Seite 3: Retina-Display und iGPU-Performance

Retina-Display:

Der Produktname verrät es bereits - das neue 13" MacBook Pro verfügt über ein Retina-Display, so die im Marketing von Apple verwendete Bezeichnung eines hochaufgelösten Displays, wie wir es bereits vom iPhone und iPad kannten. Das Display des 13" MacBook Pro mit Retina-Display besitzt eine physikalische Auflösung von 2560x1600 Pixel bei einer Pixeldichte von 227 ppi. Zum Vergleich: Das 15" MacBook Pro mit Retina-Display erreicht 2880x1800 Pixel bei 220 ppi.

Retina-Display
Vergleich Non-Retina- vs. Retina-Icon (Bild: Anandtech)

Von einem hoch aufgelösten Display profitieren nicht nur (darauf angepasste) Fotos, sondern vor allem geschriebener Text. Vergleicht man beispielsweise ein Icon, wird der Unterschied mehr als deutlich. Am besten zu erkennen ist die doppelte Pixeldichte aber einmal mehr bei geschriebenem Text. Auch hier stellt sich der Eindruck von gedruckten Text ein und nicht einer LCD-Darstellung. Mit dem neuen Retina-Display im MacBook Pro wechselt Apple auch die Display-Technologie: vom klassischen TN-Panel hin zur IPS-Technologie. Das Ergebnis ist ein deutlich besserer Blickwinkel von den Seiten sowie oben und unten. Auch die Farbdarstellung sowie die Schwarz-Weiß-Werte sollen verbessert worden sein. Weiterhin verzichtet Apple auf die Glasscheibe vorm Display, so dass auch die Reflexionen deutlich minimiert wurden.

Die Auflösung des Displays von maximal 2560x1600 Pixel entspricht aber nicht der tatsächlich von OS X dargestellten Auflösung. Dazu bietet OS X in den Einstellungen die entsprechenden Optionen:

Retina-Einstellungen

Hier hat der Nutzer die Wahl zwischen folgenden Einstellungen:

- Darstellung wie 1024x640 Pixel
- Darstellung wie 1280x800 Pixel
- Darstellung wie 1440x900 Pixel
- Darstellung wie 1680x1050 Pixel

Je nachdem welche Darstellungsgröße der Nutzer wünscht, kann zwischen diesen vier Einstellungen gewählt werden.

Retina-Display und Performance:

Das 15" MacBook Pro mit Retina-Display hatte bei voller Auflösung und unter Verwendung der integrierten GPU (Intel HD Graphics 4000) zu kämpfen. Die 60 FPS können gerade beim Scrollen einbrechen, im schlimmsten Fall gar unter 20 pro Sekunde. Dies besserte sich erst mit dem Release von OS X 10.8.1 etwas. Wurde die zusätzlich verbaute NVIDIA GeForce GT 650M verwendet, traten die Probleme nicht mehr derart häufig auf. Allerdings litt dann die Akkulaufzeit deutlich.

Dem 13" MacBook Pro mit Retina-Display wurde diese Möglichkeit komplett genommen, denn hier steht nur die integrierte GPU zur Verfügung. Auch unter OS X 10.8.2 bleibt bei den Hacklern, wenn viele Programme geöffnet sind. Am auffälligsten ist weiterhin Safari, dessen CPU-Prozess schon einmal einen Thread der Dual-Core-CPU voll auslasten kann. Apple geht mit den 5 bzw. 4 Megapixel der Retina-Displays an die Grenzen des Machbaren. Erst mit den Ivy-Bridge-Nachfolgern "Haswell" und "Broadwell" wird sich Intel darauf eingestellt haben und sicherlich werden wir dann auch auf anderen Systemen eine Unterstützung für derartige Auflösungen sehen.

Aufgrund der fehlenden disktreten GPU müssen wir dem 13" MacBook Pro mit Retina-Display die Spieletauglichkeit absprechen. Selbst bei 1680x1050 liefen Spiele wie Half-Life 2 mit weniger als 30 FPS. Die native Auflösung von 2560x1600 bei angepassten Spielen wie Diablo 3 oder World of Warcraft (beides mit dem nativen OS-X-Client) war ebenso unspielbar. Die Intel HD Graphics 4000 ist der limitierende Faktor an dieser Stelle.

Kommen wir auf den folgenden Seiten aber zu den Benchmarks.