Seite 1: SilverStone Zeus 1350W im Test

silverstone zeus 1350w logo 100pxUm SilverStone war es im letzten Jahr etwas ruhig geworden, aber der taiwanesische Hersteller hat nun im Jahr 2013 nach vier Jahren seine High-End-Netzteilserie "Zeus" mit einem neuen Spitzenmodell wiederbelebt. Das SST-ZM1350 ist mit seiner Leistung von 1350 Watt, den acht PCI-Express-Anschlüssen und der kompromisslosen Auslegung auf Performance und Stabilität eher auf extreme PC-Konfigurationen ausgerichtet. Mit der 80PLUS-Einstufung "Silber" weigert es sich zwar, beim momentanen Wettrennen nach der Effizienzkrone im High-End-Bereich mitzumachen, aber dafür möchte es mit anderen Qualitäten punkten. Spätestens, wenn man das 4,5 kg schwere Zeus 1350W in die Hand nimmt, wird klar, dass es etwas "anders" ist und sich nicht an den Durchschnittskäufer richtet.

SilverStone ist im Bereich der Hochleistungsnetzteile kein Unbekannter und hatte in der Vergangenheit bereits einige entsprechende Modelle im Portfolio. Das Strider mit 1500 Watt war lange Zeit das Top-Modell in Sachen Leistung auf dem deutschen Markt. Inzwischen haben auch andere Hersteller in diesem Segment, welches vermutlich eher in Prestige als denn Umsatz gemessen wird, ähnlich leistungsstarke Modelle herausgebracht. Aber auch sonst war die Konkurrenz aktiver als "SilverStone Technology", welches im letzten Jahr nur einige überarbeitete Strider-Modelle mit 80PLUS-Gold auf dem Markt gebracht hat. Momentan beschränkt sich die wiederbelebte Produktlinie Zeus auf das 1350W-Modell, welches mit Straßenpreisen von ab 335 Euro selbst für diese Leistungsklasse vergleichsweise teuer ist.

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Auffällig beim ZM1350 ist die mit 230 mm ungeheure Länge des Gehäuses.

Das Zeus 1350W richtet sich klar an Anwender, bei denen Leistung und qualitativ gute Ausgangsspannungen die höchste Priorität haben. Es bietet die volle Leistung auch bei einer erhöhten Umgebungstemperatur von 50 °C, gute Leistungswerte auf 12 Volt und ist sogar zwischen Multi- und Single-Rail-Betrieb umschaltbar. SilverStone verspricht sehr niedrige Ripple-Noise-Werte und dank der acht PCI-Express- und 16 SATA-Anschlüsse ist die Leistung auch tatsächlich problemlos abzugreifen. User, die Wert auf leisen Betrieb und höchste Effizienz legen, sind laut der technischen Daten beim Zeus 1350W mit 80-mm-Lüfter und 80PLUS-Silber sicher nicht die angesprochene Zielgruppe.

Hier die Fakten des SilverStone in Tabellenform:

Technische Daten in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung

SilverStone
Zeus Series
1350W

Modell SST-ZM1350
Straßenpreis ca. 335 Euro
Homepage www.silverstonetek.com
Leistungswerte
+3,3V 25 A
+5V 25 A

+12V1
+12V2
+12V3
+12V4
+12V5
+12V6

30 A
30 A
30 A
30 A
30 A
30 A

oder Single-Rail: 105 A
+5Vsb 4 A
-12V 0,5 A
Leistung 12V 1260 W
Leistung 3,3V & 5V

170 W

Gesamtleistung 1350 W @ 50°C (1500 W Peak)
Anschlüsse
ATX 24(20+4)-Pin
EPS/12V/CPU 2x 8(4+4)-Pin
PCI-Express
(6P / 8(6+2)P / 8P)
0 / 8 / 0
SATA 16
4-Pin Molex 6
Floppy 2
Features
Effizienz 80PLUS Silver
Maße (LxBxH) 230 x 150 x 86 mm
Lüfter 80 mm (Kugellagerung)
Kabelmanagement ja, voll-modular
Herstellergarantie 5 Jahre
Besonderheiten

Gewicht: 4,5 kg
Dauerleistung bei 60°C: 1080W

Werfen wir noch einen Blick auf den Produktkarton des SilverStone Zeus 1350W.

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Neben einigen wichtigen Spezifikationen findet sich noch ein grimmig dreinschauender Zeus auf der Vorderseite des Kartons

Schon beim ersten Hochheben fällt das enorme Gewicht des Kartons auf. Wie es sich für ein Netzteil des Premium-Segments gehört, bzw. es sich einfach mit der Zeit etabliert hat, ist das Netzteil stoßfest in Schaumstoff-Formteilen verstaut. Neben Netzkabel und Kabelage fehlen auch Handbuch, Kabelbinder und Montageschrauben nicht.

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Im Lieferumfang ist alles Wesentliche zu finden.

SilverStone legt dem Paket ein sehr allgemeines und schon leicht angestaubtes Handbuch zur Netzteilmontage bei, welches durch ein modellspezifisches Exemplar, in dem auch alle wichtigen technischen Daten vermerkt sind, ergänzt wird.

Auf der nachfolgenden Seite stellen wir das SilverStone Zeus 1350W näher vor.