Seite 3: Benchmarks: Performance

Leistungsmessung

Um die Performance der Festplatten zu bestimmen, haben wir diese an unser Testsystem angeschlossen und die Benchmarks CrystalDiskMark und HD Tune Pro ausgeführt. Im Testsystem kam ein Intel Core i7-6700K auf einem Asus Z170-Deluxe zum Einsatz.

Western Digital DC HC530

Im CrystalDiskMark erreicht die Western Digital DC HC530 (WUH721414ALE6L4) mit knapp 267 MB/s im sequentiellen Lesen und Schreiben hohe Spitzenwerte, womit die Western Digital DC HC530 noch gute 10 MB/s schneller als eine Seagate IronWolf 14 TB ist bzw. über 15 MB/s mehr als eine Toshiba MG07ACA14TE erreicht.

Bei den Transfers mit 4 KB großen Datenblöcken kann die WD DC HC530 ebenfalls eine hohe Performance zeigen. Beim Lesen von Daten mit verschiedenen Kombinationen aus Queue-Größe und Thread-Anzahl liegt die WD ungefähr gleichauf mit Seagates 14-TB-Modell bzw. ein Stück vor der Toshiba MG07ACA14TE. Beim Schreiben von 4-KB-Blöcken kann sich die WD deutlich von den von uns getesteten 14-TB-Modellen absetzen. Bei wirklich einzelnen Zugriffen (Q1T1) liegt die WD DC HC530 mit 3,4 MB/s deutlich vor der ST14000VN0008 (2,1 MB/s) und der MG07ACA14TE (1,9 MB/s). Bei den Tests mit großer Queue (Q32T1) oder einem Mix aus mehreren Threads und mittlerer Queue (Q8T8) deklassiert die WD DC HC530 mit ihren ca. 5,2 MB/s die anderen 14-TB-Modelle (ST14000VN0008: ca. 2,1 MB/s, MG07ACA14TE: ca. 1,9 MB/s) deutlich.

Ein nicht unwesentlicher Grund für die höhere Schreibperformance dürfte in dem 512 MB großen Cache Buffer liegen, der damit doppelt so groß wie üblich ausfällt. Die Lese-Performance der WD DC HC530 liegt hingegen auf einem vergleichbaren Niveau wie bei Seagates und Toshibas 14+TB-Modelle, was aufgrund der technischen Basisdaten wie Aufzeichnungsverfahren, Umdrehungsgeschwindigkeit und Platterdaten zu erwarten ist.

Mit HD Tune Pro lässt sich gut die Performance über die gesamte Festplatte visualisieren, denn bei Festplatten ist die erreichbare Transfergeschwindigkeit von der Position der gespeicherten Daten auf den Magnetplatten abhängig, d.h. die höchste Geschwindigkeit ist üblicherweise auf den äußeren Spuren der Platter zu erreichen.

Bei HD Tune Pro liegen die Spitzenwerte der Western Digital Ultrastar DC HC530 mit ca. 268 MB/s beim Lesen ein Stück unter den Werten von CrystalDiskMark. Der Mittelwert im ersten Bereich liegt bei ca. 255 MB/s. Im Innenbereich, also dem obersten Teil ihres Fassungsvermögens, ist sie dann auf das bereits bekannte Level von ca. 120 MB/s abgefallen, mit einem Minimum von 112 MB/s. Insgesamt ergibt sich eine durchschnittliche Geschwindigkeit von ca. 208 MB/s.

Beim Schreiben sieht die Situation annähernd identisch aus: Im Außenbereich werden im Peak 267 MB/s erreicht, mit einem Mittelwert von ca. 250 MB/s, welche zum Innenbereich hin auf 120 MB/s abfallen.

Bei HD Tune Pro ist die Performance beim Schreiben ungefähr gleichauf mit den Werten beim Lesen, anders als bei CrystalDiskMark. Insgesamt ist die Performance der WD DC HC530 in HD Tune Pro sehr nah dran an den Werten der Seagate IronWolf 14 TB oder der Toshiba MG07ACA14TE.

Als weiteren Benchmark haben wir ATTO Disk Benchmark verwendet, welcher die Datenübertragungsraten in Abhängigkeit von der Blockgröße der Daten ermittelt. Mit den Standardeinstellungen (256 MB, Queue Depth 4) erreicht die Western Digital Ultrastar DC HC530 ab einer Blockgröße von 8 kB ihre maximale Datenübertragungsrate von knapp 270 MB/s beim Lesen und ca. 269 MB/s beim Schreiben.

Wird die Filesize der Testdaten auf 1 GB erhöht, reduzieren sich die Werte etwas auf 262 MB/s bzw. 263 MB/s.