Seite 1: Schenker S413 mit Iris Pro im Test

schenker s413 teaser kleinDie „Haswell“-Generation ist nun schon einige Wochen auf dem Markt, doch eine der wichtigsten Neuerungen wurde bislang eher stiefmütterlich behandelt, auch weil sie mangels Verfügbarkeit entsprechender Prozessormodelle schlicht nicht greifbar war. Im neuen Schenker S413 ist sie nun vorhanden, und doch soll sie in diesem Test erneut vorerst nur eine Nebenrolle spielen. Die Rede ist von Iris Pro, auch bekannt als Intel HD 5200 oder GT3e.

Aber auch wenn wir erst in einem späteren Artikel genauer auf die neue GPU eingehen, außen vor gelassen werden, kann sie hier nicht. Denn ohne Iris Pro wäre das S413 in dieser Form kaum vorstellbar. Denn das neue Schenker-Notebook stellt den Übergang zwischen Ultrabook und Multimedia-Notebook dar. Während erstere zwar kompakt und langläufig ausfallen, aber in puncto CPU- und GPU-Leistung Einbußen mit sich bringen, verfügen letztere zwar über deutlich mehr Performance, gleichzeitig sind sie aber auch schwerer, größer und bieten eine geringere Laufzeit.

Slim-Notebook im Metall-Gehäuse Slim-Notebook im Metall-Gehäuse

Mit einer Dicke von knapp 21 Millimetern geht das S413 optisch beinahe noch als Ultrabook durch, das 1,9 Kilo schwere Metallgehäuse in Titangrau erinnert in seiner Formgebung ebenfalls an die leichten Mobilrechner. Verantwortlich für das Äußere ist Clevo. Dort hat man sich zumindest in Teilen auch einer gefälligen Optik gewidmet, stellenweise fällt das Aussehen aber doch eher grobschlächtig aus, beispielsweise im Bereich des Zentralscharniers. Gleichzeitig beweist man aber auch Liebe zum Detail, gerade am hinteren Ende vermittelt die Mesh-Optik einen wertigen Eindruck.

Tastatur mit Schwächen

Für die Verarbeitung gilt dies nicht ohne Einschränkung. Grundsätzlich sind alle Gehäuseteile sauber zusammengefügt, der Deckel ist aber leicht verzogen, sodass er nicht bündig aufliegt. Und auch einige Spaltmaße fallen nicht gleichmäßig aus, zusammen mit der noch guten Verwindungssteife ergibt sich aber keine zu schlechte Note. Lobenswert ist, dass man trotz des vergleichsweise dünnen Gehäuses alle wichtigen Anschlüsse verbaut hat. Dazu gehören neben drei USB-3.0-Ports auch zwei Grafikausgänge (HDMI und Mini-DisplayPort) sowie einer Ethernet-Schnittstelle und zwei Audio-Buchsen. Letztere liegen für Rechtshänder allerdings ungünstig: Nutzen diese eine Maus, kann es schnell zu Problemen mit angeschlossenen Kopfhörern kommen. Zudem sind alle USB-Anschlüsse auf der rechten Seite platziert, auch hier dürfte es in einigen Fällen zu Schwierigkeiten kommen.

Anschlüsse rechts: Audio, USB 3.0, Kartenleser Anschlüsse rechts: Audio, USB 3.0, Kartenleser

Für SD- und MMC-Karten steht ein Kartenleser zur Verfügung, für die drahtlose Datenübertragung verschiedene WLAN-Module. Im Falle unsere Testgeräts handelt es sich dabei um das Intel-Modell N 6235, das in a-, b-, g- und n-Netzen arbeiten kann und darüber hinaus Bluetooth 4.0 bietet. Ein Mobilfunkmodem kann hingegen nicht verbaut werden. Zugang zu den Komponenten erhält man nach dem Lösen mehrere Kreuzschrauben, auf diesem Wege können Massenspeicher und anderes mit geringem Aufwand getauscht werden. Insgesamt dürfte das S413 in der Kategorie Gehäuse das bislang beste Schenker-Notebook sein.

Anschlüsse links: Netzteil, Ethernet, Mini-DisplayPort, HDMI Anschlüsse links: Netzteil, Ethernet, Mini-DisplayPort, HDMI

Für Tastatur und Touchpad dürfte dies in weiten Teilen ebenfalls gelten, auch wenn man hier von der Spitzengruppe noch immer ein Stück entfernt ist. Vor allem das etwas hölzerne Schreibgefühl aufgrund des zu geringen Hubs und des harten Druckpunkts fällt hier negativ auf. Im Gegenzug lassen sich aber alle Tasten gleichmäßig bedienen, zudem gibt die Beschriftung keine Rätsel auf. Auf eine Hintergrundbeleuchtung muss man verzichten, ebenso auf einen separaten Ziffernblock.

Tastatur und Touchpad mit Schwächen Tastatur und Touchpad mit Schwächen

Hinsichtlich des Touchpads muss vor allem die nicht immer überzeugende Erkennung bemängelt werden. Gerade per Stubser simulierte Mausklicks mussten im Test mehrfach ein zweites Mal ausgeführt werden. Ansonsten weiß das Eingabegerät mit einer guten Oberflächenbeschaffenheit und ausreichender Größe zu gefallen. Auf getrennte Tasten hat Schenker verzichtet, heruntergedrückt werden kann nur der untere Bereich des Pads.