Seite 2: Design und Verarbeitung

Während LG bei seinen Consumer-Displays aktuell eine ansprechende Optik mit großen Glossy-Flächen spendiert, muss bei einem Gerät für den Business-Einsatz natürlich alles etwas seriöser zugehen. Daher gibt es nicht nur größtenteils matte Kunststoff-Oberflächen, sondern auch bei Farbwahl wird es einheitlich: Das schwarz-weiße Finish weicht einer gänzlich schwarzen Optik.

Dennoch sieht der LG 34UD88-W alles andere als schlecht aus, nur eben etwas zeitloser und nüchterner. Gerade durch den schmalen Rahmen und das flache Gehäuse kann der 34-Zöller dennoch einen optisch ansprechenden Eindruck hinterlassen und wirkt für ein Gerät seiner Größenklasse nicht allzu wuchtig. Gerade im Vergleich zu zwei 24-Zoll-Geräten, die so ersetzt werden können, zeigt sich, dass der 34-Zöller viel Platz auf dem Schreibtisch einsparen kann – am deutlichsten fällt das natürlich ins Gewicht, wenn noch alte Displays mit CCFL-Backlight genutzt werden sollten.

LG setzt auf eine Edge-to-Edge-Optik mit einer durchgehenden Scheibe auf der Front, wird das Display eingeschaltet, zeigt sich aber, dass das Panel natürlich nicht bis ganz in die Ränder reichen kann, dennoch fällt der Rahmen nicht allzu wuchtig aus, sodass es theoretisch auch problemlos möglich wäre, zwei dieser Displays im Dual-Monitor-Setup zu betreiben.

Kleine Änderungen gibt es auch beim Standfuß, der zwar noch immer die gewohnte halbrunde Form besitzt, dafür aber nicht länger in einer silbernen Metall-Optik daherkommt, sondern passend zur restlichen Optik in Schwarz ausgeführt wurde. Wie gewohnt, wird eine ordentliche Stabilität durch den Fuß gewährleistet.

Ein Blick auf die Rückseite zeigt einen weiteren Unterschied zu den meisten Consumer-Geräten. Während der Standfuß bei Letzteren mit einem Klickmechanismus am Display befestigt wird, muss beim 34UB88-B zum Schraubendreher gegriffen werden. LG setzt zur Befestigung auf ein gewohntes 100 x 100 mm Raster, sodass auch problemlos die üblichen Vesa-Lösungen verwendet werden können, sollten diese im Büro eingesetzt werden.

Beim Anschlusspanel macht LG kaum halbe Sachen und stattet unseren Testkandidaten umfangreich aus. Neben den üblichen Buchsen für das Bildsignal inklusive DisplayPort gibt es auch zwei Thunderbolt-2-Anschlüsse, was vermutlich gerade bei der Mac-Community gut angekommen wird. So kann der 34UB88-B in eine Daisy-Chain eingebunden werden und über ein Kabel nicht nur die Bildsignale, sondern auch weitere Daten transportieren. Das gilt sowohl für den integrierten USB-Hub mit seinen 2 Anschlüssen als auch für weitere Thunderbolt-Geräte. Den im Business-Umfeld noch oft gesehenen VGA-Anschluss gibt es nicht mehr, mit Blick auf die Diagonale ist es aber konsequent, alte Zöpfe abzuschneiden.

Nicht möglich ist es leider, ein Notebook auch zeitgleich zu laden. Dafür hätte LG Thunderbolt 3 integrieren müssen, was leider noch nicht geschehen ist. Um die schlanke Optik zu realisieren, setzt LG übrigens auf ein externes Netzteil, was bei aktuellen 34-Zöllern der Standard ist.

Keine Abstriche müssen bei der Verarbeitungsqualität und Materialgüte gemacht werden. Alle Übergänge wurden ordentlich ausgeführt, die Spaltmaße sind gleichmäßig ausgeführt und scharfe Kanten sucht man vergebens.