Seite 1: Seasonic PRIME PX-850 im Test: Bewährte Technik mit neuem Namen und neuer Optik

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Seasonics High-End-Serie PRIME ist bereits seit längerer Zeit auf dem Markt, aber gehört immer noch zu den Modellreihen mit Referenz-Status im Markt. Letztes Jahr hat Seasonic im Rahmen der OneSeasonic-Iniative zwar die Bezeichnungen seiner Netzteile vereinheitlicht, aber die Technik nicht verändert. Von daher wollen wir anhand des PRIME PX-850 (PRIME 850W Platinum) einmal schauen, wie sich ein PRIME im Jahr 2020 schlägt.

Die ersten PRIME-Modelle hat Seasonic 2016 auf den Markt gebracht, darunter die ersten Modelle mit 80 PLUS Titanium, mit denen Seasonic auch wieder die Krone im Effizienzbereich zurückerobern konnte. Die PRIME-Serie war mit drei Unterserien mit Titanium-, Platinum- und Gold-Effizienz, die mit jeweils mehreren Modellen den Wattbereich zwischen 650 W bis 1.000 W bzw. 1.200 W abdecken, von Beginn an sehr breit aufgestellt. Alle Modelle sind mit voll-modularem Kabelmanagement und einer umschaltbaren Hybrid-Lüftersteuerung ausgestattet. Die PRIME Platinum und Titanium können dann noch durch das teilweise verchromte Lüftergitter und einem besonders hochwertigen Look aus der Masse herausstechen. Insgesamt sind die PRIME-Netzteile allesamt der High-End-Kategorie zuzuordnen, was sich letztendlich auch im Preis widerspiegelt.

Zwischenzeitlich hat Seasonic die PRIME durch die PRIME Ultra abgelöst, wobei Seasonic hier aber im Wesentlichen nur geringfügige Änderungen an den Kabeln bzw. dem Zubehör vorgenommen hat. Im letzten Jahr hat Seasonic dann im Rahmen der OneSeasonic-Kampagne abermals "neue Modelle" vorgestellt, die aber technisch unverändert zu den "Vorgängermodellen" sind und nur einen neuen Namen bekommen haben.

Mit Oneseasonic bezeichnet Seasonic die Kampagne, die für alle Netzteilserien ein einheitliches Namensschema einführt, welches auf einen Blick die wesentlichen Features des jeweiligen Netzteilmodells preisgibt. Das von uns getestete "PRIME PX-850" zum Beispiel ist ein Modell der High-End-Serie PRIME. Seasonics entsprechende Mittelklasse-Serie hätte hier den Namen "FOCUS" stehen.

Der erste Buchstabe "P" hinter dem Markennamen "PRIME" bezeichnet eine Platinum-Effizienz, d.h. bei einem Titanium-Modelle würde hier ein "T" stehen, oder "G" bei Gold. Der zweite Buchstabe steht für die Modularitätssstufe des Netzteils: "X" für voll-modular, "M" für semi-modular und "C" für feste Kabel. Der Hinweis auf ein voll-modulares Kabelmanagement ist bei der PRIME-Serie sicher überflüssig, aber im Mittelkasse-Bereich der FOCUS-Serie tummeln sich schließlich verschiedene Ausstattungsvarianten. Die Zahl am Schluss bezeichnet dann schließlich die Wattstufe. 

Vorausgesetzt dem interessierten User ist dieses Schema bekannt, sieht er aufgrund des Artikelnamens auf den ersten Blick, dass wir hier ein PRIME mit Platinum-Effizienz, voll-modularem Kabelmanagement und 850 W testen. Insgesamt sicher eine sinnvolle Aktion, die für etwas mehr Übersicht sorgt. Als User sollte man natürlich im Kopf behalten, dass die "neuen Modelle" technisch identisch zu den "alten PRIME" sind.

Hier die Fakten des Seasonic PRIME PX-850 in Tabellenform:

Technische Daten in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung

 Seasonic
 PRIME PX-850

Modell  SSR-850PD
Straßenpreis  ca. 190 Euro
Homepageseasonic.com
Leistungswerte
+3,3V  20 A
+5V  20 A
+12V

 70A 

+5Vsb  2,5 A
-12V  0,3 A
Leistung 12V  840 W
Leistung 3,3V & 5V  100 W
Gesamtleistung  850 W
Anschlüsse
ATX  24-Pin
EPS/12V/CPU  2x 8(4+4)-Pin
PCI-Express
(6P / 8(6+2)P / 8P)
 0 / 6 / 0
SATA  14
4-Pin Molex  5
Floppy  -
Features
Effizienz  80 PLUS Platinum
Maße (LxBxH)  170 x 150 x 86 mm
Lüfter  120 mm 
Kabelmanagement  ja, voll-modular
Herstellergarantie  12 Jahre
Besonderheiten  Hybrid Fan Control (umschaltbare Lüftersteuerung)
 Kondensatoren japanischer Marken

Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir das Seasonic PRIME PX-850 näher vor.