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Toshiba Portégé Z30 im Test

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Seite 3: Display und Fazit

Während des Protégé Z30 in Sachen Laufzeit und Kühlung also eine gute Figur abgegeben hat, sieht es im Kapitel Display im wahrsten Sinne des Wortes düsterer aus. Nicht nur dass die Messwerte stellenweise ernüchternd sind, auch die technischen Eckdaten rufen keine Begeisterungsstürme hervor. Denn Toshiba verteilt auf dem 13,3 Zoll messenden, immerhin matten TN-Panel lediglich 1.366 x 768 Pixel, üblich ist in der Preisklasse überhalb von 1.000 Euro mittlerweile aber Full HD und mehr. Gepaart ist die geringe Auflösung mit allen Nachteilen der TN-Technik: Farben werden etwas matschig dargestellt, die Blickwinkel sind stark eingeschränkt.

bench display

Dazu kommt eine Hintergrundbeleuchtung, die in der Spitze zwar 305 cd/m2 erreicht, in der Fläche durchschnittlich aber nur 287. Zwar liegt die Homogenität bei guten 88 Prozent, der Einsatz im Freien ist aber nicht ohne Einbußen möglich. Noch schlechter fällt der Kontrast aus. Ein Verhältnis von 313:1 ist kein Ruhmesblatt und sollte anno 2014 eigentlich nicht mehr anzutreffen sein. Wer sich gefragt hat, warum bis zu diesem Punkt nicht einmal der Begriff Ultrabook genutzt wurde: Nicht alle Konfigurationen des Portégé Z30 erfüllen die entsprechenden Kriterien. Beim A-12T fehlt unter anderem ein Touch-Sensor.

Fazit

Ein typischer Vertreter der Kompaktklasse ist das Z30 sicherlich nicht, angesichts der Einstufung als Portégé-Modell darf man dies aber auch nicht erwarten. Die Zielgruppe wird in der Regel keinen Wert auf hohe Grafikleistungen oder Spielereien legen, sondern Verlässlichkeit und Mobilität verlangen. Genau diese Erwartungen erfüllt das Testgerät. Mit sehr guten Laufzeiten bietet sich das Toshiba-Notebook als langlebiger Begleiter abseits vom Schreibtisch an, eine Tugend, die auch innerhalb der „Haswell“-Generation nicht selbstverständlich ist. Zudem versprechen die Japaner, dass das Gerät auch bei Stürzen vom Tisch nicht nachtragend, ist sondern weiter seinen Dienst verrichtet. Landet in der Hektik am Arbeitsplatz ein Becher Kaffee auf der Tastatur: Kein Problem, auch dann soll es weitergehen.

Freude dürfte aber auch der Docking-Anschluss bieten. Auf diesem Wege kann das Z30 im Handumdrehen um zahlreiche Anschlüsse erweitertet werden, wirklich nötig hat es dies aber nicht. Denn Toshiba hat dem Gerät trotz der kompakten Maße alle wichtigen Schnittstellen verpasst, selbst der immer seltener anzutreffende VGA-Ausgang wurde berücksichtigt. Mit schnellem WLAN und gleich drei flotten USB-Ports ist man hier auf der sicheren Seite. Ähnlich sieht es in vielen anderen Punkten aus. Die Verarbeitungsqualität ist über fast jeden Zweifel erhaben, mit 1,2 kg ist das Notebook aber gleichzeitig erfreulich leicht. Und für die Arbeit selbst stehen mit der sehr gute Tastatur sowie dem präzisen Touchpad hervorragende Eingabegeräte zur Verfügung, einzig der Trackpoint hinkt hier ein wenig hinterher.

Details machen den Unterschied: Das Toshiba Portégé Z30 empfiehlt sich als nüchternes Arbeitstier
Details machen den Unterschied: Das Toshiba Portégé Z30 empfiehlt sich als nüchternes Arbeitstier

Aber Toshiba sorgt auch für den ein oder anderen Schnitzer. Vor allem das Display kostet am Ende Punkte. Mit seiner geringen Auflösung und der nicht immer ausreichenden Helligkeit muss es viele Konkurrenten ziehen lassen, erschwerend kommt die TN-Technik hinzu. Hier darf und muss man für rund 1.200 Euro mehr erwarten. So zeigt beispielsweise Samsung mit seinem ATIV Book 9, dass man für etwa 1.100 Euro gute Verarbeitung und ein gefälliges Display kombinieren kann, aber auch das Sony VAIO Pro 13 bietet ähnliches für etwa 1.050 Euro.

Allerdings ist die Mehrheit der Mitbewerber nicht so konsequent auf den Produktiveinsatz ausgerichtet, was dem Z30 im Zweifelsfall den entscheidenden Vorteil liefert. Aber nicht nur für den Büro- oder Außendiensteinsatz dürfte das leichte Portégé interessant sein, auch Studenten sind oftmals auf kompakte Langläufer angewiesen.

Positive Aspekte des Toshiba Portégé Z30 A-12T:

  • geringes Gewicht
  • stabiles Gehäuse
  • sehr gut Akkulaufzeiten
  • Tastatur und Touchpad überzeugen
  • zahlreiche Schnittstellen
  • hohe Verarbeitungsqualität
  • Windows 7 und Windows 8.1 im Lieferumfang
  • nicht störender Lüfter

Negative Aspekte des Toshiba Portégé Z30 A-12T:

  • geringe Display-Auflösung
  • schwacher Kontrast
  • CPU wird gedrosselt
 

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Kommentare (4)

#1
customavatars/avatar104334_1.gif
Registriert seit: 14.12.2008
Berlin
pretty pretty pretty good
Beiträge: 5716
Ganz toll, Toshiba. Ein wirklich ausgewogenes Gerät, was aber wegen der Auflösung schon lange unbrauchbar ist. Die Auflösung hab ich seit Jahren auf 12,5" und sie reicht einfach nicht.
#2
customavatars/avatar15481_1.gif
Registriert seit: 22.11.2004
FFM
Kapitän zur See
Beiträge: 3133
Wäre ein gutes Notebook, aber Throttling der CPU bei stärker Beanspruchung der GPU muss nicht sein. Die Kühlleistung hätte man hier sicherlich noch optimieren können. Ein TN-Display mit der Auflösung zu diesem Preis ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Schade.
#3
Registriert seit: 13.06.2006
Würzburg
Fregattenkapitän
Beiträge: 2980
Hmpf. Sehr interessantes Teil, und dann kommt auf der letzten Seite völlig unerwartet "1366x768". Au man. Es gibt so viele Hersteller, aber offenbar will keiner mein Geld...?
#4
Registriert seit: 08.07.2007

Obergefreiter
Beiträge: 65
Zitat Bzzz;21819256
Hmpf. Sehr interessantes Teil, und dann kommt auf der letzten Seite völlig unerwartet "1366x768". Au man. Es gibt so viele Hersteller, aber offenbar will keiner mein Geld...?


Jap, das ist leider immer noch sehr weit verbreitet ... Hat mich echt aufgeregt als ich letztens nach einem neuen Notebook gesucht habe <_<
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