Seite 2: Technik und Simulation

Technik

Technisch gesehen leistet sich Maxis keine groben Schnitzer. Hier und da existieren ein paar Bugs, die aber nicht wirklich der Rede wert sind. Zudem wurden mit dem Day-One-Patch bereits viele Probleme aus der Welt geschafft.

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Da die Mindestanforderungen mit einem Intel Core 2 Duo mit 1,8 GHz bzw. einem AMD Athlon 64 Dualcore 4000+ sowie einer Grafikkarte der Leistung einer NVIDIA GeForce 6600 respektive einer ATi Radeon X1300 mit DirectX 9 nicht sonderlich hoch sind, dürfte das Spiel auf nahezu jedem System flüssig laufen. Dies ist natürlich auf den im Vergleich zu Sims 3 „comic-artigeren“, reduzierten Grafikstil zurückzuführen. Dieser mag gefallen, muss er aber nicht.

Eckdaten Testsystem  
Prozessor AMD FX-8350
Prozessorkühler: Cooler Master Hyper 212 Plus
Mainboard: ASUS M5A990X Evo
Arbeitsspeicher: 2 x 4 GB DDR3 Corsair Vengeance LP, 1600 MHz
2 x 2 GB DDR3 G.Skill 1600 MHz
Festplatte: Samsung Spinpoint HD130UJ 1 TB 7.200 U/min.
Grafikkarte: Sapphire AMD Radeon R9 290 Tri-X 1,1 GHz
Netzteil: Thermaltake Hamburg 530W
Betriebssystem: Windows 8.1 Update 1 Pro 64 Bit
Gehäuse: Coolermaster Force 500

Laut einer geleakten Liste vom Grafikchipspezialisten AMD sollte das Spiel eigentlich die AMD-Schnittstelle Mantle unterstützen. Jedoch ist davon weit und breit keine Spur. Ob die Unterstützung nachgeliefert wird, ist unklar. In den Einstellungen lässt sich jedenfalls nicht wie bei Thief, Battlefield 4 oder Battlefield Hardline zwischen Mantle und Direct3D wechseln.

Die Simulation

Die Lebenssimulation an sich ist sehr auf Emotionen ausgerichtet. So bekommt man permanent unten links angezeigt, wie es um das Gemüt des gerade aktiven Sims steht. Hierbei ist eine sehr große Bandbreite möglich, die sich auch innerhalb von Minuten durch diverse Geschehnisse oder Aktionen beeinflussen lässt.

So ist unser Sim direkt beschämt, wenn ein anderer das Badezimmer betritt, während er auf der Toilette sitzt. Dieses Vorkommnis löst ein Ereignis aus, welches dann in unserer „Gefühlsleiste“ eingeblendet wird. Dieses hat eine bestimmte Abklingzeit, nach der das Ereignis quasi vergessen ist. Um den Status nun wieder in einen positiveren zu wandeln, müssen wir entweder warten, bis die Abklingzeit vorüber ist, oder man versucht mit anderen Aktionen das Ereignis weniger schlimm werden zu lassen. So war es in unserem Fall möglich, mit einem anderen Sim über die Unsicherheit unseres Sims zu reden.

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Besonders bei den Gefühlen hat EA wahrlich gute Arbeit geleistet. Die Sims ändern dem Gemütszustand entsprechend ihre Gangart, die Art wie sie Aktionen durchführen (beispielsweise den Kühlschrank zuschlagen, wenn sie sauer sind) oder aber auch ihren Gesichtsausdruck. So sieht man einem anderen Sim direkt an, wie er drauf ist.

Für jeden Gemütszustand stehen übrigens andere Aktionen für den Sim bereit. Ist der Sim beispielsweise kokett drauf, so kann er kalt duschen.

Auch neu ist das ausgeklügelte Multitasking-System für die Sims. So unterhalten sich Sims, wenn sie gemeinsam am Tisch sitzen, beispielsweise mit der gesamten Gruppe anstatt mit einem einzelnen Sim und essen dabei gleichzeitig, wenn auch langsamer ihr Essen. Allerdings gibt es auch unrealistischere Situationen, in denen sich der Sim zum Beispiel seine Zähne putzt, während er die Cornflakes in der Hand hält.

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Ebenfalls unrealistisch ist das Verhalten des Spiels, wenn man mit seinem Sim einen anderen Ort bereist. Dann nämlich werden alle Bedürfnisse auf den Ausgangswert zurückgesetzt, sodass ein Sim, der beispielsweise hundemüde ist, direkt nach der Ankunft zu Hause oder an einem anderen Ort wieder normal wach ist. Apropos andere Orte. In „Die Sims 4“ stehen auf einer Karte nicht mehr so viele Orte zum Bereisen zur Verfügung wie noch beim Vorgänger. Hier hätte man zumindest stark ausbauen können, wo die Karte ja nur noch in 2D verfügbar ist.

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