Seite 1: Test: Seasonic X-400 Fanless

x400_thumbLange wurde es erwartet, nun ist es endlich da: Seasonics völlig passives 400W-Netzteil mit 80PLUS-Gold-Siegel. Das X-400 Fanless bietet mit seinen vollständig modaleren Kabeln aber auch eine sehr gute Ausstattung. Aufgrund der sehr positiven Erfahrungen mit den schon einige Zeit erhältlichen X-650 und X-750 ist die Erwartung sehr groß, dass das kleine X-400 in Sachen Leistung und Stabilität ebenfalls überzeugen kann. Da es alle wichtigen technischen Features der bisherigen X-Modelle mitbringt, ist dies wohl auch keine völlig abwegige Erwartungshaltung.

Laut Seasonic soll Ende August zuerst das 400W-Modell X-400FL auf den Markt kommen, das 460W starke Schwestermodell dann Anfang Oktober. Als Listenpreis für das X-400FL wird 139,90 US-Dollar (X-460: $159,90) angegeben. Bei einem amerikanischen Anbieter ist das X-400FL für 125 US-Dollar zu finden. Bei deutschen Händlern ist es zwar noch nicht gelistet, aber da der niedrigste Preis des Seasonic X-650 aktuell bei ca. 135 Euro liegt, wird sich das X-400FL vermutlich um die 120 Euro einpendeln. Die Modelle mit 400 und 460 Watt unterscheiden sich in der Leistungsfähigkeit auf 12 Volt und der Anzahl der PCI-Express-Anschlüsse, wo das X-460FL mit zwei Steckern einen mehr als das X-400FL mitbringt.

Kommen wir aber nun zum vorliegenden X-400FL. Nachdem der Käufer eine für ein 400W-Netzteil überdurchschnittliche Geldsumme auf den Tisch gelegt hat, bekommt er einen qualitativ hochwertigen und relativ großen Karton.  

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Der positive Eindruck aufgrund der äußeren Verpackung setzt sich beim Betrachten des Inhalts fort. Das Netzteil, welches noch in einer samt-artigen Aufbewahrungstasche steckt, liegt gut geschützt in einer Schaumstoffform. Neben dem Netzteil findet sich eine Kabelaufbewahrungstasche mit zwei Fächern, in welchem die Anschlusskabel des modularen Kabelmanagements und das Netzkabel untergebracht sind. Komplettiert wird der Lieferumfang durch ein Handbuch mit einem Abschnitt in vernünftigem Deutsch, Kabelbinder, vier Schrauben und einem Sticker.  

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Das Handbuch ist anscheinend für die gesamte X-Serie vorgesehen, genauer gesagt wohl nur für die neueren X-Modelle. Im Handbuch werden die zwei High-End-Modelle mit 1000 und 1200 Watt erwähnt, so wie auch X-Modelle mit 560, 660, 760 und 850 Watt, die in in der mehr oder wenige nahen Zukunft erscheinen sollen.

Das X-400FL kommt in einem eher schlichten Design daher. Da es ohne Lüfter auskommt, braucht es natürlich eine gute "natürliche" Belüftung, welche durch die großflächigen Wabengitter auch gut erreicht wird. Das Design ist eher schlicht gehalten, wirkt aber hochwertig. Die matte Lackierung soll besonders kratzfest sein - ein paar kleinere Kratzer haben sich aber bereits im Testverlauf ergeben. Auch wenn die Lackierung nicht so robust wie die z.B. der Enermax Revolution85+ ist, so verträgt sich doch etwas mehr als die Durchschnittsfarbe und ist kein Vergleich zu manch anderen Netzteilen mit Hochglanz-Finish, welche schon vom schiefen Anschauen Kratzer bekommen.  

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Diese Gitter finden sich nicht nur an Deckel und Außenseite, sondern auch an den Seitenflächen und sogar an der Innenseite. Seasonic weist sowohl auf dem Netzteil selber als auch auf einem daran befestigten Hinweiszettel darauf hin, dass das Netzteil in aufrechter Lage betrieben werden muss. In vielen Gehäusen wird das Netzteil jedoch standardmäßig "über Kopf" im oberen Teil montiert, was aber beim X-400FL ausdrücklich nicht möglich ist, da sich sonst vermutlich die warme Luft im Netzteil stauen würde. Aus Erfahrung werden manchen Leser jetzt vermutlich sagen, dass man aufgrund der vorgegebenen Schraubenlöcher am Gehäuse ein Netzteil nicht mal eben andersherum montieren kann, aber Seasonic hat mitgedacht und dem X-400FL ein paar zusätzliche Gewindelöcher verpasst. Das X-400FL sollte sich daher in jedem Gehäuse richtigherum montieren lassen, sodass der User nur darauf achten sollte, dass das Netzteil genügend Belüftung nach oben und zu den Seiten hat.  

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Auf der Innenseite finden sich die Buchsen für das modulare Kabelmanagement. Es wird augenscheinlich dasselbe System wie bei den X-650 und X-750 verwendet. Beim Aufbau für den Test stellte sich heraus, dass bis auf das ATX-Hauptstromkabel in der Tat auch die Anschlusskabel eines X-650 passen. Praktisch für den Testbetrieb war, dass das entsprechenden 2fach-PCI-Express-Kabel vom X-650 passte, sodass wir für den CrossFire-Betrieb nicht erst die Adapterkabel herauskramen brauchten.

Insgesamt präsentiert sich das X-400FL sehr hochwertig. Die Verarbeitung ist tadellos, alles passt und nichts macht einen klapprigen oder billigen Eindruck. Ein erster Blick durch das Gitter ins Innere bestätigt den guten Eindruck, welcher auch durch die Klebstoffkleckser hier und da nicht gestört wurde.

Kommen wir auf der nächsten Seite zu den Features und der Ausstattung des X-400FL.