Seite 3: Drobo BeyondRAID und Dashboard

Drobo BeyondRAID – das bessere System?

Das Herzstück alle Systeme von Drobo, egal ob NAS oder DAS ist das Beyond-RAID-System. Mit diesem versucht sich der Hersteller die Nachteile der klassischen RAID-Lösungen zu umgehen. Sprich: Es soll deutlich mehr Flexibilität für den Kunden geboten werden, während gleichzeitig eine enorm einfache Handhabung realisiert werden soll. 

Bei normalen RAID-Arrays, egal ob RAID 0, RAID 1 oder RAID 5 ist folgende Tatsache quasi Gesetz: Es sollten ausschließlich gleiche Festplatten zum Einsatz kommen, zumindest sollte aber die Kapazität übereinstimmen. Bei BoyondRAID ist das anders: Hier können verschiedenste Festplatten zusammen betrieben werden, ohne dass es zu Problemen kommt. In unserem Test verwendeten wir beispielsweise Festplatten, die zusammen 5,5 TB bieten (2 TB + 2 TB + 1 TB + 500 GB). Alle HDDs wurden korrekt erkannt, die nutzbare Größe lag am Ende bei 3 TB.  

Der Kapazitätsunterschied rührt daher, dass BeyondRAID ganz ähnlich einem RAID5 arbeitet. Die Daten werden „reihum“ auf den verschiedenen HDDs verteilt, zusätzlich werden Paritätsdaten hinterlegt, sodass die Daten trotz einer defekten Festplatte rekonstruiert werden können. Zusätzlich wird auch noch ein gewisser Speicherplatz vorgehalten, der benötigt wird, wenn eine Festplatte ausgetauscht wird. Ganz pauschal gesagt: Es wird immer der Platz der größten Festplatte für Paritätsdaten vorgehalten, geht also „verloren“. Bei unserem Setup fehlen passenderweise 2 TB, die zum Schutz verwendet werden.

Wer auf eine zusätzlichen Absicherung Wert legt, kann eine auch doppelte Disk-Redundanz wählen, kann dann aber verständlicherweise weniger Speicherplatz nutzen – dann arbeitet BeyondRAID ähnlich einem RAID 6. Insgesamt gibt es bei Drobos Ansatz aber sieben verschiedene Modi, deren Nutzung ganz davon abhängt, was aktuell für Festplatten genutzt werden. 

Für Nutzer, die vorab wissen möchten, welche Kapazität am Ende zur Verfügung steht: Drobo bietet auf seiner Webseite einen Kapazitäts-Rechner an

Das System von Drobo hat in der Praxis zwei große Vorteile: Wer noch einige Festplatten besitzt, kann einfach das 5D3 kaufen und loslegen, indem er die vorhandenen HDDs weiternutzt. Einen noch größeren Vorteil kann Beyond-RAID aber dann ausspielen, wenn das bereitstehende Volumen nicht mehr ausreicht: Es kann einfach eine bzw. die kleinste Festplatte entfernt werden und zusätzlich ein größeres Modell installiert werden. Das System startet automatisch mit der Wiederherstellung und schon nach einer vergleichsweise kurzen Zeit ist das System wieder einsatzbereit und bietet zusätzlich mehr Speicherplatz. Viel einfacher kann es nicht sein, den Speicherplatz in einem Multi-HDD-Array zu erweitern.

Wo Licht, da bekanntlich auch Schatten. So auch bei Drobos System-Ansatz. Es handelt sich um ein proprietäres System, man ist also auf Drobo als Anbieter angewiesen.

Das Drobo Dashboard im Überblick

Das Handling erfolgt über das Drobo Dashboard, eine Software, die für Windows und MacOS zur Verfügung steht. Eine Lösung für Linux gibt es beispielsweise nicht. Bei einem DAS ist eine solche Lösung sicherlich weniger ungewöhnlich als bei den NAS-Lösungen des Herstellers. 

Die Software ist übersichtlich gestaltet und bietet Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Neben der eigentlichen Konfiguration kann die Hardware auf diesem Wege auch überwacht werden. Im Fall eines Problems wird der Nutzer über Pop-up-Nachrichten informiert. Gleichzeitig gibt es auch die Möglichkeit die LEDs zu konfigurieren und beispielsweise etwas dunkler zu schalten.