Seite 2: Die obere Mittelklasse

Abseits der hochpreisigen und auf Workloads von Servern und Workstations spezialisierten Pro-Modellen gibt es mittlerweile ein breites Spektrum an HighEnd-Lösungen für den heimischen PC. Hier wird meist mit extremen sequenziellen Übertragungsraten geworben, sodass im Zusammenspiel mit sehr niedrigen Latenzen der Flaschenhals weg vom Speichermedium verschoben wird. 

Fast schon Pro: Samsung 970 EVO Plus

In unserem Kurztest zur aktuellen Samsung 970 EVO Plus konnten wir leider nicht alle Benchmarks unseres Parcours durchführen, doch das Ergebnis vor allem im Belastungstest ist eindeutig. Als verbesserte Version der 970 EVO konnte sie die Bandbreite in fast allen Tests noch ein wenig anheben, sowohl schreibend wie lesend. Dazu überzeugen fünf Jahre Garantie, 600 TB maximale Schreiblast und eine Verschlüsselung nach TCG Opal 2.0 mit 256bit AES als Sicherheitsversprechen. Der 1 GB umfassende LPDDR4-Cache wird aufgrund der TLC-Speichermodule um einen variablen SLC-Cache erweitert, der sich bereits im Test der EVO 970 als sehr effektiv erwiesen hat.

Für die Samsung 970 EVO Plus mit 1 TB an Kapazität sind aktuell etwa 190 Euro fällig. Damit ist die SSD zwar nicht als Schnäppchen zu bezeichnen, jedoch scheint der Preis gerechtfertigt zu sein. Power-User, die regelmäßig riesige Datenmengen in den Arbeitsspeicher laden wollen, kommen hier auf ihre Kosten.

Preise und Verfügbarkeit
Samsung 970 Evo Plus 1TB
199,90 Euro 229,00 Euro Ab 199,90 EUR


Verschlüsselt und schnell: Kingston KC2000

Die Kingston KC2000 hat uns in unserem Review zugegeben ziemlich überrascht. Ohne überschwängliche Werbung, sondern nüchtern mit einem guten Datenblatt meisterte sie Benchmark um Benchmark. Dabei wurde schnell deutlich, dass ihre Stärke besonders bei den sequenziellen Anwendungen liegen. Doch das wahre Highlight ermittelten wir erst zum Schluss im praxisnahen PCMark: hier lag die KC2000 nicht nur in der Spitzengruppe nahe der Pro-Modelle, sondern auch im Belastungstest konnte sie sich von der Mittelklasse absetzen und musste sich gemittelt am Ende nur der Samsung 970 EVO Plus geschlagen geben. Positiver Nebenaspekt dabei: Garantie, maximale Schreiblast und Verschlüsselungsoptionen sind bei der KC2000 zur Samsung identisch. 

Am Ende blieb also ein starker Gesamteindruck, der zwar nicht ganz an die Samsung 970 EVO Plus heranreichte, dafür aber eben auch mit aktuell etwa 160 Euro ein Stückchen günstiger ist.

Preise und Verfügbarkeit
Kingston KC2000 NVMe PCIe SSD 1TB
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 193,79 EUR


Tempo trifft Haltbarkeit: Corsair Force Series MP510

Zugegeben hätten sich an dieser Stelle einige SSDs angeboten, unsere Liste der "gehobenen Mittelklasse" abzurunden. Kein Wunder, wenn wir die Eckdaten des Speichercontrollers (Phison PS5012-E12), der Speicherbausteine (Toshiba BiCS3) und Cache-Verhalten (1GB DDR4 und SLC-Caching) vergleichen, gibt es doch gleich mehrere Modelle mit exakt dieser eingesetzten Hardware. Dennoch konnte uns alles in allem die Corsair etwas stärker überzeugen. Neben TBW-Angaben im Petabyte-Bereich sind vor allem sequenzielle Schreibraten und eben auch die realitätsnahen PCMark-Ergebnisse für den Vorzug etwa vor der PNY XLR8 CS3030 verantwortlich, auch wenn wir hier tatsächlich von relativ geringen Unterschieden sprechen. Größer ist der Abstand natürlich zu den Modellen von Samsung oder eben auch zur Kingston KC2000, doch spiegelt sich diese Differenz eben auch im Preis wieder: etwa 125 Euro für das getestete Modell mit 960 GB Kapazität sprechen für ein gutes Preisleistungsverhältnis und damit für den günstigsten Eintritt in unsere gehobene Mittelklasse.

Preise und Verfügbarkeit
Corsair Force Series MP510 960GB
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 170,12 EUR