Seite 3: ASRock G10 - Die Software

Neben der Hardware ist die Software eines Routers ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Frage geht, nicht nur eine einfache Abdeckung mit WLAN bereitstellen zu können, sondern auch einige Konfigurationen vornehmen zu wollen.

ASRock G10 - Die Firmware
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Einen Unterschied zu vielen anderen WLAN-Routern will ASRock auch durch die Software machen, wobei man sich vor Augen halten muss, dass dies die erste Router-Software von ASRock ist und andere Hersteller schon jahrelang an einer derartigen Software tüfteln. Um auf die Software zugreifen zu können, muss man sich aber zunächst einmal mit dem Router verbinden. Ein WLAN im 2,4- und 5,0-GHz-Band wird mit dem ersten Start aufgebaut, das dazugehörige Passwort befindet sich auf einem Aufkleber auf der Unterseite des Routers. Dort sind auch die initialen IP-Adressen und der Login zu finden.

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Beim ersten Login auf die Software des Routers wird je nach Auslieferung zunächst einmal ein Update geladen. Die Design-Richtlinien für die Software seitens ASRock werden aber bereits hier deutlich. Einen Schönheitspreis gewinnt man in Tagen klarer Strukturen mit einer solchen Optik nicht mehr. Allerdings hält sich bei einigen Hersteller hartnäckig die Meinung, dass zu Gaming-Hardware auch die dazugehörige Optik auf Seiten der Software gehört.

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Noch bevor es in das eigentliche Menü geht, kann der Nutzer die Einstellungen, also SSID und das Passwort für die WLAN-Netzwerke, von den Werkseinstellungen abändern. Daraufhin ermittelt der Router die Bandbreite der Internet-Verbindung, um im späteren Verlauf bestimmte Dienste priorisieren zu können. Die Daten werden dabei über den Speedtest im Browser ermittelt und müssen dann vom Nutzer in den entsprechenden Feldern eingetragen werden.

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Nach diesen ersten Schritten kann der Nutzer dann erstmals auf die erste Seite des Menüs gelangen. Von hier aus sind die wichtigsten Einstellungen zu erreichen. Über die großen Symbole sind die wichtigsten Informationen zur Internet-Verbindung, dem Router selbst sowie den verbundenen Clients zu finden.

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In den erweiterten Einstellungen kann der Nutzer dann für jedes der beiden WLAN-Netzwerke Details zur Anzeige der SSID, der Verschlüsselung oder der Sendeleistung einsehen und eventuell abändern. Hier sollte man sicher aber zunächst einmal genauer zu den einzelnen Einstellungen informieren. Auf das Versenden von Daten haben auch die Einstellungen für die Ethernet-Ports Einfluss. Im entsprechenden Untermenü können sogenannte QoS (Quality of Service) eingerichtet werden. Darin lässt sich unter anderem eine Priorisierung festlegen, welche verbundenen Geräte in einer bestimmten Reihenfolge behandelt werden.

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Auch an eine Kindersicherung hat man bei ASRock gedacht. Hier lässt sich für einzelne verbundene Geräte ein Zeitplan festlegen, an denen diese auf das Internet zugreifen können. Für die Wochentage erfolgt das Zeitmanagement allerdings über eine recht umständliche Tabelle, an denen die vollen Stunden für jeden Wochentag ausgewählt werden müssen.

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Der ASRock G10 verfügt auch über eine eingebaute Firewall, einen Ping-Schutz sowie einen DoS-Schutz. Wie dieser aber genau ausgeführt ist, lässt ASRock offen. Auf einer Blockliste können bestimmte MAC-Adresse eingetragen werden, die davon ausgenommen sind.

Wie viele andere Router auch, verfügt auch der G10 über einen NAS- und Mediaserver-Service, der für per USB angeschlossene Datenträger zur Verfügung steht. Zumindest für den USB-Speicher liegen die Datenübertragungsraten mit 7-8 MByte pro Sekunde aber weit hinter dem, was viele NAS-Geräte bieten können. Am verwendeten USB-Stick mit USB 3.0 und 256 GB dürfte es dabei nicht gelegen haben. Für ein Abspielen von Fotos, Videos oder Musik reicht die Geschwindigkeit allerdings aus.

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Auf einer Übersichtsseite sind alle wichtigen Informationen zum ASRock G10 zu finden. Im Admin-Menü finden sich aber auch einige Kuriositäten, wie eine "Selbstheilung". Dabei handelt es sich schlicht und ergreifend um eine Planung für einen regelmäßigen Neustart des Routers.

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Festgelegte Einstellungen lassen sich in Profilen abspeichern und die Werksteinstellungen zurücksetzen. Sollten die Einstellungen nach einem Software-Update einmal verloren gehen, können sie darüber auch wiederhergestellt werden. Letztendlich führt die Software natürlich auch noch ein Log, in dem eventuelle Fehler aufzufinden sind.

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Zum Abschluss noch ein paar Worte zur Firm- oder Software - wie auch immer man dies nennen möchte: ASRock versucht sich an einer klaren Struktur, packt diese aber in ein Design, welches für Gaming-Hard- und Software zwar typisch sein mag, inzwischen aber einen recht veralteten Eindruck macht. Den Trend zu optisch einfacheren Benutzeroberflächen sollte ASRock nicht verschlafen und die Optik noch einmal überdenken.

Folgende Punkte vermissten wir in unserem Test:

  • Analyse der belegten WLAN-Kanäle
  • weiterführende DNS-Konfiguration für IPv4 und IPv6
  • IPv6-Unterstützung per Tunnelprotokolle
  • weitergehende Funktionen im Gastzugang

Ansonsten gibt es an der Software aber wenig auszusetzen. Die wichtigsten Einstellungen für die verschiedenen Funktionen sind alle auffindbar, allerdings ist man vom Angebot einer Fritz!Box bzw. Fritz!OS noch weit entfernt. In jedem Fall sollte man sich das Handbuch zu Gemüte führen, denn nur dann werden einige Einstellungen auch deutlich beschrieben. Wir sind uns sicher, dass ASRock in einer der zukünftigen Firmware-Varianten noch Funktionen hinzufügen wird.