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ADATA XPG SX8000 SSD mit 256 GB und NVMe im Test

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Seite 1: ADATA XPG SX8000 SSD mit 256 GB und NVMe im Test

teaserMit der ADATA SX8000 haben wir heute eine weitere SSD aus der Klasse der NVMe-Laufwerke im M.2-Format im Test. ADATA setzt dabei auf einen Controller von Silicon Motion, wie wir ihn schon bei der Intel SSD 600p gesehen haben. Beim Speicher verbaut ADATA aktuellste Technik in Form von 3D-MLC-Speicher, hergestellt von Micron. Da es in der Vergangenheit für Hersteller ohne eigene (Chip-)Fertigung sehr schwer war, sich im hart umkämpften SSD-Markt aufzustellen, ist es umso spannender zu sehen, wie sich die SX8000 gegen die Konkurrenz schlägt.

Die SX8000 stammt aus ADATAs XPG-Reihe, was für Xtreme Performance Gear steht. Unter dieser Bezeichnung fasst ADATA alle Produkte zusammen, die höchsten Ansprüchen von Power-Usern und Overclockern genügen sollen. Entsprechend hoch fallen also auch die Erwartungen an die SX8000 aus. Da ADATA keine eigene Chipfertigung besitzt, müssen alle Komponenten von weiteren Herstellern zugekauft werden. Beim Controller handelt es sich dabei um das 2260-Modell von Silicon Motion, der Speicher stammt von Micron.

Es ist häufig legitim anzunehmen, dass Laufwerke mit gleichem Controller eine ähnliche Performance liefern. Im Fall der SX8000 und 600p gibt es allerdings zwei wesentliche Unterschiede: Intel verbaut TLC-Speicher, bei ADATA kommt schnellerer MLC-Speicher zum Einsatz. Außerdem passt Intel den Controller sehr viel stärker an die eigenen Vorstellungen an, sodass es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei der Firmware Unterschiede gibt. Wie sich diese Unterschiede am Ende auf die Performance auswirken, werden die Benchmarks auf den folgenden Seiten zeigen.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
ADATA SX8000 256 GB
Straßenpreis ab 122,90 Euro
Homepage www.adata.com
Technische Daten  
Formfaktor M.2
Interface PCIe 3.0 x4
Protokoll NVMe
Firmware C2.0
Kapazität (lt. Hersteller) 256 GB
Kapazität (formatiert) 238 GiB
Verfügbare Kapazitäten 128, 256, 512 GB, 1 TB
Cache 256 MB LPDDR3-1600
Controller Silicon Motion SM2260
Chipart MLC 3D NAND (Micron)
Lesen (lt. Hersteller) 1.400 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 1.000 MB/s
   
Herstellergarantie Fünf Jahre
Lieferumfang -
 

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Kommentare (6)

#1
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Wer kauft sowas wenn es für den gleichen Preis eine 960 Evo gibt ?
#2
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und wieder keine Info im Test zum Thema Option ROM /Bootloader
#3
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Redakteur
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Zitat Destroyer18;25245052
und wieder keine Info im Test zum Thema Option ROM /Bootloader

Das liegt daran, dass diese Info häufig schwer zu bekommen ist. Eine SSD kann booten und trotzdem kein Option-ROM besitzen, nämlich wenn das Mainboard BIOS/UEFI entsprechend programmiert ist. Auch vom Hersteller selbst bekommt man diese Information nicht immer, manchmal erhält man auch eine falsche Auskunft.
#4
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Regensburg
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Zitat
Eine SSD kann booten und trotzdem kein Option-ROM besitzen, nämlich wenn das Mainboard BIOS/UEFI entsprechend programmiert ist


das ist mir durchaus bekannt

aber das die Hersteller diese Infos zurückhalten oder selbst nicht wissen ist schon extrem schwach, weil das ist ja schließlich nicht so ganz unwichtig
#5
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13337
Ein Option-ROM dürfte alle Consumer NVMe SSDs haben, nur so eines wie die 950 Pro welche auch das Booten von auf Systemen erlaubt deren BIOS/UEFI kein NVMe unterstützt, dass gibt es bei keiner anderen SSD, auch nicht bei deren Nachfolgern der 960er Reihe von Samsung!

Die einfachen Option-ROMs sagen dem UEFI einfach nur, dass das PCIe Geräte welches sie gerade gefunden haben eine NVMe SSD ist und dann könne sie versuchen davon zu booten. Bei den Smasung M.2 PCIe OEM SSD, also den XP941, PM/SM951/961 fehlt das, daher muss das UEFI diese anhand der Gerätekennung als SSD erkennen und das hat mir NVMe auch erstmal nichts zu tun, dies gilt auch für die AHCI SSD, also die XP941 und die AHCI Version der SM951. In dem NVMe Modul dürfte aber diese Erkennung der Gerätekennung mit drin sein, waren dies doch die ersten schnellen M.2 PCIe SSDs überhaupt und daher anfangs sehr beliebt und auch bei den Boardherstellern zum Testen gefragt.

Wenn ihr das Z97 Extreme 6 von der SSD booten konntet, dann hat sie ein Option-ROM, denn die ist sehr viel neuer als das letzte UEFI für das Board und daher kann deren Gerätekennung dort gar nicht hinterlegt sein.
Zitat
Die SX8000 ist beidseitig bestückt, was im Gegensatz zu einem zusätzlichen Kühlblech standardkonform ist. Möchte man die SSD in einem Notebook einsetzen, sollte man die Version ohne Kühlkörper kaufen
Das stimmt, aber es gibt mehr als einen Standard und nicht jedes Notebook kann auch beidseitig bestückte M.2 SSDs aufnehmen. Dies sollte man vor dem Kauf also prüfen!

Zitat
unter denen anderer High-End-SSDs
"von High-End-SSDs" würde ich eher sagen, High-End sehe ich bei der nicht.

Zitat
Jedes M.2-Laufwerk unterliegt damit nach einer gewissen Dauerlast einer Drosselung der Performance, um nicht zu überhitzen.
Das ist Blödsinn der nur die Hysterie anstachelt diese extra mit Kühlkörpern versehen zu müssen. Wenn ein kühlend Luftstrom über die SSD streicht, was bei meiner 950 Pro einmal ein Gehäuselüfter an der Seite und dann auch die Graka gewährleisten, dann überhitzt oder drosselt da nichts, meine ist maximal bei Dauerlast auf 56°C gekommen, ohne Kühlkörper und ohne Drosselung!

Ein Pseudo-SLC Schreibcache gehört bei SSDs mit TLC zu Standardausstattung, bei solchen mit MLC aber nicht unbedingt, auch wenn immer mehr sowas haben um die schwache Schreibperformance der NANDs zu kaschieren. Die Samsung 960 Pro hat sowas nicht und schreibt trotzdem sehr schnell, irgendwas machen Hersteller deren SSDs trotz Pseudo-SLC Schreibcache lahm ist, also offenbar nicht so ganz optimal und ehrlich gesagt bin ich bei der Schreibrate von 182MB/s bei einer 256GB SSD die diese SSD erzielt, vor allem bei vollem Pseudo-SLC Schreibcache, doch skeptisch ob das wirklich MLC NANDs mit 2bpc oder nicht vielleicht solche mit 3bpc verbaut ist, letzteres ist auch als TLC bekannt, kann aber auch MLC genannt werden, da MCL eben nicht spezielle 2bpc meint. Bedenkt man das Intels 600p nur 6 der 8 NAND Kanäle des Controller belegt, so wären bei Belegung alle 8 Kanäle dann statt 146MB/s immerhin 195MB/s zu erwarten, also mehr mit TLC mehr als mit MLC, wobei das IMFT 3D NAND als TLC mit 384Gbit Diesize 50% mehr hat als das MLC mit 256Gbit. Man also noch mit weniger NAND Dies für diese Kapazität auskommt, also die Schreibzugriffe bei 2bpc MLC NAND auf mehr Dies verteilen könnte.

Außerdem wurden nur 44GB schnell geschrieben und der Rest so lahm, während SSDs mit MLC und Pseudo-SLC Schreibcache doch in aller Regel keinen festen Bereich dafür nutzen wie es bei TLC SSDs üblich ist, sondern im normalen NAND Bereich nur ein Bit pro Zelle beschreiben und dies dann über die Hälfte der (freien) Kapazität durchhalten oder ebne zwei Stufen haben, also am Anfang nur ein Bit beschreiben was schnell geht, dann beide Bit der NANDs beschreiben und am Ende noch mal eine Abfall der Schreibrate zeigen, wenn sie dann das zweiten Bit bei den Zellen schreiben in denen sie vorher nur das erste geschrieben haben. 181MB/s sind aber für eine 256GB MLC SSD zu lahm, selbst bei 256Gbit Diesize, wenn sie beide Bits schreibt und daher würde ich wetten das dieses MLC 3bpc hat.

Zitat
Die praktische Relevanz des TBW-Werts ist allerdings eher gering
In der Tat, wie auch dieser Test bei dem die 600p bis zum Ende beschrieben wurde zeigt, die TBW wurden leider nicht ganz erreicht, da die FW der Intel Consumer SSDs diese vorher Read Only schaltet.

Zitat
Dafür verantwortlich dürften vor allem auch die Werte bei sequenziellen Zugriffen sein, hier haben wir bei anderen NVMe-SSDs teilweise die doppelte bis dreifache Geschwindigkeit gemessen.
Nein, dafür ist die miese Performance bei kurzen Zugriffen verantwortlich, die 4k Lesend sind ja mittelmäßig, aber bei IOMeter seq. was nun einmal mit 128k Zugriffe bedeutet, liegt der Wert mit 383MB/s lesend auch noch unter dem was so machen SATA SSD schafft, während die Samsung 960er da um die 2GB/s schaffen, die 960 Pro sogar über 2,1GB/s lesend. Bei vielen Anwendungen ist 128k pro Zugriff schon eine ganze Menge und da liegen eben Welten zwischen denen und dann zeigt der Kopiertest von AS-SSD auch, dass es mit der Performance bei gleichzeitigen Lese- und Schreibzugriffen nicht weit her ist, da muss sie so mancher Budget SATA SSD geschlagen geben. Klar, der SMI2260 hat nur zwei CPU Kerne, Samsung hat beim Polaris Controller der 960er die Zahl gegenüber dem Vorgänger UBX von 3 auf 5 erhöht, warum wohl? Eben, weil man die Rechenleistung braucht. Nur kosten mehr Kerne schnell auch mehr Leistung und die Leistungsaufnahme am M.2 Slot ist auf 8 komma etwas Watt beschränkt (und die Leistung wird in Wärme umgesetzt), damit muss man auskommen, aber je schneller mal werden will, umso mehr NAND Dies muss man ansteuern und die brauchen dann alle Leistung.
#6
customavatars/avatar14530_1.gif
Registriert seit: 21.10.2004

Hauptgefreiter
Beiträge: 214
Holt hier die Lösung ob da nicht doch TLC verbaut ist, einfach bei Micron den FBGA Code suchen den man auf den Bildern ablesen kann (NW826)

FBGA & Component Marking Decoder

Dort findet mand dann die Part Number: MT29F512G08CECBBJ4-37:B

Das ganze unter Search eingeben und man findet: MT29F512G08CECBBJ4-37 unter MLC

Hier in der Übersicht https://www.micron.com/products/nand-flash/mlc-nand/512Gb#/ sieht man auch dass Micron in der 512Gb Density keinen anderen MLC 3D NAND im BGA Package hat,
alternativ direkt nach 3D NAND gefiltert https://www.micron.com/products/nand-flash/mlc-nand/512Gb#/nandtype%5B%5D=3D
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