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Viel zu lernen du noch hast: Star Wars Jedi: Fallen Order angespielt

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Mit Star Wars Jedi: Fallen Order präsentiert der Publisher Electronic Arts ein Third-Person-Action-Adventure, das von der Spieleschmiede Respawn Entertainment mit der Unreal Engine 4 entwickelt wurde. Im neuesten Jedi-Abenteuer erwartet den Spieler ein storybasierter Singleplayer, der fünf Jahre nach den Ereignissen von Episode 3: Die Rache der Sith einsetzt. Auf einen zusätzlichen Multiplayer wurde bei Star Wars Jedi: Fallen Order allerdings verzichtet. Das neue Action-Adventure erinnert an das aus dem Jahr 2008 stammende Star Wars: The Force Unleashed, das unter der Federführung von LucasArts und diversen weiteren Studios entwickelt wurde. 

In Star Wars Jedi: Fallen Order übernimmt der Spieler die Rolle des ehemaligen Padawan Cal Kestis, der vom Shameless-Cast-Member Cameron Monaghan verkörpert wird. Neben seinem Lichtschwert ist der Protagonist in der Lage, von diversen Macht-Fähigkeiten Gebrauch zu machen. Sowohl das Lichtschwert an sich als auch die Macht-Skills des jungen Jedis lassen sich im weiteren Spielverlauf anpassen bzw. erweitern.

Der Spieler reist nicht alleine durch das Universum, sondern erhält dabei Unterstützung vom Droiden BD-1. Neben dem Anzeigen einer Holokarte kann der Droide den Spieler heilen und besitzt die Fähigkeit, geschwächte Droiden zu steuern oder elektrische Anlagen zu hacken. Ebenfalls hat der Spieler mithilfe von BD-1 die Möglichkeit das Terrain zu scannen. Nach einem Kampf lassen sich dabei unter anderem Datenbankeinträge ergattern. Zudem ist BD-1 imstande den Inhalt aus diversen Truhen zu bergen. Dort finden sich verschiedene Anpassungsgegenstände wie z.B. Ponchos oder Materialien, um das eigene Lichtschwert zu erweitern. Außerdem können sogenannte Geheimnisse gefunden werden. Hierbei handelt es sich um diverse Verbesserungen, wie z.B. eine Steigerung der Lebenspunkte oder des Machtvorrates. Auch die Anzahl der maximalen Heiltränke, die sich im Inventar befinden dürfen, können mit Hilfe der Geheimnisse weiter ausgebaut werden.  

Zudem ist es mit dem Raumschiff Mantis möglich, insgesamt fünf verschiedene Planeten in Star Wars Jedi: Fallen Order zu erkunden. Dabei verschlägt es den Spieler unter anderen auf den Heimatplaneten der Wookies, Kashyyyk, oder auf den Planten Zeffo. Hier wartet auf den jungen Padawan ein Eisplanet mit einem scheinbar unendlichen Höhlenkomplex. Die meisten Planeten werden im weiteren Spielverlauf vom Jedi mehrfach bereist. Die Navigation erfolgt dabei über den Holo-Tisch, auf dem sich die einzelnen Reiseziele auswählen lassen. Zunächst können jedoch lediglich drei Planeten von den Spielern erkundet werden. Erst im späteren Spielverlauf lassen sich dann die weiteren Planeten auswählen. Jedoch ist Kestis nicht in der Lage, bereits besuchte Planeten mit einer Schnellreise oder Ähnlichem anzusteuern. 

Außerdem findet sich in der Welt von Star Wars Jedi: Fallen Order eine Vielzahl von Macht-Echos wieder, bei denen Kestis neben Erfahrungspunkten auch Einblicke in die Vergangenheit erlangt. Die Macht-Echos bringen ebenfalls Erfahrungspunkte mit sich. 

Gameplay:

Insgesamt lassen sich vier unterschiedliche Schwierigkeitsgrade wählen. Dadurch gelingt es auch ungeübten Jedi-Rittern in das Star-Wars-Universum des Action-Adventures einzutauchen, ohne bereits nach einigen Treffern das Zeitliche zu segnen. Auch auf der höchsten Difficulty erwartet Kestis die gleiche Gegneranzahl wie zuvor. Jedoch unterscheiden sich die einzelnen Stufen im vom Gegner verursachten Schaden. Außerdem verringert sich das Zeitfenster, um Angriffen erfolgreich auszuweichen bzw. diese zu parieren.  

Die einzelnen Level sind zwar linear aufgebaut, jedoch gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, vom eigenen Weg abzuweichen und die Gebiete auf eigene Faust zu erkunden. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, da man schnell in einen Abgrund springen oder von einer Plattform fallen kann. Zwar ist Cal Kestis schnell wieder auf den Beinen, nichtsdestotrotz wirken sich Stürze in die Tiefe negativ auf die Lebenspunkte des Padawans aus. Sollte man sich mal in einem Terrain verlaufen haben, hilft in der Regel ein Blick auf die Karte, um wieder auf den richtigen Pfad der Jedis zu finden. Zudem erwartet die Hobby-Jedis das eine oder andere Rätsel, bei dem die Lösung alles andere als trivial ist.

Im Spielverlauf finden sich immer wieder die sogenannten Meditationspunkte. Hier ist der Spieler unter anderem dazu in der Lage, sich selbst zu heilen. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass alle Gegner nach einer erfolgten Heilung wieder respawnen. Zudem lässt sich bei den Meditationspunkten der Skillbaum aufrufen. Dort können die gewonnenen Skillpunkte (XP) in Verbesserungen der Machtfähigkeit, des Lichtschwertes sowie der Überlebenstalente investiert werden. Die genannten Skillpunkte lassen sich durch gewonnene Erfahrung generieren. Zwar ist es möglich, XP-Punkte durch das Besiegen von Gegnern zu farmen, jedoch hält sich die gewonnene XP durch das Erledigen von Kontrahenten eher in Grenzen. Sinnvoller ist es hier, die Umgebung zu erkunden und dadurch die begehrten Skillpunkte zu verdienen. 

Anpassungen am Lichtschwert können an Werkbänken vorgenommen werden. Diese wurden von den Entwicklern an diversen Stellen im Spiel platziert. Dort lässt sich unter anderem die Farbe der Jedi-Waffe anpassen. Insgesamt ist es als Vorbesteller des Action-Adventures möglich, eine von acht Farbvarianten auszuwählen. Für alle anderen beschränken sich die Wahlmöglichkeiten auf sieben Farben. Je weiter das Spiel voranschreitet, desto mehr Farben sind an der Werkbank verfügbar. 

Beim Einsatz des Lichtschwertes ist Timing alles. Laserschüsse mit einem permanenten Block abzuwehren sorgt lediglich dafür, dass der Laserstrahl zwar keinen Schaden verursacht, jedoch auch nicht auf den Gegner zurückgeworfen wird. Um den Gegner mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, muss der Block im exakten Moment erfolgen. Ebenfalls ist es möglich, dem Gegner per Tastendruck einfach auszuweichen, was sich gerade bei mehreren Gegnern als äußerst nützlich erweisen kann. 

Mit den Macht-Fähigkeiten lassen sich neben Gegnern auch Objekte manipulieren. Hier müssen zum Beispiel Rotorblätter verlangsamt werden, sodass ein gefahrloses Passieren gewährleistet ist. Mit dem Massenschub können hingegen gleich mehrere Gegner auf einmal außer Gefecht gesetzt werden, indem man diese einen Abgrund hinunter stürzt.  

Story:

Die Geschichte von Star Wars Jedi: Fallen Order beginnt auf dem Schrottplaneten Bracca. Um einen Kollegen vor dem sicheren Tod zu retten wird Cal Kestis gezwungen, seine Jedi-Fähigkeiten einzusetzen. Dies sorgt dafür, dass die Inquisitoren des Imperiums auf ihn aufmerksam werden. Es folgt eine riskante Flucht, bei dem sich der junge Padawan gegen die "zweite Schwester" behaupten muss. Letztendlich gelingt die Flucht nur mithilfe der ehemaligen Jedi Cere Junda und dem Piloten Greez Dritus. Nachdem sich Kestis auf dem Raumschiff Mantis in Sicherheit gebracht hat, stellt sich heraus, dass Junda beabsichtigt, dem Jedi-Orden wieder neuen Glanz zu verleihen. Jedoch schafft die ehemalige Jedi-Ritterin das nicht alleine, sondern benötigt dafür die Hilfe unseres Protagonisten.

Aus diesem Grund geht es weiter nach Bogano. Hier sind die Helden erstmal in Sicherheit, da der Planet auf keiner Karte verzeichnet und auch den Inquisitoren des Imperiums unbekannt ist. Dort angekommen begibt sich der junge Padawan zu einem turmartigen Gewölbe, wo sich laut Aussagen von Junda der Schlüssel zum Wiederaufbau des Jedi-Ordens befinden soll. Dabei begegnet Kestis erstmals der Droide BD-1. Im Gewölbe findet sich ein Hologramm des Jedi-Meisters Eno Cordova, der Kestis über die Zivilisation der Zeffo und über die Gräber der drei Weisen sowie die Jedi-Holocrons aufklärt. 

Somit begibt sich der junge Padawan Cal Kestis auf das große Abenteuer, die Gräber der drei Weisen zu finden und so dem Jedi-Orden wieder neues Leben einzuhauchen. 

Fazit:

Nachdem EA zu Beginn des letzten Jahres die Entwicklung des Open-World-Spiels von Star Wars eingestellt hat, kündigte der Publisher im April 2019 das beschriebene Third-Person-Action-Adventure an. Somit waren die Erwartungen hoch, ob es EA tatsächlich gelingen wird, ein Star-Wars-Spiel zu veröffentlichen, welches seinem Namen würdig ist. 

Auch wenn Star Wars Jedi: Fallen Order kein schlechtes Star-Wars-Game ist, so handelt es sich beim neuesten Streich von EA auch nicht um das beste Spiel, das im Star-Wars-Universum veröffentlicht wurde. Die großzügigen Level sorgen zwar dafür, dass sich viele Dinge rund um die Mainstory entdecken und erleben lassen, allerdings dürften gerade Gelegenheitsspieler mit dem einem oder anderen Rätsel doch etwas zu kämpfen haben. Ebenfalls ist die Orientierung für ungeübte Jedi-Ritter teilweise etwas anstrengend. Aus diesem Grund macht man gerade am Anfang vermehrt Bekanntschaft damit, wie es sich anfühlt, von Plattformen zu fallen oder ins Leere zu springen. 

Zudem könnten die Lichtschwertkämpfe und das gesamte Movement des Protagonisten flüssiger vonstattengehen. Manchmal wirkt Cal Kestis etwas hölzern und steif in seinen Bewegungen. Dies wurde selbst bei Star Wars: The Force Unleashed aus dem Jahr 2008 besser umgesetzt.  

Alles in allem lässt sich abschließend sagen, dass Star Wars Jedi: Fallen Order definitiv Spaß macht. Zwar könnte der Story etwas mehr Tiefgang nicht schaden, jedoch dürften nicht nur Star-Wars-Fans bei dem neuesten Jedi-Abenteuer gut aufgehoben sein. Hat man den Dreh erstmal raus und seinen Charakter entsprechend gelevelt, lässt sich problemlos die ein oder andere Stunde im Star-Wars-Universum verbringen. 

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