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Vorratsdatenspeicherung in Dänemark könnte zu falschen Urteilen geführt haben

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daenemarkWie jetzt bekannt wurde hat das IT-System der Polizei in Dänemark zur Vorratsdatenspeicherung seit unglaublichen sieben Jahren fehlerhafte Daten produziert. Besagte Datensätze kamen bei unzähligen Ermittlungen und Gerichtsprozessen zum Einsatz. Der Super-GAU für die dänische Justiz ist eingetreten. Tausende von Menschen könnten zu Unrecht hinter Gittern sitzen beziehungsweise Unmengen an Kriminellen könnten dank der fehlerhaften Daten seit Jahren auf freiem Fuß sein. Obwohl die EU-Richtlinie zur massenhaften Datenspeicherung schon vor Jahren als ungültig erklärt wurden, hat dies das Land Dänemark bislang nicht dazu bewogen von einer Vorratsdatenspeicherung abzusehen.

Die offizielle Begründung dazu, warum die Systeme fehlerhaft waren, sei eine falsche Konvertierung der Daten. Auch wären unzureichende Rohdaten an das System übertragen worden. Somit scheint das IT-System unter anderem Standorte mit Personen falsch verknüpft zu haben. Was natürlich bei der Strafverfolgung einen wichtigen Beweis darstellt. Es ist also denkbar, dass Personen, die sich nicht am Ort des Verbrechens befunden haben vom IT-System der Polizei ein falsches Alibi erhalten haben und umgekehrt. Laut Aussagen der dänischen Tageszeitung Berlingske sollen in einem Drittel der Fälle der letzten sieben Jahre fehlerhafte Daten zum Einsatz gekommen sein. 

Nach Angaben der dänischen Polizei ist das Problem mittlerweile behoben. Der Fehler wäre erstmals im November 2018 bemerkt worden, allerdings sah zur damaligen Zeit noch niemand einen Handlungsbedarf. Erst nachdem im Februar dieses Jahres ein weiterer Fehler bemerkt wurde reagierten die Behörden. Das offizielle Eingeständnis der Staatsanwalt zum fehlerhaften System erfolgte zudem erst im Juni 2019. 

Aktuell laufen die Untersuchungen der dänischen Behörden weiter. Auch andere Systeme werden nun überprüft. Ob Dänemark in Zukunft von der Vorratsdatenspeicherung absehen wird, bleibt abzuwarten.