Seite 2: Auswirkungen + Fazit

 

Die Auswirkungen

Schon beim ersten Neustart des Geräts dürfte der größte Vorteil des Umbaus auffallen: Der Boot-Vorgang geht aufgrund der höheren Übertragungsraten der SSD deutlich schneller vonstatten. Die genauen Zeiten hängen von verschiedenen Faktoren wie der verwendeten SSD, den Autostart-Programmen und Ähnlichem ab, im Test konnte die Startzeit mit ADATAs XPG SX900 jedoch von rund einer Minute auf gut 20 Sekunden reduziert werden. Aber auch beim Start von Anwendungen oder dem Öffnen großer Dateien ist das Geschwindigkeitsplus deutlich erkennbar. Aber auch Benchmarks fallen eindeutig aus: Lagen die Übertragungsraten vor dem Umbau wie eingangs erwähnt bei etwa 67 und 84 MB/s (schreiben/lesen), sind es danach rund 312 und 498 MB/s. zu beachten ist allerdings, dass die TRIM-Funktion manuell aktiviert werden muss, beispielsweise mit „TRIM Enabler“. Der Grund dafür: OS X nutzt diese TRIM nur dann automatisch, wenn die SSD als von Apple stammend erkannt wird.

benchmark
Übertragungsraten vor dem Umbau

benchmark
Übertragungsraten nach dem Umbau

Weitaus weniger klar ablesbar sind auf den ersten Blick die Vorteile der Speicherverdopplung. So kommt „Geekbench 2“ mit 4 GB Arbeitsspeicher auf eine Systemwertung von 7.444 Punkten, mit der doppelten Menge auf 7.495 Punkte, die Bewertung der reinen Speicherleistung weicht ebenfalls nur geringfügig ab, zurückzuführen vor allem auf Messtoleranzen. Allerdings wird bei der Nutzung vieler Anwendungen gleichzeitig klar, was das Aufrüsten des Arbeitsspeichers bringt. Denn der Wechsel zwischen Programmen erfolgt minimal schneller, in Bild- oder Videobearbeitungsprogrammen steigt die Leistung durch weniger Nachladen ebenfalls erkennbar.

benchmark
Vor dem Umbau

benchmark
Nach dem Umbau

Im Alltag mit E-Mails und Office, darauf muss hingewiesen werden, sind 8 GB aber nur selten als klarer Vorteil erkennbar. Zu guter Letzt: Auf die Akkulaufzeit hat der Umbau keine signifikanten Auswirkungen. Denn der Energiebedarf moderner HDDs unterscheidet sich kaum von dem großer SSDs. Allenfalls bei langen Lastphasen können sich minimale Vorteile ergeben, da die Flash-Laufwerke aufgrund der höheren Übertragungsraten schneller wieder in den Leerlauf wechseln können. Hier kann man allerdings allenfalls von wenigen Minuten sprechen, die gewonnen werden.

Fazit

Für das MacBook Pro gilt somit wie für alle Notebooks, die mit einer HDD ausgestattet sind: Der Wechsel hin zu einer SSD bringt einen spürbaren Leistungsgewinn mit sich. Das System und Programme sind schneller einsatzbereit, das Verschieben von Daten benötigt weniger Zeit und vor allem sinkt das Arbeitsgeräusch durch den Verzicht auf das mechanisch arbeitende Speichermedium. Aber auch der Austausch des Arbeitsspeichers bringt Vorteile mit sich, wenn man das MacBook für Produktivzwecke nutzt. Mit weniger als 300 Euro im aktuellen Test kann man die Lebenszeit des Mobilrechners so klar verlängern. Aber auch für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, ein MacBook Pro zu kaufen, stellt der eigenhändige Umbau eine gute Gelegenheit dar, ein wenig Geld zu sparen.

Arbeitsspeicher
8 GB RAM für mehr Leistung bei aufwändigen Aufgaben

Kosten und vergleichbare Konfigurationen ab Werk im Überblick:

  • MacBook Pro (i5 mit 2,5 GHz, 8 GB RAM, 256 GB SSD): ca. 1.700 Euro (Apple)
  • MacBook Pro Retina (i5 mit 2,5 GHz, 8 GB RAM, 256 GB SSD): ca. 1.700 Euro (Apple)