Seite 2: Tragekomfort + Bedienung

Tragekomfort

Für Ozone war ein möglichst hoher Tragekomfort ein zentrales Anliegen bei der Konzeption des Rage Z90 – und das sieht man diesem auch an. Da wären zum einen die voluminösen Ohrpolster aus Kunstleder. Die bieten auch über einen langen Tragezeitraum einen hohen Komfort. Nichts drückt oder zwickt, der Platz zwischen den Polstern ist ordentlich bemessen, sodass es auch hier im Normalfall zu keinerlei Einschränkungen kommen sollte.

Bedingt durch das Material kann es allenfalls bei langen Gaming-Sessions zu einem leichten Schwitzen kommen, das ist aber auch bei anderen Headsets mit Kunstlederbezug der Fall.

Einen Teil zum hohen Komfort trägt auch die moderate Spannung des Bügels bei, denn Ozone findet einen guten Kompromiss aus einem sicheren Sitz des Headsets und einem moderaten Druck auf den Kopf. Der eigentliche Tragebügel wurde von Ozone ebenfalls mit zwei voluminösen Polster versehen, die den positiven Eindruck im Kapitel Tragekomfort unterstreichen.

Die Größenverstellung beträgt pro Seite 3 cm, was vollkommen ausreichend ist.

Ausstattung und Bedienung

Mit Blick auf die Ausstattung macht Ozone einiges anders als viele Konkurrenten. Damit meinen wir nicht die Surround-Fähigkeiten, auf die wir später noch eingehen, sondern das grundsätzliche Handling. Während die meisten Headsets in der Zwischenzeit auf eine Kombination setzen, die es vorsieht, das grundlegende Handling am Headset vorzunehmen, also beispielsweise die Lautstärke anzupassen, geht Ozone einen gänzlich anderen Weg.

Am Headset selbst gibt es keine Bedienelemente. Dafür setzen die Spanier auf eine voluminöse Kabelfernbedienung, die wir in dieser Größe schon länger nicht mehr gesehen haben. Allein die Größe zeigt, dass die Box dafür gedacht ist, auf dem Schreibtisch platziert zu werden und nicht, wie sonst üblich mittels eines Clips an der Kleidung befestigt werden soll. Darauf ausgelegt gibt es einen praktischen magnetischen Aufsteller. Als zentrales Bedienelement bietet die Fernbedienung einen großen Drehregler, mit dem die Lautstärke justiert werden kann. Leider besitzt der aber einen recht hohen Widerstand und nur leicht ausgeprägte Rillen, die in der Praxis nur bedingt helfen. Das Ergebnis: Eine schnelle Veränderung der Lautstärke ist so nicht möglich. Praktisch ist es jedoch, dass zumindest recht flott stumm geschaltet werden kann. Für das Mikrofon ist das auch möglich, die kleine Taste auf der Unterseite ist aber nicht ganz so gut zu erreichen. Auf der Oberseite der Fernbedienung kann darüber hinaus die LED-Beleuchtung des Headsets aktiviert werden.

Wirklich interessant und ungewöhnlich ist aber erst, was Ozone hinter der Klappe aus getöntem Plexiglas versteckt. Dort befinden sich vier Schieberegler, mit denen die Lautstärke der einzelnen Kanäle im Surround-Betrieb angepasst werden kann. Das ist eine nette Spielerei, weshalb Ozone aber nicht einfach den gewohnten Weg über die Software geht, ist nicht ganz ersichtlich, schließlich werden die einzelnen Kanäle für den Raumklang üblicherweise nur einmal anfänglich eingepegelt. Der einzige Vorteil besteht darin, dass das Headset auch ohne Treiber grundlegend genutzt werden könnte, was wir aber nicht empfehlen würden.

Einen Fauxpas leistet sich Ozone bei der Fernbedienung: Im Betrieb blinkt eine kleine rote LED permanent, was sich schnell als störend erweist. In der Software kann diese leider auch nicht deaktiviert werden.

Wer nun denkt, Ozone hätte die Software beschnitten, da bereits die  gut ausgestattete Kabelfernbedienung vorhanden ist, der irrt. Die vom Hersteller zum Download bereitgestellte Software bietet einen mehr als üppigen Funktionsumfang. Neben einem Equalizer mit verschiedenen Presets und der Möglichkeit zur manuellen Anpassung gibt es einen großen Funktionsumfang für das Bassmanagement und zahlreiche Surround-Einstellmöglichkeiten. So besteht beispielsweise nicht nur die Möglichkeit die einzelnen Pegel der virtuellen Kanäle anzupassen, es können auch die Positionen „im Raum“ angepasst werden. Allgemein gültige Aussagen können hier nur schwer getroffen werden, es lohnt sich aber in jedem Fall, sich etwas mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Gänzlich zufrieden sind wir mit der Software aber nicht, denn der große Funktionsumfang wird nur schwer zugänglich gemacht. Während beinahe die gesamte Konkurrenz mit verschiedenen Reitern zur Navigation arbeitet, muss bei Ozone erst ein Menü durch den Klick mit der rechten Maustaste aufgerufen werden. Das ist ein Umweg, der nicht sein müsste.