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Breitbandverband ANGA äußert sich zur Gigabitstrategie der Bundesregierung

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deutsche telekom breitband glasfaserBundesdigitalminister Dr. Volker Wissing hat heute die Eckpunkte für eine Gigabitstrategie der Bundesregierung der Öffentlichkeit vorgestellt. Aus diesem Grund wurden die Unternehmens- und Verbandschefs der deutschen TK-Branche nach Berlin geladen. 

Aus Sicht der ANGA sind insgesamt drei Punkte besonders wichtig. Dazu zählt der Ausbau neuer Netze muss schnell und effizient möglich sein. Hier ist es durch die Politik möglich, mit weiteren Vereinfachungen von Antrags- und Genehmigungsverfahren den Prozess agiler zu gestalten. Außerdem gilt es, alternative und insbesondere mindertiefe Verlegemethoden stärker zu fördern. Thomas Braun, Präsident des Breitbandverbands ANGA äußerte sich wie folgt: “Das neue TKG spricht sich klar für eine Anwendung moderner Verlegetechniken aus. Leider stoßen wir bei der Umsetzung immer wieder auf Schwierigkeiten. Hier benötigen wir dringend Unterstützung durch die Bundespolitik, um einheitliche Standards zu entwickeln und die Akzeptanz bei den Ländern und Kommunen zu fördern.

Eigenwirtschaftlicher Ausbau und staatliche Ausbauförderung müssen laut eigenen Angaben aufeinander abgestimmt werden. Präsident Braun erläuterte: “Der Einsatz von Fördermitteln tritt zunehmend in Wettbewerb mit privaten Investitionen. Hier muss die Politik durch eine sinnvolle Priorisierung der Fördergebiete gegensteuern. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Potenzialanalyse ist dafür ein gutes Mittel und sollte mit Leben gefüllt werden.“ 

Zudem fordern die Verantwortlichen das neue Recht auf Versorgung mit TK-Diensten so zu gestalten dass es den Glasfaserausbau nicht behindert. “Dieser neue Rechtsanspruch soll eine Mindestversorgung sicherstellen, damit alle Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben können. Das lässt sich schnell vor allem über drahtlose Anschlüsse realisieren. Alles andere würde dazu führen, dass die Sicherstellung der Mindestversorgung länger dauert und der flächendeckende Glasfaserausbau ins Stocken gerät“, so Thomas Braun.

Diese und weitere Forderungen hat die ANGA in einem Positionspapier zusammengestellt, das hier auf der ANGA-Webseite abrufbar ist.

Der Breitbandverband ANGA vertritt die Interessen von knapp 200 Unternehmen der deutschen Breitbandbranche. Der Verband versorgt insgesamt mehr als 20 Millionen Kunden mit Fernsehen und Breitbandinternet. Zu den Mitgliedsunternehmen des Verbandes zählen unter anderem Vodafone, Telekom Deutschland, Deutsche Glasfaser oder NetCologne.