Seite 2: Leistung, Laufzeit und Kühlung

Hohe Leistung, kleines Case

Das flache Gehäuse hält MSI nicht davon ab, auf potente Hardware zu setzen, das haben wir bereits erwähnt. Nun wollen wir aber detailliert zeigen, was in unserem Testgerät arbeitet und wie die Leistung schlussendlich ausfällt.

hwinfo

Das Herzstück des MSI GS70 ist Intels Core i7-4700HQ, also natürlich ein Vertreter der Haswell-Generation. Beim 4700HQ handelt es sich um eine nur leicht modifizierte Version des Core i7-4700MQ, der sich aktuell als „Brot-und-Butter“-Modell der Haswell-Generation etabliert. Die Unterschiede belaufen sich auf eine minimal schnelle Grafikeinheit des HQ-Modells, denn die GPU taktet im Rutbo-Modus 50 MHz höher als beim M-Modell. Für das flache GS70 deutlich wichtiger: Der 4-Kerner wird anders als der 4700MQ gesockelt ausgeführt, ist also fest auf das Mainboard gelötet, was eine kompaktere Konstruktion ermöglicht. Darüber hinaus bietet das 4700HQ die aktuell solide Ausstattung. Es wird die Haswell-Architektur genutzt, was zu einer TDP von 47 Watt führt. Die vier Kerne, die dank Hyperthreading acht Aufgaben gleichzeitig abarbeiten können, takten standardmäßig mit 2,4 GHz, im Turbo kann ein Kern kurzfristig auch mit 3,4 GHz zu Werke gehen. Der Cache beläuft sich auf 6 MB. Dass die CPU für alltägliche Aufgaben mehr als genügend Leistung bereitstellt, das zeigt ein Blick auf Cinebench 11, denn es werden im CPU-Bench gute 5,23 Punkte erreicht. In 7-Zip blieb die Messung bei 10.948 MIPS stehen, was im Gegenzug keine allzu berauschende Performance darstellt.

Cinebench

Bei der Grafik setzt MSI neben der integrierten HD4600 auf eine GeForce GTX 765M, also das aktuell zweitkleinste Modell der GTX-Baureihe. Das basiert auf einer GK106-GPU und gehört entsprechend der im 28-nm-Verfahren gefertigten  Kepler-Generation an. Die GPU arbeitet mit 768 Shadereinheiten, die in fünf Blöcke à 192 Pipelines aufgeteilt wurden. Der Kern- und Shadertakt beläuft sich auf 850 MHz. Der GDDR5-Speicher wird über ein 192 Bit breites Interface angebunden und besitzt ein Volumen von 2 GB. Der Speichertakt beläuft sich auf 2 GHz. In unseren Tests zeigte die GTX 765M, dass sie durchaus in der Lage ist, aktuelle Games in der FullHD-Auflösung flüssig darzustellen. So wurde Anno 2070 mit hohen Details mit 44,94 fps wiedergegeben, während Bioshock mit 46,7 fps und Grid 2 mit 62,4 fps über den Bildschirm flimmerte. Werden die Engines jedoch anspruchsvoller, fällt die Framerate in den nicht mehr gänzlich flüssigen Bereich zurück. Metro 2033 brachte es nur noch auf 23,6 fps – hier kann allerdings an den Detaileinstellungen nachgebessert oder die Auflösung reduziert werden. Gute Ergebnisse förderte MSIs Flachmann-Gamer auch im 3D Mark zutage, denn im Test „Cloud Gate“ wurden 11.201 Punkte erreicht, während es bei Fire Strike 2.189 Punkte sind. Gerade mit Hinblick auf die sehr flache Bauform des GS70 kann der 17-Zöller in dieser Disziplin eine erstklassige Leistung abliefern. Die ähnlich teuren Full-Size-Gamer von ASUS oder Deviltech sind aber noch einmal ein Stück flotter.

Deviltech Devil 7800

Im Bereich des Massenspeichers hat MSI noch ein Ass im Ärmel, denn es werden drei Laufwerke verbaut. Zwei mSATA-SSDs mit je 128 GB, die für eine maximale Leistung jegliche Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit über Board werfen und im RAID 0 kombiniert wurden. Entsprechend wird SSD-seitig eine extreme Leistung von 928,51 MB/Sek. geboten. Im Grunde genommen reicht aber auch eine einzelne SSD aus, um den gefühlten Geschwindigkeitszuwachs einer SSD zu erleben. Damit auch größere Datenmengen problemlos untergebracht werden können, gibt es zusätzlich eine HDD mit einem Fassungsvermögen von 1 TB. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf 16 GB, was aktuell für alle normalen Anwendungen als vollends ausreichend angesehen werden kann.  Auf ein optisches Laufwerk muss aufgrund der flachen Bauweise hingegen verzichtet werden.

Ein flaches Gehäuse, kombiniert mit leistungsstarker Hardware, das schreit förmlich nach thermischen Problemen und einer brüllend lauten Kühlung. Das GS70 konnte uns hier allerdings positiv überraschen. Mit einer Lautstärke von knapp 50 dB(A) unter maximaler Volllast ist auch MSIs 17-Zöller sicherlich kein Leisetreter, aber überraschenderweise doch leiser als so manches größer dimensionierte Modell – an ASUS‘ Leisetreter G750 reicht es aber dennoch nicht heran. Noch erfreulicher ist es, dass auch hinsichtlich den erreichten Temperaturen keine Abstriche akzeptiert werden müssen. CPU und GPU arbeiten beide in normalen Temperaturbereichen, sodass auch ein Throtteling sicher vermieden werden kann.

MSI GS70

Der von MSI eingesetzte 6-Zellen-Akku besitzt eine Kapazität von 5600 mAh, das beschränkte Gehäusevolumen macht sich hier also bemerkbar. Im Idle zeigt sich dennoch wieder einmal, wie Strom sparend die aktuelle Hardware zu Werke geht. Es ist im Idle rund fünf Stunden lang möglich, den 17-Zöller fernab der Steckdose zu betreiben. Bei einer normalen Nutzung ist ein Durchhaltevermögen von rund drei Stunden zu erwarten, was ebenfalls für eine ordentliche Mobilität reicht. Im Last-Betrieb des Battery Eater zeigt sich dann aber doch, dass die verbaute Hardware ihren Tribut fordert, denn dann hält das GS70 nicht einmal mehr eine Stunde durch.