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Weiterhin schlechte Anbindung auf dem Land: Ministerium veröffentlicht Breitbandatlas

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bundesregierungDas Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat im Rahmen seines alljährlichen Breitbandatlas, die neuen Zahlen zur Breitbandverfügbarkeit in Deutschland veröffentlicht. Der Bericht spricht dabei von einem Plus von 37 Prozentpunkten bei der Versorgung der Haushalte in Deutschland mit Gigabit-Anschlüssen sowie einen deutlichen Anstieg beim schnellen Internet mit mindestens 50 Mbit/s im ländlichen Raum.

Bundesminister Andres Scheuer ließ dazu verlauten: "Gigabit für alle - wir sind auf Kurs. Im vergangenen Jahr sind täglich fast 20.000 Haushalte mit Gigabit-Netz dazugekommen. Ende 2020 haben damit 59 Prozent der Haushalte Zugang zu ultraschnellem Internet mit 1 Gbit pro Sekunde. Das sind gut 6,6 Millionen Haushalte mehr als noch ein Jahr zuvor. Das ist ein Mega-Erfolg!"

Bei genauerem Hinsehen wird das Bild des "Mega-Erfolgs" jedoch etwas getrübt. David Zimmer, Präsident des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) und Geschäftsführer der Deutsche Glasfaser kritisierte auf der Veranstaltung VATM Virtuell am 23. März vor allem den nach wie vor sehr schleppend vorangehenden Ausbau von schnellem Internet auf dem Land. So würde die Diskrepanz zwischen den Städten und dem ländlichen Raum trotz der vielen neuen Anschlüsse nach wie vor sehr deutlich bestehen.

Auch Norbert Westfal, Sprecher der Geschäftsführung Ewe TEL äußerte sich vergangenen März kritisch zum Stand des Netzausbaus. So sei zu beachten, dass ein nicht unbedeutender Teil des Koax-Netzes lediglich aus Kupfer bestehe und dass man für echte Gigabitfähigkeit Glasfaser bis in alle Gebäude verlegen müsse.