Seite 2: Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme gestaltet sich relativ einfach. Für die sieben Festplatten legt Thecus ausreichend Schrauben bei, allerdings könnten die eingesetzten Einschübe ein wenig stabiler sein. Die kleinen Nasen, die die Einschübe an ihrem Platz im Gehäuse halten, sind aus Plastik gefertigt und leiern mit der Zeit etwas aus. Im Normalfall wechselt man Festplatten zwar eher selten, aber dennoch würden wir uns ein etwas länger haltbares System zur Sicherung der Einschübe wünschen.

Festplattenschlitten von Thecus

Sind die Festplatten einmal eingebaut und Strom- sowie Netzwerkkabel angeschlossen, kann es auch schon losgehen. Bei der ersten Einrichtung haben alle Netzwerkadapter feste IP-Adressen, wer einen DHCP-Server in seinem Netzwerk nutzt, muss sich also beim ersten Mal direkt mit dem NAS verbinden. Das Display in der Front erweist sich hier als sehr praktisch, weil es den Status und die IPs der Interfaces anzeigt. Im Test nutzen wir DHCP am ersten LAN-Port, um das NAS ins allgemeine Netzwerk einzuhängen. Die 10 Gbit-Karte, die übrigens direkt und ohne zusätzliche Treiber- oder Paketinstallationen funktioniert, erhält eine feste IP und wird direkt mit der 10 Gbit-Karte im Testrechner verbunden. Im Testrechner steckt ein x520T-T2-Adapter von Intel, der zwei 10 Gigabit-Schnittstellen bietet, verbunden sind beide Karten über ein zwei Meter langes CAT6-Kabel.

Einmal verbunden gilt es ein Volumen einzurichten. Wie man die bis zu sieben Festplatten nun zu RAIDs zusammenfasst, bleibt natürlich jedem selbst überlassen, wir entscheiden uns fürs erste für ein RAID-5. Die Erstellung des Volumens kann je nach Größe eine ganze Weile dauern, ein RAID-5 brauchte weit über 12 Stunden, bis es nutzbar war. Ist die Erstellung des Volumens abgeschlossen, können Freigaben und Nutzer (bei Bedarf auch Gruppen) erstellt werden. Wer eine Domäne sein eigen nennt, kann auch die Benutzerverwaltung vom Domaincontroller nutzen.

Weitere Pakete lassen sich nach Bedarf installieren. Praktisch ist zum Beispiel das Thecus Dashboards, weitere Apps lassen sich über die App-Installation nachrüsten.