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Dell Venue 11 Pro im Test

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Seite 3: Display und Fazit

Ungewöhnlich ist das Display des Venue 11 Pro. Schon das Surface 2 Pro weicht mit seinen 10,6 von den üblichen 10,1 Zoll, mit 10,8 Zoll fällt das Dell-Tablet aber nochmals größer aus. Erwartungsgemäß fallen hingegen die technischen Daten aus. Denn entsprechend dem Premiumanspruch verbauen die Texaner ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, das auch in Hinblick auf die Farbdarstellung überzeugt. Mit 1.920 x 1.080 Pixeln bewegt sich auch die Auflösung auf einem hohen Niveau, auch kleine Texte werden scharf dargestellt.

bench display

Etwas getrübt wird der sehr gute Eindruck von den Messwerten. Zwar erreicht die Anzeige eine maximale Helligkeit von 445 cd/m2, was auch für den Außeneinsatz mehr als ausreichend ist, die Homogenität liegt aber nur bei knapp 80 Prozent; bei höchster Einstellung liegen zwischen der hellsten und dunkelsten Stelle 91 cd/m2. Auffällig ist in diesem Punkt vor allem der linke Rand (im Landscape-Modus), bei dunklen Bildschirminhalten ist der Helligkeitsunterschied mit bloßem Auge zu erkennen.

Auch für helle Umgebungen taugliches Display
Auch für helle Umgebungen taugliches Display

Mit einem Verhältnis von 1.011:1 bewegt sich der Kontrast hingegen wieder in einem guten Bereich. Nichts zu bemängeln gibt es hinsichtlich des Touch-Sensors. Im Test wurden alle Eingaben korrekt erkannt, zudem besteht die Möglichkeit, auf einen Digitizer, der leider nicht zum Lieferumfang gehört, zurückzugreifen.

Fazit

Während Hybride oftmals nicht das Beste beider Welten vereinen, ist Dell der Spagat gelungen - wenn auch unter Umständen nicht absichtlich. Der Hersteller vermarktet sein Venue 11 Pro als Tablet, im Zusammenspiel mit dem Mobil-Dock ist diese Einstufung jedoch nicht mehr zutreffend. Denn mit diesem Zubehör verwandelt sich das Gerät in ein beinahe vollständiges Ultrabook, das sich vor der Konkurrenz in vielen Punkten nicht verstecken muss. Angesichts des möglichen Einsatzspektrums fällt das Fazit zweigeteilt aus.

Als Tablet macht das Venue 11 Pro vieles richtig. Das Display ist ausreichend hell und scharf, die Leistung reicht für mehr als Office und den Internet Explorer. Mit schnellem WLAN-Modul, Bluetooth 4.0 und NFC zeigt sich die weitere Ausstattung auf dem aktuellen Stand, einzig die rückwärtige Kamera mit ihren 8 Megapixeln enttäuscht angesichts einer allenfalls durchschnittlichen Leistung ein wenig. An Verarbeitung und Haptik gibt es hingegen nichts zu kritisieren, die Möglichkeit, Akku und einige Komponenten zu tauschen, ist sogar ausdrücklich zu loben. Aber viele der positiven Eigenschaften haben auch eine Kehrseite. Die vergleichsweise hohe Leistung macht einen Lüfter erforderlich, der aber erträglich ist, in der direkten Auseinandersetzung mit schwächeren Tablets auf Atom-Basis ist das Venue 11 Pro in dieser Konfiguration aber auch im Punkt Laufzeit unterlegen. Aber: Viel mehr Leistung und Ausstattung kann man in ein Windows-Tablet nicht stecken, die Zugänglichkeit ist zudem ein großer Pluspunkt. Deshalb ist das Venue 11 Pro eine klare Empfehlung.

Ob mit oder ohne Dock: Das Venue 11 Pro hinterlässt immer einen guten Eindruck
Ob mit oder ohne Dock: Das Venue 11 Pro hinterlässt immer einen guten Eindruck"

Nimmt man jedoch das Mobil-Dock hinzu, verändert sich die Wertung ein wenig. Hier spricht man dann nicht mehr von 869 Euro für ein sehr gutes Tablet, sondern von knapp 1.080 Euro für ein Ultrabook-ähnliches Gerät. Mit dann 1,6 kg ist das Testgerät schwerer als die meisten kleinen Notebooks und kann oftmals in puncto Leistung nicht mithalten. Im Gegenzug erhält der Käufer sehr gute Laufzeiten, ein überzeugendes Display sowie eine moderne Schnittstellenausstattung - auch wenn am Ende ein oder zwei USB-Ports fehlen. Dies macht das Venue 11 Pro aber auch bei dieser Einstufung mit der Zugänglichkeit wieder wett. Sucht man darüber hinaus ein vergleichbar ausgestattetes Notebook, wird schnell klar, dass das Preis-Leistungsverhältnis hervorragend ist.

Einstufung als Tablet:

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Einstufung als Notebook:

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Zu den alternativen Geräten gehören unter anderem Fujitsus Stylistic Q584 (schwächere CPU, LTE-Modem) für etwa 1.380 Euro, HPs Spectre 13 x2 Pro (schwächere CPU, größere SSD) ab 1.360 Euro sowie Samsungs ATIV Tab 7 (schwächere CPU, inklusive Stylus) für 1.000 Euro.

Positive Aspekte des Dell Venue 11 Pro:

  • hohe Leistung
  • helles Display
  • gute, mit Mobil-Dock sehr gute Laufzeiten
  • sehr gute Verabeitung
  • Akku und SSD austauschbar

Negative Aspkete des Dell Venue 11 Pro:

  • Homogenität der Display-Beleuchtung nicht optimal
  • hohes Gewicht mit Mobil-Dock
  • enttäuschende Kamera
  • Mobil-Dock ohne weitere Schnittstellen
 

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 27.04.2008
AGBurg
Oberbootsmann
Beiträge: 972
Super Test aber wieso wird der Digitizer nicht mit getestet, ist bei so einem Tablet fast das wichtigste.
Sollte der Digitizer vernünftig so wie beim SF 2 Pro funktionieren kann sich MS nähmlich warm anziehen.
Ich suche schon lange aber das einzige Tablet was bis jetzt in frage kommen würde is ein SF2 Pro wegen guter Digitizer-Unterstützung der rest am SF2 pro is naja lahm, das venue 11 wüäre perfekt eigentlich wenn Digi gut funzt
#2
Registriert seit: 17.09.2006
München
Redakteur
Beiträge: 3698
Was genau hat MS denn zu befürchten? Der Akku ist größer, das Gerät im Ganzen kleiner und leichter.
Ja gut, das 256er Modell ist mit Touchcover etwas teurer...
Leistungstechnisch werden sich die beiden denke ich nicht viel nehmen, ja gut, die SSD mag nochmal schneller sein im Dell, aber die im SF P2 ist nun auch nicht wirklich langsam...
#3
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Registriert seit: 11.04.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4711
Also der i5 4300U ist schon deutlich schneller als diese Y Prozessoren. 11,5W (und oft sogar auf 6W begrenzt) lässt nun mal kaum Spielraum für Turbo.

Ich frage mich allerdings auch: wo ist der Digitizer Test?
#4
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1035
Zitat justINcase;22014945
Ich frage mich allerdings auch: wo ist der Digitizer Test?

Der Digitizer stand leider nicht zur Verfügung, sonst wäre er berücksichtigt worden.
#5
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Registriert seit: 16.12.2004

Leutnant zur See
Beiträge: 1101
Ich hoffe auch mal, dass Dell bzw. Synaptics bald mal die Stifte auf die Reihe bekommt...wüsste auch gerne die Gründe, warum man nicht einen bewährten Wacom-Digitizer oder den von n-Trig (den haben sie ja auch bei den XT2-3 Modellen verwendet) genommen hat.
#6
Registriert seit: 31.01.2012

Bootsmann
Beiträge: 658
Beim Dell Venue 8 soll die Stifteingabe katastrophal sein...
Ist eben kein Wacom.
#7
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Registriert seit: 16.12.2004

Leutnant zur See
Beiträge: 1101
Das klingt für mich schon wieder so nach Stammtischparolen...

Die Eingabe war katastrophal, weil die erste Stifte-Charge Mist war. Deshalb hat Dell sie ja wieder vom Markt genommen. Die überarbeitete Version soll irgendwann demnächst in den Handel kommen. Der Status auf der Dell-Seite hat sich jedenfalls schon mal von "Derzeit nicht verfügbar" auf "Bestellbar mit Lieferzeitraum 1-2 Wochen" geändert. Bin gespannt. Grad weil ich mein 8er auch viel in Besprechungen benutze, wäre ein zusätzlicher Stift, gerade für OneNote, ideal.
#8
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Registriert seit: 16.04.2011

Gefreiter
Beiträge: 33
Also so lange wie Dell braucht um die Probleme mit dem Stift zu beheben würde ich die nicht noch unterstützen mit einem Kauf.
Kundenfreundlich sind die ja auch nicht wirklich, was man manchmal so von dem Service liest.
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