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Irreführende Hotelbewertungen: Google zahlt 1,1 Millionen Euro Strafe

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googleDie Grande Nation und Google scheinen auch im Jahr 2021 keine Freunde zu werden. Wie jetzt bekannt wurde, hat die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF eine Strafe in Höhe von 1,1 Millionen Euro verhängt. Grund hierfür sind laut der Behörde die Hotelbewertungen von Google. 

Diese erfolgen mit Hilfe eines Systems, das auf Algorithmen basiert. Da hier jedoch eine Skala mit Sternen zum Einsatz kommt, können Verbraucher laut der DGCCRF annehmen, dass es sich bei den eingeblendeten Daten um Bewertungen des französischen Verbandes Atout handelt. Zwar nutzt Google für seine Anzeigen auch die Ergebnisse von Atout, jedoch wird die jeweilige Webseite des Hotels beim Google-Ranking berücksichtigt - was für die meisten Gäste eher zweitrangig sein dürfte. 

Das Verfahren lief bereits seit 2019. Nun hat Google einem Vergleich zugestimmt und umgeht so einem Schuldspruch. Vergleicht man die Höhe der Strafe mit Forderungen aus der Vergangenheit, ist der Suchmaschinenriese noch glimpflich davon gekommen. Im September 2019 zahlte Google aufgrund nicht korrekt deklarierter Steueraktivitäten fast eine Milliarde Euro. Auch mit der französischen Datenschutzbehörde Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés (CNIL) machte man bereits Bekanntschaft. Zuletzt musste Google hier aufgrund von Tracking-Cookies 100 Millionen Euro zahlen.

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Auch wenn die Zahlung vermeintlich gering zu sein scheint, sorgt die Arbeit der DGCCRF dafür, dass Google in Zukunft lediglich die Bewertungen von Atout einblenden wird und nicht auf undurchsichtige Algorithmen zurückgreift. Für die französischen Verbraucher kann dies sicherlich nur von Vorteil sein. Außerdem zeigt der aktuelle Fall erneut, dass die französischen Behörden vor Verfahren, die sich über Jahre hinziehen können, nicht zurückschrecken und Google somit keine Möglichkeit geben, das Ganze einfach auszusitzen.