Seite 3: Features und Layout (2)

Wir machen mit dem Onboard-Sound weiter.

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Gigabyte hat an einen anständigen Onboard-Sound gedacht.

Unter dem EMI-Shield hält sich der ALC1150 von Realtek versteckt. Zudem lässt sich gut erkennen, dass der gesamte Audiobereich vom Rest des PCBs getrennt untergebracht wurde, um mögliche Störgeräusche zu vermeiden. Rings um den ALC1150 herum wurden elf Audio-Kondensatoren aus dem Hause Nichicon verbaut, die das Klangbild generell positiv beeinflussen sollen. Weiter rechts befindet sich dann noch ein Headphone-Amplifier, der bis 600 Ohm mitspielt. Ein OPA2134PA-OP-Amp, der auch auswechselbar ist. Auffällig sind auch die vier DIP-Schalter. Mit diesem lassen sich die Gain-Stufen für den Kopfhörer-Ausgang (Line-out) und den Front-Audio-Anschluss von 2,5-fach auf 6-fach nach oben pushen. Dabei sollten alle Schalter ausschließlich entweder nach oben oder nach unten geschaltet werden.

Entlang der künstlichen Leiterbahn, die der Abgrenzung der Audio-Komponenten dient, wurden einige rote LEDs untergebracht. Dabei leuchten die LEDs entsprechend des gesetzten Modus: dauerhaft, pulsierend oder nach dem Musikbeat.

Dem Anwender steht darüber hinaus auch die Creative SoundBlaster X-Fi MB3-Software-Suite zur Verfügung.

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Ein SuperI/O-Chip ist natürlich ebenfalls an Bord.

Der IT8628E fungiert als SuperI/O-Chip und wird für die Überwachung der Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten eingesetzt. Letztere lassen sich durch ihn manuell anpassen. Links benachbart ist der Killer-E2201-Netzwerkcontroller, der aus dem Hause Qualcomm stammt und für eine Datenübertragungsgeschwindigkeit bis 1 GBit/s vorbereitet ist. Sein Können liegt darin, die Netzwerkpakete bevorzugt zu behandeln, die bei Online-Games anfallen. Dadurch soll die Latenz zwischen Server und Client so weit wie möglich nach unten gedrückt werden.

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Intels Alpine Ridge bringt USB-3.1-Unterstützung mit.

Gigabyte setzt für den USB-3.1-Support auf Intels DSL6540, der besser bekannt unter dem Namen "Alpine Ridge" ist und Intels Thunderbolt-3-Controller darstellt. Mit seinen 40-GBit/s-Datendurchsatz ist er vielseitig einsetzbar, so auch in diesem Fall für die Bereitstellung von zwei USB-3.1-Schnittstellen. Im Gegensatz zum ASM1142-USB-3.1-Controller hat Alpine Ridge den Vorteil, dass er bei beiden USB-3.1-Anschlüssen gleichzeitig jeweils einen Datendurchsatz von 10 GBit/s bereitstellen kann und im Endeffekt sogar noch Luft nach oben hat.

Zwar wird die Option im konkreten Fall nicht genutzt, dennoch ist es optional möglich, einen DisplayPort-1.2- oder auch HDMI-2.0-Typ-C-Anschluss zu nutzen. Ebenso bringt der Controller für unterstützte USB-Geräte das Power-Delivery-Feature mit bis zu 100 Watt mit.

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Intels Alpine Ridge bringt USB-3.1-Unterstützung mit.

Der NXP PTN3360DBS positioniert sich zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel und ist für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI-Grafikausgang verantwortlich. Durch ihn kann der Anwender sogar 3D- und 4K-Medien genießen.

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Das Gigabyte GA-Z170X-Gaming 3 nochmal in der Übersicht.

Am Layout gibt es wenig zu beanstanden, alles ist dort zu finden, wo wir es erwartet haben. Vor allem fanden wir gut, dass unterhalb des ersten mechanischen PCIe-3.0-Slots ein Slot freigelassen wurde, sodass im Falle einer Dual-Slot-Grafikkarte alle restlichen Erweiterungsslots dennoch genutzt werden können. Selbst wenn es zum Multi-GPU mit zwei Karten kommen sollte, kleben beiden Karten quasi nicht zusammen.

Für die nötige Belüftung stehen insgesamt fünf FAN-Header zur Verfügung, davon alle als 4-Pin-Ausführung. Neben dem Haupt- und optionalen CPU-FAN-Header können drei weitere Lüfter gesteuert werden. Gigabyte lässt dem Anwender die Wahl zwischen folgenden Modi: Normal, Silent, Manual und Full Speed. Selbst im normalen Modus laufen die beiden Lüfter im BIOS mit knapp über 1.000 Umdrehungen pro Minute (inkl. Teillast). Stellen wir den Silent-Modus ein, wird die Drehzahl auf etwa 830 Umdrehungen reduziert. Wem die vordefinierten Profile nicht ausreichen, der kann sich dagegen auch an der manuellen Steuerung versuchen. Hier kann der Anwender sich für einen PWM-Wert von 0,75 bis 2,50 in 0,25-Schritten entscheiden.