 4K-Tauglichkeit oder einen Verfolgungsmodus in Kombination mit einem hohen Tempo. Ein besonderes Beispiel ist Yuneecs Typhoon H, für das auch Intel im Rahmen seiner Keynote warb. Zusätzlich zu den üblichen Sensoren verbaut Yuneec eine RealSense-Kamera, die das autonome Fliegen der Drohne ermöglicht. Andere Hersteller verweisen auf automatische Start- und Landevorgänge bereits in den unteren Preisbereichen, autonome Be- und Entlade-Funktionen für Fracht oder das einfache Einrichten von Schwärmen bestehend aus mehreren Drohnen.

Ob und wann so manch interessantes Modell seinen Weg nach Europa finden wird, war eine Frage, die nur wenige Hersteller beantworten konnten. Vor allem rechtliche Hürden für Nutzer scheinen ein Hindernis zu sein.

VR-Schwemme

Das sieht bei VR- und AR-Brillen natürlich ganz anders aus. Hier dürfte am Ende eher zu klären sein, welche die richtige ist. Angefangen von einfachen Modellen, die am ehesten mit Samsungs Gear VR zu vergleichen sind bis hin zu Studien, die durchaus als HTC Vive 2.0 oder Oculus Rift 2.0 durchgehen könnten. Dazu gehört eine von Haier entwickelte VR-Brille, in der Intels RealSense-Kamera steckt und damit die Vermischung von virtueller und „echter“ Realität ermöglicht. Statt zum Controller zu greifen, kann der Mensch beispielsweise direkt seine Hände für Interaktionen nutzen. In China soll diese Brille bereits im Juli starten, für den Rest der Welt soll es noch keine Pläne geben.

Nicht nur VR-Brillen boomen, auch AR-Modelle wurden verstärkt vorgestellt
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Aber nicht nur im Hinblick auf die VR- und AR-Hardware macht man sich Gedanken, auch Inhalte und Einsatzgebiete werden zunehmend wichtiger. An gleich mehreren Ständen wurden die verschiedensten Einsatzszenarien gezeigt. Dass es darunter auch eher frivole Ansätze sind, dürfte in der Natur des Menschen liegen; mehr als nur einmal war diese Industrie entscheidend bei der Durchsetzung neuer Standards und Technologien.

Sex sells: Das hofft zumindest so mancher Anbieter von VR-Content
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Eine überraschend kleine Rolle spielten die traditionellen Consumer-Electronics-Bereiche. Das lag auch daran, dass so manch bekanntes Unternehmen zwar als Sponsor in Erscheinung trat, auf einen eigenen Stand aber verzichtete. Andere fehlten komplett, darunter fast die gesamte Riege der chinesischen Smarthone-Hersteller. Erfreulich hingegen: Anders als die CES in Las Vegas kommt die CES Asia größtenteils ohne lustige, aber am Ende sinnlose Gadgets aus. Ob das im kommenden Jahr auch der Fall sein wird, wird sich zeigen müssen. Klar ist aber, dass der Ableger gegenüber der Computex noch aggressiver positioniert werden soll. Ein fester Platz im jährlichen Messekalender und damit zumindest mittelfristig mehr Aufmerksamkeit durch die großen Hersteller dürfte somit so gut wie sicher sein.

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