Seite 3: Enermax Triathlor - Lautstärke & Ausstattung

Enermax setzt bei allen Triathlor (ab 385W) auf Lüfter aus eigenem Hause. Die unter dem Namen "T.B.Silence" auch seit längerem im Retail-Markt erhältlichen Lüfter erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie vergleichsweise günstig und leise arbeiten. Da lag es für Enermax natürlich nahe, diese auch in den neuen Triathlor einzusetzen.

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Der Lüfter verfügt über besonders geformte Lüfterblätter, "Batwing Blades" genannt.

Zumindest bezeichnet Enermax diesen als T.B.Silence, denn aufgrund der Kennwerte und der gemessenen Höchstdrehzahl von über 1500 U/min entspricht er eher einem 12 cm Enermax "Magna"-Lüfter, wobei diese ja nur die High-Power-Version der T.B.Silence zu sein scheinen. Die von Enermax eingesetzte Twister-Lagerung ist jedenfalls auch mit an Bord.

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Die Lüfter der Triathlor gehören eindeutig zu den Leiseren ihrer Zunft.

In Sachen Geräuschentwicklung können die Triathlor-Netzteile von Enermax überzeugen. Sie sind zwar keine ausgewiesenen Silent-Netzteile, arbeiten aber insgesamt sehr leise. Bis zu einer Last von ca. 50 Prozent behalten sie ihre niedrigste Geschwindigkeit von ca. 600 U/min bei und sind dann aus geringer Distanz schon nicht mehr wahrzunehmen. Jenseits einer Netzteillast von 50 Prozent wird die Lüfterdrehzahl kontinuierlich erhöht und erreicht bei 60 Prozent bereits 900 U/min (Triathlor FC) bzw. 1000 U/min (Triathlor). Bei dieser Lüftergeschwindigkeit bleiben beide Triathlor-Vertreter noch angenehm leise. Unter Volllast erreichte das Triathlor FC dann 1500 U/min, wobei unser Testsample des normalen Triathlor schon mit über 1700 U/min drehte. Das FC produzierte ein wahrnehmbares Lüfterrauschen, was aber noch als halbwegs unauffällig zu bezeichnen war. Das normale Triathlor machte sich aufgrund der etwas höheren Drehzahl durch ein deutlicheres Lüfterrauschen bemerkbar, wobei sich zusätzlich noch ein sirrendes Lagergeräusch einstellte. Für beide Triathlor-Ausführungen gilt als Fazit, dass sie bei niedrigen bis mittelhohen Lasten angenehm leise arbeiten.

 

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Fragen in Sachen Verteilung der 12V-Rails kommen beim Triathlor FC nicht auf.

Das Anschlussfeld des modularen Kabelmanagements ist beschriftet. Entsprechend sollte auch eine halbwegs gleichmäßige Lastverteilung auf beide 12V-Schienen kein Thema sein. Fest angebracht sind beim FC die Kabel für 24-Pin-ATX und die CPU-Versorgung in Form eines 8(4+4)-Pin-EPS-Steckers. Beide Triathlor können mit bis zu sechs SATA- und fünf Molex-Anschlüssen versehen werden. Bei den PCI-Express-Anschlüssen unterscheiden sich die beiden Varianten allerdings. Das modulare Triathlor FC bietet ein Kabel mit einem und ein weiteres mit zwei Abgriffen, also insgesamt bis zu drei PCI-Express-Anschlüsse. Das normale Triathlor muss sich mit den beiden fest angebrachten Kabeln mit je einem Stecker begnügen.

 

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Das Anschlussfeld des Enermax Triathlor FC 550W im betriebsfertigen Zustand.

Durch die Anordnung der Buchsen in einer Linie sind die Verriegelungshaken auch im voll bestückten Zustand gut zu erreichen. Die beiden in Farbe und Bauart unterschiedlichen Steckertypen sollten in Sachen Handhabung auch annähernd narrensicher sein.

Die fest angebrachten Kabel hat Enermax bis zu ersten Steckerabgriff klassisch im schwarzen Netzsleeve ausgeführt. Für die modularen Anschlusskabel des Triathlor FC setzt Enermax hingegen auf schwarze Flachbandkabel. Wie bei früheren Enermax-Netzteilen ist auch beim normalen Triathlor die Tatsache zu beachten, dass alle Peripheriekabel zuerst zusammengefasst laufen und sich erst nach ca. 25 cm in die drei Stränge aufteilen. In üblichen Systemen, wo alle Molex- und SATA-Anschlüsse zusammen im Vorderteil des Gehäuses gebraucht werden, ist dies sicher praktisch, und für die anderen Fällen bietet sich der Griff zum Triathlor FC an.
 

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Die Kabellage beider Triathlor im Vergleich

Die Kabellängen sind bei beiden Triathlor insgesamt ordentlich. Kommt es auf lange SATA- oder Molex-Kabel an, ist das FC aber etwas im Vorteil.

Auch auf der Ausstattungsseite leisten sich die Triathlor keine Schwächen. Die Anzahl der Anschlussmöglichkeiten stimmt der Klasse entsprechend und auch die Umsetzung ist solide gelöst.