Seite 2: Die SanDisk Extreme II im Detail

Der auf der SandDisk Extreme II verlötete Controller trägt die vollständige Bezeichnung 88SS9187-BLD2 und stammt von Marvell. Der DDR3-DRAM-Cache stammt von Samsung und besitzt eine Kapazität von 256 MB. Alle Komponenten, also auch der Flash-Speicher, sind über Wärmeleitpads mit dem Gehäuse verbunden. Die Platine ist nur einseitig bestückt, auf der Rückseite befinden sich also keine Komponenten – jedoch sind dort jede Menge freie Lötpads zu sehen, auf denen offenbar Kondensatoren aufgebracht werden können. Dies könnte es SanDisk ermöglichen, die SSD komplett gegen Stromausfälle abzusichern. Das ist allerdings ein Feature, das man sonst nur bei Enterprise-SSDs findet. Die einzige Ausnahme ist hier die Intel SSD 320 Series, bei der ausgerechnet dieses Feature für erhöhte Ausfallraten gesorgt hat.

PCB und Gehäuse sind über Wärmeleitpads verbunden

Der Flash-Speicher stammt von SanDisk und ist in 19 nm gefertigt. Es handelt sich dabei um klassischen 2-bit MLC-Speicher, auf 3-bit (TLC) hat man also verzichtet. Mehr noch: Ein Teil des Speichers arbeitet im „pseudo SLC"-Modus, d.h. die Flash-Zellen werden mit nur einem einzigen Bit beschrieben. Dieser Teil des Speichers ist jedoch nicht für Anwenderdaten vorgesehen, vielmehr dient er der Erweiterung der Cache-Hierarchie. Zwischen DRAM-Cache und MLC-Flash-Speicher wird dieser (sehr kleine) Teil Pseudo-SLC-Speicher geschaltet – SanDisk nennt diese Technik nCache, wir haben sie bereits bei der SanDisk Ultra Plus kennengelernt.

SanDisk nCache

Als nächstes schauen wir uns die Performance nach starker Belastung an. Diese Disziplin ist für viele Laufwerke ein rotes Tuch, die SanDisk Extreme II schlägt sich allerdings recht gut. Während wir im Neuzustand mit HDTach eine Lese- und Schreibrate von 494 bzw. 462 MB/s messen, sinken diese Werte nach einer einstündigen Belastung mittels Iometer (4K random write, QD 64) auf 489 bzw. 152 MB/s. Insbesondere bei der Schreibrate ist zwar ein deutlicher Einbruch zu erkennen - nicht zu vergessen ist aber, dass die Belastung äußerst unnatürlich ist und so wahrscheinlich in keinem (Desktop-)System jemals auftreten wird.

sandisk-ex2-old