Seite 1: WLAN-FAQ: Von Standards, Verschlüsselung und mehr

In Kooperation mit AVM

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Drahtlose Netzwerke sind ein schneller und einfacher Weg Geräte über eine drahtlose Verbindung miteinander zu verbinden und einen Zugang zum Internet herzustellen. Ob nun Zuhause, in der Bahn oder in anderen Umgebungen – die genauen Details eines WLAN-Netzwerkes kennen die Wenigsten. Inzwischen erreichen WLAN-Netzwerke ungeahnte Durchsatzraten und sind dank einer möglichen Mesh-Erweiterung auch deutlich flexibler geworden. Dabei gibt es viele technische Details, die es wert sind, einmal genauer beleuchtet zu werden. Eben dies wollen wir nun einmal tun.

Für viele ist ein WLAN-Netzwerk eine Blackbox, also eine schwarze Kiste, über die man nicht viel weiß und vielleicht auch nicht wissen will. An zentraler Stelle wird ein Router aufgestellt, allenfalls kommt ein Mesh-Netzwerk zum Einsatz und die Clients verbinden sich nach Eingabe des Passworts mit dem Router oder den Access Points. Im Hintergrund aber müssen Router und Clients einen Standard aushandeln, sich zuvor über die Verschlüsselung einig werden und das Zusammenspiel aus Hard- und Software spielt eine entscheidende Rolle, um die Sicherheit und den Funktionsumfang eines WLAN-Netzwerks gewährleisten zu können.

Glücklicherweise muss der Nutzer zu einem WLAN zunächst nicht viel wissen. Der Name und das Passwort reichen aus, damit der Client und Router oder Access Point die Aufnahme einer Verbindung untereinander aushandeln können. Die Hardware und die Software in Form der Firmware bzw. des Betriebssystems machen alles weitere untereinander aus.

Doch im Hintergrund laufen viele Mechanismen und Techniken ab, um eine möglichst schnelle Verbindung zwischen Client und Router herzustellen. So wird über mehrere Antennen eine multiple Verbindung aufgebaut, die gleichzeitige Datenstreams ermöglicht. 

Die WLAN-Technik hat sich in den vergangenen Jahren extrem weiterentwickelt. Verschiedene technische Erweiterungen ermöglichen die Übertragung vieler parallelisierter Datenstreams. Inzwischen können die Standards mehrere Gigabit pro Sekunde übertragen – zumindest in der Theorie. In der Praxis sind die Erfahrungen der Nutzer stark von der jeweiligen Umgebung abhängig.

Am plakativsten ist sicherlich immer die Nennung des WLAN-Standards – sowohl bei den Routern als auch bei den Clients. Das Jahr 2020 ist für die WLAN-Netzwerke als das Jahr für Wi-Fi 6 zu bezeichnen, denn in diesem Jahr hat Wi-Fi 6 den Sprung in die größere Verfügbarkeit gemacht – sei es für die Router, aber auch im Bereich der Clients. Bei AVM stehen die neuen Router FRITZ!Box 6660 Cable, FRITZ!Box 7530 AX und FRITZ!Box 5530 Fiber im Fokus, die allesamt Wi-Fi 6 unterstützen. Kaum ein Notebook, Tablet oder Smartphone kommt noch auf den Markt und unterstützt kein Wi-Fi 6. Aber auch wenn sich vieles auf Wi-Fi 6 konzentriert, so müssen wir doch zunächst die Namensgebung als solches einmal erklären.

Bevor wir uns aber die einzelnen technischen Details anschauen, wollen wir einige grundsätzliche Fragen klären.

Wo stelle ich den WLAN-Router am besten auf?

Die Qualität eines WLANs hängt natürlich primär von der technischen Spezifikation ab. Aber auch anderen Faktoren spielen eine Rolle – wie zum Beispiel der Ort an dem ich den WLAN-Router oder eventuelle Mesh-Endpunkte aufstelle. Dies sollte immer möglichst zentral in den Bereich geschehen, den ich abdecken will. Auf Faktoren physikalischer Natur, wie die Dämpfung und Absorption durch Wände und Decken, habe ich natürlich keinerlei Einfluss. Wasser und Metall behindern die Ausbreitung besonders stark. Dies gilt auch für Fensterscheiben mit Wärmeschutzverglasung. Solche Faktoren sollte man immer im Hinterkopf haben. Wichtig ist auch die Funkumgebung. Wie viele WLANs gibt es in der Nachbarschaft. Selbst Mikrowellen- und Bluetooth-Geräte können Störfaktoren sein.

Worauf muss ich bei der Einrichtung achten?

Auch wenn die Hersteller moderner WLAN-Router mit einer Plug&Play-Funktionalität werben, so sollte gerade der nicht so kundige Nutzer einige Punkte beachten. Unter anderem sollten die Standard-Kennwörter für den WLAN-Router und auch das WLAN geändert werden. Die FRITZ!Box bzw. der dazugehörige Einrichtungsassistent weißt auch gleich darauf hin dies zu tun. Betreibt man mehrere WLAN-Router oder Repeater, sollte dies in Form eines automatisch kontrollierten Meshs geschehen, denn damit umgeht man Probleme wie die Vergabe gleicher WLAN-Namen (SSIDs). Auch hier bietet AVM durch das Angebot an FRITZ!Box-Routern und Mesh-Hardware die sich entweder über das WLAN selbst odere Powerline verbinden, entsprechende Lösungen.

Welche Vorteile bieten mir Wi-Fi 6 und WPA3?

Aktuell werben die Hersteller von WLAN-Hardware mit Wi-Fi 6 und WPA3. Wi-Fi 6 beschreibt in einem einfachen Namen die technische Umsetzung von IEEE 802.11ax (Details dazu auf der nächsten Seite) und ermöglicht Datenraten von 1.200 MBit/s im 2,4-GHz-Netz und sogar von 4.800 MBit/s im 5-GHz-Netz. Diese Maximalwerte werden allerdings nur im Multi-Antennen-Betrieb und unter idealen Bedingungen (siehe oben) erreicht. Der Datendurchsatz wurde also noch einmal enorm gesteigert.

WPA3 heißt der neueste Standard zur Absicherung von WLAN. Unter anderem setzt der neue Standard Verschlüsselungsmethoden wie SAE (Simultaneous Authentication of Equals) ein. Er verhindert verhindert as automatisierte Durchprobieren von Passwörtern, den sogenannten Wörterbuch-Attacken. Außerdem werden weitere Sicherheitsmerkmale verpflichtend, zum Beispiel die sogenannten Protected Management Frames (PMF), die im Anmeldeprozess des Endgeräts im WLAN eine Schutzrolle im Austausch der Daten einnehmen.

Aber soweit zu den wichtigsten Fragen, die auch in etwa darstellen sollen, in welchem Umfang wir uns dem Thema "WLAN" nun widmen werden.

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