Seite 4: Benchmarks: Performance

Leistungsmessung

Um die Performance der Festplatten zu bestimmen, haben wir diese an unser Testsystem angeschlossen und die Benchmarks CrystalDiskMark und HD Tune Pro ausgeführt. Im Testsystem kam ein Intel Core i7-6700K auf einem Asus Z170-Deluxe zum Einsatz.

Seagate Exos X12 - ST12000NM0007

Im CrystalDiskMark erreicht die ST12000NM0007 knapp 260 MB/s im sequentiellen Schreiben und Lesen vergleichsweise hohe Spitzenwerte.

Auch mit knapp 2,5-3 MB/s im Test mit 4 kB großen Datenblöcken, mittlerer Queue-Größe und acht parallelen Threads erreicht die ST12000NM0007 einen hohen Wert, wie auch bei einem einzelnen Thread mit 4K-Zugriffen und großer Queue. Die Performance in beiden Szenarien ist fast identisch, woraus sich auf ein effizientes Laufwerks- bzw. Cache-Management schließen lässt, denn schließlich ist eine Festplatte bedingt durch den Aktuator schon rein mechanisch nur in der Lage, immer nur einen Zugriff gleichzeitig machen zu können. Bis Hersteller wie Seagate ihre Ideen hinsichtlich Multi-Aktuator-Festplatten realisieren, wird das auch so bleiben.

Bei einzelnen 4-kB-Zugriffen ohne Queue fällt die Performance beim Lesen ab, bleibt beim Schreiben aber hoch.

Mit HD Tune Pro lässt sich gut die Performance über die gesamte Festplatte visualisieren, denn bei Festplatten ist die erreichbare Transfergeschwindigkeit von der Position der gespeicherten Daten auf den Magnetplatten abhängig, d.h. die höchste Geschwindigkeit ist üblicherweise auf den äußeren Spuren der Platter zu erreichen. Wobei man sich heutzutage diesem Zusammenhang zwischen "vermeintlicher Position" und Geschwindigkeit nicht mehr immer sicher sein kann, da bei modernen HDDs in der Praxis auch das Cachemanagement und schnelle Zwischenspeicherbereiche (Media Cache) Einfluss haben kann.

Bei der ST12000NM0007 liegt diese laut HD Tune Pro wie schon bei CrystalDiskMark in Spitzenwerten bei 260 MB/s bei einem Mittelwert von um die 250 MB/s im äußeren Bereich. Im Innenbereich, also dem obersten Teil ihres Fassungsvermögens, ist sie dann auf 120 MB/s abgefallen. Insgesamt ergibt sich eine durchschnittliche Geschwindigkeit von ca. 204 MB/s.

Beim Schreiben sieht die Situation annähernd identisch aus: Im Außenbereich werden um die 250 MB/s erreicht, welche zum Innenbereich hin auf 120 MB/s abfallen.

Als weiteren Benchmark haben wir ATTO Disk Benchmark verwendet, welcher die Datenübertragungsraten in Abhängigkeit von der Blockgröße der Daten ermittelt. Mit den Standardeinstellungen (Queue Depth 4) erreicht die ST12000NM0007 ab einer Blockgröße von 8 kB ihre maximale Datenübertragungsrate von knapp 258 MB/s beim Lesen und 260 MB/s beim Schreiben.

 

Toshiba MG07ACA14TE

Die Toshiba MG07ACA14TE erreicht mit 260 MB/s beim sequentiellen Lesen wie auch beim sequentiellen Schreiben die gleichen hohen Werte wie auch die Exos X12. Beim Handling von 4K-Datenpaketen parallel in acht Threads bei mittlerer Queue-Größe erreicht die Toshiba mit 2,4 bzw. 1,9 MB/s etwas niedrigere Werte als die Seagate Exos X12. Beim Wechsel hin zum Handling von einem 4K-Thread mit großer Queue-Größe bleibt die Performance konstant, d.h. das Cache-bzw. Zugriffs-Management arbeitet auch hier effizient. Bei einzelnen Zugriffen ohne Queue erreicht die MG07ACA14TE beim Lesen mit 0,7 MB/s ungefähr die Performance der Exos X12. Beim Schreiben hingegen erreicht die Toshiba nur knapp unter 2 MB/s, also gut 2/3 der Performance der Exos X12.

Bei HD Tune Pro liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit bei um die 250 MB/s, mit einzelnen Peaks über die 260 MB/s. Im Innenbereich nahe der vollen Kapazität werden noch knapp 116 MB/s erreicht.

Beim Schreiben liegt die Peak-Performance ebenfalls im Bereich um die 250 MB/s und fällt dann entsprechend bis auf knapp 113 MB/s im Innenbereich ab.

Beim Disk Benchmark Atto erreicht die MG07ACA14TE schon bei 4 KB Blockgrößen fast ihre volle Geschwindigkeit. Bei noch größeren Datenpaketen werden bis zu 280 MB/s im Lesen und 278 MB/s im Schreiben erreicht.