Seite 2: Die Intel SSD 520 Series im Detail

Überraschungen findet man bei einem Blick auf die Platine der Intel 520 Series keine: Zu finden ist ein SF-2281-Controller und je acht Speicherbausteine pro Seite, wobei Intel hier auf hauseigenen MLC-Flash der 20-nm-Klasse setzt, der für maximale Performance synchron angesteuert wird. Wie bei allen anderen SandForce-Laufwerken fehlt auch hier der externe Cache, denn die Architektur des SandForce-Controllers kommt ohne diesen aus.

intel-520-series-04Eigenes Layout, aber typisches Aussehen: Der SandForce-Controller...
intel-520-series-03... flankiert mit den üblichen NAND-Flash-Bausteinen.

Wie bereits erwähnt gibt es unzählige Hersteller, die Laufwerke mit SandForce-Controller anbieten. Unterm Strich sind alle diese Laufwerke baugleich, sodass eine Differenzierung von Hersteller zu Hersteller fast immer nur über den Preis möglich ist, denn alles andere, insbesondere die Firmware, ist identisch.

Und damit kommen wir zur Besonderheit der 520 Series: Intel besitzt eine eigene Firmware, d.h. die ursprüngliche SandForce-Firmware wurde in einigen Punkten modifiziert. Dabei bezieht man sich zum einen auf eine verbesserte Kompatibilität, d.h. Probleme, die bei der Intel-internen Validierung auftraten, wurden behoben, und zum anderen auf eine gleichmäßigere Performance. Insbesondere sollen die Performance-Unterschiede zwischen Laufwerken unterschiedlicher Kapazität bei der Intel 520 Series kleiner sein. Diese Änderungen in der Firmware sind außerdem Intel-exklusiv, stehen anderen Herstellern also nicht zur Verfügung. Auch beim PCB-Layout und der Bauteilbestückung verlässt sich Intel auf die eigenen Ingenieure , lediglich der Controller als Hardwarekomponente ist „original SandForce".

Damit sind auch die sonstigen Features identisch: Transparente Verschlüsselung und die transparente Kompression beherrscht die Intel SSD 520 Series genau wie jede andere SandForce SSD. Damit leidet die 520 Series allerdings auch am einmaligen Performanceverlust, nachdem das Laufwerk das erste Mal (nahezu) vollgeschrieben wurde. Dieser Performanceverlust ist jedoch nicht weiter tragisch und ist vor allem bei inkompressiblen Daten zu spüren. Positiv ist jedoch, dass die Leistung auch ohne TRIM nicht weiter abfällt - ganz im Gegensatz zu vielen anderen (nicht-SandForce) SSDs.