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Samsung Portable SSD T5 im Test - schneller mit 64 Layern und USB 3.1 Gen2

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Bei der neuen Samsung Portable SSD T5 räumt Samsung mit dem größten Kritikpunkt der Vorgänger-Generation auf und bindet den externen Datenträger endlich via USB 3.1 Gen2 an. Damit sollten deutlich schnellere Datenraten möglich sein. Ob das kleine Laufwerk mit einem üppigen Speicherplatz von 2 TB in der Praxis überzeugen kann, klärt unser Test.

Nach 1 kommt 3 kommt 5. So in etwa kann der Werdegang der externen SSDs bei Samsung zusammengefasst werden. Nach dem Erstlingswerk, der Samsung Portable SSD T1 kam im letzten Frühjahr nach einem Jahr die Portable SSD T3 auf den Markt. Mit etwas Abstand folgt nun die Portable SSD T5, die teils an den Vorgänger erinnert, dabei aber in einem Detail entscheidend verbessert wurde – dem Anschlussprotokoll.

Zusammen mit der Portable SSD T5 geht zudem ein Switch auf den neuesten TLC-V-NAND einher. Die neue Generation arbeitet mit 64 Layern – bei der T3 kamen noch 48 Layer zum Einsatz. Damit lässt sich natürlich deutlich mehr Speicher auf dem gleichen Platz unterbringen. Genutzt wird diese Option von Samsung vorerst aber nicht, denn an den verfügbaren Speicherkapazitäten ändert sich nichts.

Wie das Vorgänger-Modell gibt es auch die Portable SSD T5 in vier Größen. Während das Top-Modell mit 2 TB an den Start geht, gibt es weitere Varianten mit 1 TB, 500 GB und 250 GB. Entsprechend ist es klar, dass auch die Preisspanne entsprechend groß ausfällt, denn die reicht von üppigen 849 Euro bis hin zu erschwinglichen 139 Euro. Die mittleren Modelle kosten 429 und 229 Euro. Es zeigt sich also: Sicherlich wäre eine noch größere Version der T5 dank des neuen V-NAND möglich, der Preis dürfte dann aber exorbitant ausfallen.

Das Gehäuse der Samsung T5

Kam die T1 noch mit einem Kunststoff-Gehäuse zum Kunden, änderte sich dies mit der T3, denn ein Großteil des Gehäuses bestand dort bereits aus Aluminium. Bei der T5 schließt sich nun der Kreis, denn Samsung setzt auf ein Unibody-Gehäuse aus Alu. Das Gewicht liegt bei handlichen 51 g, während die Maße von 74 x 57,3 x 10,5 mm dafür sorgen, dass die externe SSD auch problemlos in der Hosentasche Platz findet. Im Vergleich zum direkten Vorgänger ist die T5 lediglich minimal schmaler geworden, die Differenz liegt aber nicht einmal bei 1 mm.

Das Gehäuse wird in zwei Farbvarianten angeboten: Schwarz und Blau. Allerdings hat der Käufer nicht die freie Wahl. Die kleinen Modelle mit 250 und 500 GB kommen in Blau, während Schwarz den beiden High-End-Varianten vorbehalten bleibt.

Anschlusstechnisch gibt es lediglich die Typ-C-Buchse, mehr braucht es bei einem Modell wie der Samsung T5 aber auch nicht. Einzig eine kleine LED, die den Betrieb signalisiert wurde zusätzlich integriert.

Wer maximal 2 TB in der Hosentasche herumtragen möchte, der kann die Samsung T5 also problemlos mitnehmen. Noch dazu übersteht sie laut Samsung Stürze aus einer Höhe von 2 Metern – je nach Untergrund wird das Unibody-Gehäuse dann aber deutlich leiden.

Die Software der Samsung T5

Bereits bei der T3 gab es eine Software-Lösung, die auf der SSD gespeichert wurde. Samsung hat die Software überarbeitet, die grundlegende Funktion ist aber gleichgeblieben: Es können Produktdaten ausgelesen, neue Firmware-Versionen aufgespielt und eine Verschlüsselung aufgesetzt werden. Letztere arbeitet mit AES/256 Bit. Wie bereits beim Vorgänger-Modell wird darüber hinaus eine Android-App angeboten.

Die Leistung der Samsung T5

Am Ende kommt es aber natürlich auf die Leistung an. Dass die im Vergleich zum Vorgänger-Modell zugelegt hat, sollte niemanden wirklich überraschen. Der entscheidende Faktor ist aber nicht die Speichertechnik, sondern vielmehr das Anschluss-Protokoll. Schon bei der Vorstellung der Portable SSD T3 war klar, dass einzig und allein die Nutzung von USB 3.1 Gen1 das Limit darstellt – daher wurden damals schnell die Rufe in der Community laut, weshalb Samsung nicht direkt zum schon damals vorhandenen Gen2-Standard gegriffen habe?

In unseren Messungen kann die Samsung Portable SSD T5 mit einer guten Leistung aufwarten und in etwa die Performance abliefern, die von Samsung so auch angegeben wurde. Lesend werden problemlos mehr als 500 MB/s erreicht und auch schreibend kann die kleine SSD ebenfalls mit guten Werten auftrumpfen. Während in Atto und dem ChrystalDiskMark auch schreibend die 500 MB/s bei sequentieller Schreibweise durchbrochen werden, sieht es bei ASSSD ein wenig anders aus.

Zudem zeigt sich, dass die Performance bei kleinen Dateien deutlich hinter die sequentiellen Werte zurückfällt. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die Samsung T5 schon recht früh ihre maximale Leistung entfalten kann. Bei 64k-Blöcken werden lesend und schreibend die 500 MB/s durchbrochen. Das kann sich sehen lassen.

Fazit

Nachdem die Samsung Portable SSD T3 im letzten Jahr sozusagen mit „angezogener Handbremse“ in Form von USB 3.1 Gen1 in den Handel gekommen ist, schaltet Samsung nun bei der T5 den Turbo in Form von USB 3.1 Gen2 ein und macht auch sonst eigentlich alles richtig. Dass die T5 klar als Evolution angesehen werden kann, ist dabei keinesfalls ein Nachteil.

Das Gehäuse ist klein und handlich, darüber hinaus sehr hochwertig verarbeitet. Dass Samsung nun auf ein Unibody-Gehäuse umschwenkt, unterstreicht diesen Eindruck noch einmal. Damit wird die T5 schnell zur ersten Wahl, wenn große Daten transportiert werden sollen. Dass Samsung über die eigene Software eine Verschlüsselung anbietet, kommt da natürlich gelegen.

Technisch setzt Samsung auf seinen aktuellen TLC-V-NAND mit 64 Layern. Dessen Leistung kann sich sehen lassen. Sequentiell werden sowohl lesend als auch schreibend mehr als 500 MB/s erreicht. Darüber hinaus fällt auf, dass die T5 bereits bei kleinen Daten überzeugen kann und recht bald ihre maximale Leistung erreicht.

Alles in allem ist die Samsung Portable SSD T5 eine erstklassige SSD für unterwegs. Die Bauform ist äußerst kompakt, während sich die Leistung sehen lassen kann. Dafür gibt es unseren Excellent-Hardware-Award.

Positive Aspekte der Samsung Portable SSD T5:

  • schickes, kompaktes Gehäuse
  • hochwertige Verarbeitung
  • sehr hohe Leistung
  • maximale Leistung steht früh bereit

Negative Aspekte der Samsung Portable SSD T5:

  • Hoher Preis

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Kommentare (2)

#1
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Registriert seit: 03.04.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1558
Schade dass ihr keinen Alltagstest gemacht habt. Also ne große Datei drauf kopieren.
So einen Test muss ich mir jetzt woanders suchen.
#2
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Registriert seit: 29.08.2008

Korvettenkapitän
Beiträge: 2070
Die Preise sind einfach nur abartig hoch.
Und das nur dafür, dass sie eine herkömmliche SSD an ein USB3.1 Interface rangeklemmt haben.
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