Seite 3: Display und Fazit

Eher gemischte Gefühle hinterlässt das Display. Schenker setzt hier auf ein 14 Zoll messendes Full-HD-Panel auf TN-Basis mit matter Oberfläche. Während Größe und Auflösung zu gefallen wissen, enttäuscht der Verzicht auf die IPS-Technik ein Stück weit. Allerdings gehört das verbaute Panel zu den besseren seiner Art, auch wenn Blickwinkel und Farbdarstellung im Vergleich zu IPS-Lösungen natürlich schlechter ausfallen. Da das S413 nicht nur mit Windows 8, sondern auch mit Windows 7 geordert werden kann, fällt die fehlende Touchscreen-Option nicht ins Gewicht, auch wenn eine solche die Bedienung der aktuellen Betriebssystemversion erleichtert.

Mattes, aber nicht immer ausreichend helles Display Mattes, aber nicht immer ausreichend helles Display

Bei den Messwerten reiht sich das Schenker-Notebook im Mittelfeld ein. Der Kontrast liegt bei 1.100:1, die maximale Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung bei 282 cd/m2. Allerdings sind hier je nach Bildschirmregion deutliche Unterschiede zu erkennen, denn vor allem das rechte Drittel fällt dunkler aus, hier liegt das Maximum stellenweise bei nur noch 251 cd/m2.

bench display

helligkeit

kontrast

Eingeschränkte Konfigurierbarkeit

Neben unserem Testmodell für 1.406 Euro (Ausstattung siehe letzte Seite) stehen verschiedene weiteren Konfigurationen zur Auswahl. Die Grundausstattung - 4 GB RAM, 320 GB HDD - schlägt mit 1.099 Euro zu Buche. Erweitert werden können hier der Arbeitsspeicher auf bis zu 16 GB, die verbaute Festplatte zuzüglich einem zusätzlichen mSATA-Laufwerk sowie das WLAN-Modul. Display, CPU und GPU sind hingegen in allen Varianten identisch. Windows 7 oder Windows 8 sind ebenso im Lieferumfang enthalten wie einer zweijährige Garantie.

Fazit

Am Ende kann sich das Schenker S413 nicht klar positionieren. Ein Ultrabook ist es weder offiziell noch inoffiziell, ein Multimedia- oder Allround-Notebook aber auch nicht. Für ersteres fehlt es dem Gerät schlicht ein Stück weit an Kompaktheit und Ausdauer, für letztere an Grafikleistung. Zwar mag Iris Pro für Intel ein gewaltiger Schritt nach vorne sein, bei hohen Auflösungen oder Detaileinstellungen reicht es aber dennoch nicht für ein flüssiges Spielvergnügen. Dem gegenüber steht dann aber wieder eine sehr hohe und für die meisten Fälle ausreichend hohe CPU-Leistung, insgesamt ist die Gesamtleistung also eher unausgeglichen.

Hinzu kommt, dass auch die Laufzeit weder positive noch negative Rekorde setzt. Mit Laufzeiten von zwei bis vier Stunden können kürzere Phasen ohne Ladegerät überbrückt werden, einen ganzen Arbeits- oder Vorlesungstag ohne Steckdose dürfte man aber eher nicht schaffen. Aber auch das Display mit seiner ungleichmäßigen Hintergrundbeleuchtung und die Tastatur mit ihrem nicht ganz überzeugenden Schreibkomfort können mit ihren kleineren Schwächen die fehlenden Punkte für eine gute Note nicht liefern. So bleibt es schließlich bei einem ein Stück weit universell einzusetzenden Notebook mit starkem Prozessor in einem qualitativ überdurchschnittlichen Gehäuse.

Positive Aspekte des Schenker S413:

  • schneller Prozessor
  • vergleichsweise schnelle Intel-GPU
  • Platz für zwei Massenspeicher
  • Gehäuse auch unter Volllast kühl

Negative Aspekte des Schenker S413:

  • Display mit ungleichmäßiger Hintergrundbeleuchtung
  • Tastatur und Touchpad mit kleineren Schwächen
  • teils ungünstig platzierte Anschlüsse